Mal sehen, wann das Gutachten verfügbar ist.
Ich kann dieser Rechnung auch nicht folgen, zumal die Gewinne der Bauern bleiben sollen und man die reduzierte Produktion einrechnen muss.
Wenn ein Schweinemäster 37% weniger Schweine zu 23% höheren Kosten pro Tier erzeugen soll, die Verbraucherpreise aber um max. 6% steigen dürfen, wird das eine spannende Rechnung.
Ich nehme mal einfach die Zahlen von dieser Seite hier:
http://tierhofstade.beepworld.de/unglaublich-wahr.htm
"Zu solch beengten Haltungsbedingungen kommt es durch eine zunehmende Intensität in der Schweinemast, erklärt Achim Spiller von der Universität Göttingen, einer der renommiertesten Agrarökonomen Deutschlands. "Ein Schweinemäster erzielt mit einem Tier einen Deckungsbeitrag von gerade mal sechs, maximal sieben Euro, also braucht er Masse."
Ein Schwein, rechnet Spiller vor, bleibt etwa 100 Tage beim Mäster, somit schafft der Mäster bei 365 Tagen und 2000 Mastplätzen einen Durchlauf von maximal 7300 Schweinen pro Jahr. Das macht etwa 45.000 Euro Jahresgewinn. Je dichter die Schweine stehen, desto weniger Arbeitskräfte und damit Geld braucht man, um sie zu versorgen."
2000 Mastplätze
7300 erzeugte Mastschweine pro Jahr
45.000 Euro Gewinn
Durchschnittliches Schlachtgewicht 101,35 kg
http://de.statista.com/statistik/daten/ ... htgewicht/
Durchschnittlicher Preis 1,42 Euro netto / kg
http://www.lfl.bayern.de/iem/vieh-geflu ... /index.php
7.300 x 101,35 x 1,42 Euro = 1.050.594,1 Euro Umsatz
Umsatz pro Tier: 143,39 Euro
Gewinn pro Tier: 6,16 Euro
Also Produktionskosten pro Tier: 137,23 Euro
37% weniger Tiere = 4599 erzeugte Schweine
23% höhere Kosten pro Schwein = Kosten von 168,79 Euro pro Tier
Gesamtgewinn soll gleich bleiben. Also Gewinnanspruch 9,78 Euro pro Tier
Der Verkaufspreis muss sich also auf 178,57 Euro pro Schwein erhöhen.
Preis pro kg Schlachtgewicht 1,76 Euro
Das entspricht einer Steigerung von 35,18 Euro bzw. 24,53 % pro Tier.
Wenn die Verbraucherpreise nicht mehr als 6% steigen dürfen, dürfte der höhere Erzeugerpreis max. 25% des Preises für das fertige Produkt ausmachen.
Produkte aus Schweinefleisch dürften dann also im Mittel ca. 7 Euro netto (7,49 Euro brutto) pro kg kosten.
Und heute müssten sie im Mittel schon 6,60 Euro netto (7,06 Euro brutto) pro kg kosten.
Ich denke ein Blick auf die aktuellen Wurfsendungen des Lebensmittelhandel zeigt, dass das nicht der Fall ist.