Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

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MeinNameistHASE
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1361

Beitrag von MeinNameistHASE »

Dass Kukuruz ohne Wasser wachsen kann ist mir auch neu...

In Brandenburg häckseln die sogar schon die ersten Maisbestände, weil das Wasser fehlt. Bei Halle sind Maisfelder dabei, da stehen Pflanzen mit zusammengerollten Blättern, die knöchelhoch sind. Ohne wenigstens ein bisschen Wasser wächst also auch die effizienteste C4 Pflanze unter unseren Bedingungen nicht.

:pft: Kännchen war schneller. Musst du nicht irgendwo auf dem Acker unterwegs sein?
Ich verlasse mich auf meine Sinne: Irrsinn, Wahnsinn und Blödsinn!
Benutzer 72 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1362

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

centauri hat geschrieben:Ohne Bewässerung geht gar nichts und irgendwann würden hier wahrscheinlich Steppenläufer durch die Gegend huschen.
:rot: ihr habt einfach nur zuwenig Weidekühe - mit ordentlich vielen Großpflanzenfressern könnte man die Wüstenbildung vermeiden.... :pfeif: Oder waren das doch die Wälder, die für Regen sorgen?

(sorry, centauri, nichts gegen dich - ich meine eine bestimmte Theorie).

Da sieht man halt wieder ganz deutlich wer für gute Ernten sorgt.
Aber ich will die Anstrengungen der Landwirte, der Erde trotzdem etwas eßbares abzuringen, auf keinen Fall kleinreden!!! :flag:

Nur ..... es gibt da eine Abhängigkeit von "größeren Dingen"
hobbygaertnerin hat geschrieben:Ich sehe es schon am Obst, die Äpfel sind einmal beschädigt wegen Hagel, dann hätten sie auch mehr Wasser brauchen können- verkehrsfähig würden meine Äpfel und Birnen sicher nicht. Und so ein leicht beschädigter Apfel oder Birne würde von den allermeisten Verbrauchern verschmäht.
Das hat mich jetzt echt zum Nachdenken gebracht.
Ich kaufe auch kein "beschädigtes Obst und Gemüse" - erstens, weil ich mein Geld auch hart erarbeitet habe und dafür dann "etwas" bekommen will....
Aber der Hauptgrund ist: es ekelt mich! :eek:
Beim eigenen Zeugs weiß ich, dass es nicht überlagert ist und ich weiß auch meistens, woher der kleine (oder große) "Fehler" kommt. Dann ist es gefühlt nicht so schlimm.
Ob es helfen tät, dazu zu schreiben "es hat leider gehagelt, das Obst ist aber trotzdem gut. Ernte war am 18. 7. 2018" ??

Und - nicht zu vergessen!! - ich bringe meinen Kindern bei, welche "Schäden" am Essen harmlos sind. Da kann man viel beeinflussen.

**********************

Bei uns am Hang oben, wo es recht trocken ist, wächst der Mais recht gut - und die Tomaten! Paprika und Chilis komischerweise nicht.
Sicher täte der Mais mehr tragen, wenn wir gießen könnten, aber trotzdem: er kann recht gut mit Trockenheit umgehen.
ist vielleicht auch sortenabhängig?

Sorghumhirse kann man (maschinell) schälen, dann ist es "Goldhirse" - schmeckt sehr gut! :)
Benutzer 4754 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1363

Beitrag von Benutzer 4754 gelöscht »

:pft: Kännchen war schneller. Musst du nicht irgendwo auf dem Acker unterwegs sein?
ja doch eigentlich schon, aber
Hier hat es über Nacht wiedererwartend ganze 3mm geregnet.

deshalb läuft der Dreschkasten erst ab 14 Uhr statt planmäßig ab 11 Uhr
Gelöschter Benutzer 54

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1364

Beitrag von Gelöschter Benutzer 54 »

Oelkanne hat geschrieben:
Mais und dauerhaft trocken?
zwei Sachen die sich ausschließen.
Mais ist zwar der effizienteste Wassernutzer (gemessen in kg TM/kg Wasser) auf Grund der großen TM Produktion braucht er aber trotzdem große Mengen Wasser.
Wie hoch (in m) wird denn euer Mais und wie hoch sind die Erträge?

Was wird denn mit der Hirse gemacht?
diese details entziehen sich mangels interesse meiner kenntnis :)

nur zur höhe kann ich was sagen: sorghum etwa 3 meter, mais ca 2 meter.

es ist jetzt nicht so, dass es gar nie regnet (dieses jahr ist ne wundervolle ausnahme, es regnet sogar ab und zu mal), aber grundsätzlich ist das pannonische klima schnell zusammengefasst: heiss und trocken. wir sind speisemaisgebiet, 70% ist hier mais, 20% soja und 10% auch mal was anderes (kürbis, sorghum und vereinzeltes mutiges getreide). der ertrag muss also passen, würd ja sonst keiner machen.

wenns schlecht läuft und es 9 wochen 45 grad im schatten hat und gar kein regen fällt, schaut der mais auch scheisse aus, trägt aber dennoch (alles andere ist dann aber überhaupt tot).

beregnet wird hier nirgends. der morgentau hilft aber ein stück weit weiter.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1365

Beitrag von strega »

Sorghum als Braunhirse mit den Hülsen wird im Naturkostbereich in DE verkauft, hat Silizium heftig viel und sonst noch ein paar wertvolle Sachen...

oder als Vogelfutter...
unter dieser Verwendung gibts auch oft das Saatgut zu kaufen bei diversen Versendern.

Ich hab eigene Rispenhirse etwa 20 qm und zur Vermehrung erstmals dieses Jahr ein paar Pflänzle Kolbenhirse... die brauchen alle ganz wenig Wasser, wenn sie mal ausm Kindergartenstadium raus sind... also für mich absolut perfekt :)

Die wächst auch anscheinend fröhlich in Äthiopien, so trocken kanns bei euch gar nicht sein...

ich ernte einfach manuell und mahle das Erzeugnis als Frühstücksbasis ganz fein, eine Nacht mit Wasser quellen lassen, Obst oder Honig oder sonstwas dazu, hat richtig viel Power.... :high:
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1366

Beitrag von hobbygaertnerin »

@Ina,
ich verkauf das Obst ja nicht, kann frei Baum geholt werden.
Hatte zwar mal vor, mit Obst auf den Markt zu gehen, aber habs aus arbeitstechnischen und anderen Gründen dann fallen gelassen. Eine Weile hab ich Apfelsaft für den Verkauf gemacht, aber inzwischen lass ich das bleiben, der Apfelsaft aus China ist so billig, es sind wenige, die sich entweder noch selbst die Mühe mit dem eigenen Saft machen oder ihn kaufen wollen.
Warum sollte man sich vor einem Apfel ekeln, der einen Hagelschaden abbekommen hat, das ist verschorft.
Benutzer 6122 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1367

Beitrag von Benutzer 6122 gelöscht »

Artikel zum Thema: Gilt für mit CRISPR veränderte Nahrungsmittel die Gentechnik-Regelung?

https://www.welt.de/wissenschaft/articl ... markt.html

Was ich mich frage: Was bedeutet das für meine Bemühungen, alte Nutzpflanzensorten zu erhalten?
Wäre es möglich, mittels CRISPR die Samenfestigkeit zu verhindern??? Kann mir Jemand etwas dazu sagen?
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Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1368

Beitrag von Rohana »

Ich kann dir nicht sagen ob es möglich wäre, allerdings cui bono? Es macht keinen Sinn. Und dass heutzutage keine GVO-Lebensmittel im Supermarkt zu bekommen wäre ist schlichtweg falsch.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
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MeinNameistHASE
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1369

Beitrag von MeinNameistHASE »

Wenn die CRISPR Methode so funktioniert, wie sie soll (gezielte Aktivierung/Stilllegung von Genen) dann sollte es möglich sein.

Der Artikel ist auch ziemlich oberflächlich und verwendet Gentechnik als Sammelbegriff: Wovon die Pflanzenzüchter häufig sprechen ist cisgen, d.h. Einbau von Genen verwandter Arten, der auch mit herkömmlichen Methoden (Kreuzungskombinationszüchtung und Auslese) über einen langen Zeitraum hinweg möglich wäre. Dabei geht es um Beschleunigung des Zuchtprozesses um den Marktanfordernissen in punkto Resistenz gegen Krankheiten und Ertrag gerecht zu werden. Der Verbraucher versteht unter Gentechnik meistens transgen, also bspw was ganz absurdes wie Kartoffeln, die auf Bäumen wachsen. Das ist die Einkreuzung artfremden Materials in die Pflanze über sämtliche genetischen Barrieren hinweg.


Ich verstehe allerdings nicht den Zusammenhang mit den samenfesten Sorten? Es gibt schon etliche Jahre pflanzeneigene Systeme, die einen Nachbau effektiv verhindern (Stichwort: CMS/GMS-Pflanzen) und für die Pflanzenzüchtung von Bedeutung sind. Der Erhalt alter Sorten ist in internationalen Vereinbarungen festgelegt, im Sinne der Nachhaltigkeit und des Erhalts der genetischen Vielfalt als Ressource für die Pflanzenzüchtung.

Es kann doch jeder Anbauer entscheiden, ob er Hybridsorten oder nachbaufähige (=samenfeste) Sorten einer Art verwendet. Bei Raps funktioniert das doch auch, bei Mais theoretisch auch nur blockiert unsere eigene Gesetzgebung die Zulassung als Sorte, weil nicht alle Kriterien im Zilassungprozess erfüllt werden.
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viktualia

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1370

Beitrag von viktualia »

Wäre es möglich, mittels CRISPR die Samenfestigkeit zu verhindern?
Pitu, ich versteh ehrlich gesagt nicht wirklich, wonach du genau fragst, aber vielleicht ist hier was für dich dabei: https://schillipaeppa.net/?s=crispr

Für den Fall, dass deine Frage eher wörtlich gemeint ist, evtl das hier: https://de.wikipedia.org/wiki/CRISPR#Auswirkungen

("Samenfestigkeit" existiert in meinen "Begrifflichkeiten" sowieso nur, wenn die Eltern sich nicht unterscheiden....)
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