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Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Sa 6. Jan 2018, 19:51
von viktualia
Betreibst du einen Podcast für Seelenhygiene ?
Seufz, ja. Also echt.
Wildmohn, bitte wo, in welchem Satz deines verlinkten Artikels, ist eine echte Information enthalten? Das sind doch nur Zusammenfassungen, Vemutungen, willkürliche Aufzählungen, Werbung für einen Fotografen, der Zustände dokumentiert, deren Ursache eine andere Komplexität haben als die Frage, was ein Glyph´Verbot in Deutschland und/oder Europa bedeuten wird. Werbung für einen Fotografen darf gerne emotional sein, das macht sie aber nicht zu einem Argument gegen Glyphosat, Round-up oder den Netzstoffen, nach denen das "riecht".
Mir stinkt das, veflixt. Ich mag kein Gift auf Böden, aber ich mag auch keine Desinformation in Köpfen.

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Sa 6. Jan 2018, 20:05
von Pastinake
Also bitte, viktualia, die Fotos und der Film haben sehr wohl auch mit Glyphosat zu tun.
Auch wenn die Anwendung in Argentinien offensichtlich nicht sachgerecht stattgefunden hat in der Vergangenheit.
Aber das Soja wurde sicher auch in westlichen Ländern verfüttert. Damit ist die Ausstellung und der Film auch EIN Aspekt von Glyphosat.
(Auch wenn der Termin sicherlich auch aus politischen Gründen gerade jetzt gewählt wurde...)

Und Berichte zu dem Thema gibt es auch aus seriösen Quellen wie z.B. hier:
http://www.dw.com/de/argentinien-protes ... a-17213797

Da den Begriff Desinformation zu verwenden ist nicht korrekt.

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Sa 6. Jan 2018, 20:06
von Benutzer 146 gelöscht
ihno hat geschrieben:Ein Forum und auch dieses lebt vom Austausch .
Auch wenn ich nicht mit jedem einer Meinung sein muss, würde mir jeder fehlen der nicht mehr mit dabei ist.
Es ist eben einfach so das Selbstversorgung und Landwirtschaft zwar ähnlich sind aber im Grunde nicht das selbe.
Und Landwirtschaft ist eben nicht das gleiche wie ein Auto bauen oder eine Versicherung verkaufen .
Im Prinzip bin ich Deiner Ansicht, aber ich frage mich manchmal schon, was ein ADAC-Lobbyist in einem Fahrradfahrer-Forum will :hmm:

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Sa 6. Jan 2018, 20:13
von Benutzer 2354 gelöscht
interesant wirds wenn mann weiß das er ein Jahr eine Ausbildung in der Fahradwerkstatt gemacht hat :pfeif:

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Sa 6. Jan 2018, 20:18
von Wildmohn
viktualia hat geschrieben:
Betreibst du einen Podcast für Seelenhygiene ?
Seufz, ja. Also echt.
Wildmohn, bitte wo, in welchem Satz deines verlinkten Artikels, ist eine echte Information enthalten? Das sind doch nur Zusammenfassungen, Vemutungen, willkürliche Aufzählungen, Werbung für einen Fotografen, der Zustände dokumentiert, deren Ursache eine andere Komplexität haben als die Frage, was ein Glyph´Verbot in Deutschland und/oder Europa bedeuten wird. Werbung für einen Fotografen darf gerne emotional sein, das macht sie aber nicht zu einem Argument gegen Glyphosat, Round-up oder den Netzstoffen, nach denen das "riecht".
Mir stinkt das, veflixt. Ich mag kein Gift auf Böden, aber ich mag auch keine Desinformation in Köpfen.
Was muss denn noch kommen, um die toxische Wirkung dieses Giftes auf Mensch und Umwelt zu dokumentieren? Möchte die Dame eine wasserdichte wissenschaftliche Expertise in den Schoß gelegt bekommen? Das wird schwierig sein, denn eine unabhängige wissenschaftliche Studie wird es zu diesem Thema aus bekannten Gründen nicht geben. Es ist ein langer Prozess wie beim Contergan, was mussten die Opfer kämpfen, um Recht zu bekommen...
Hier geht es einzig und allein um Macht. Macht der Großkonzene, die mit ihren Agrarprodukten eine Menge Geld verdienen und die Bauern in die Abhängigheit treiben und damit einen Kreislauf entfachen, der gesamtgesellschaftlich und umwelttechnisch ruinös ist.
Mir stinkt es, dass offensichtlich schädigende Prozesse in unserer Gesellschaft kleingeredet werden und es erst dann zu Veränderungen kommt, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Sa 6. Jan 2018, 20:54
von Benutzer 72 gelöscht
Wildmohn hat geschrieben: Macht der Großkonzene, die mit ihren Agrarprodukten eine Menge Geld verdienen und die Bauern in die Abhängigheit treiben ....
weshalb "Gegen-Glyphosat-Sein" absolut nicht gleichzusetzen ist mit "gegen Bauern-Sein" ! :daumen:

p.s.: ich halte es für eine arge Desinformation in den Köpfen, wenn man meint, ein "Hobbi-ist" müsse nichts können, weil er nicht von dem Geld leben muss, was er mit dem Hobby verdient.

Ich arbeite in erster Linie deshalb, weil meine Arbeit Sinn macht und etwas bewirken soll.
egal, ob ich davon lebe oder nicht.
Ich brauch gewisse Dinge, um zu leben - ja! :)
Aber meine Arbeit tu ich, weil andere davon profitieren bzw. das brauchen, was ich kann.

Und "können" sollte man alles, was man tut (oder zumindest es lernen wollen!), sonst richtet man eventuell großen Schaden an - egal ob man sich als "Hobbi-ist" oder "Profi" bezeichnet

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Sa 6. Jan 2018, 21:46
von MeinNameistHASE
Wildmohn hat geschrieben:Hier ein interessanter Artikel http://www.tagesspiegel.de/kultur/glyph ... 7776.html# über Glyphosat und dessen Folgen in Argentinien.
Ein kleiner Auszug:
"13,4 Millionen Menschen sind in Argentinien unmittelbar von dem Pestizideinsatz betroffen. In diesen Regionen kommen Fehlgeburten, Missbildungen, Atemwegs- und Hauterkrankungen, körperliche und geistige Behinderungen und Nervenkrankheiten überdurchschnittlich häufig vor."
Und das erst, seitdem Glyphosat im Einsatz ist.
Nur mal so eingestreut, um wieder auf das Kernthema zurück zu kommen....
Werde mir die Bilder vor Ort mal anschauen... :pfeif:
Wenn Worte nicht weiterhelfen, dann vielleicht Bilder?
Beschreibe bitte mal, wie in Argentinien Glyphosat eingesetzt wird (Technik, Aufwandmenge usw.) und dann können wir hier gemeinsam entscheiden, ob das vergleichbar zu unseren mitteleuropäischen Bedingungen ist...

Hier in DE gibt es auch einige Glypho-Gegner, die erhöhte Tiersterblichkeit oder so auf den Wirkstoff zurückführen. Das ist meiner Meinung nach aber relativ fragwürdig, da auf vielen der Beispielbetriebe einige Faktoren (Hygiene, Qualität der Haltung und Versorgung usw.) mit Sicherheit negative Auswirkungen hatten.

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Sa 6. Jan 2018, 22:18
von Wildmohn
MeinNameistHASE hat geschrieben: Beschreibe bitte mal, wie in Argentinien Glyphosat eingesetzt wird (Technik, Aufwandmenge usw.) und dann können wir hier gemeinsam entscheiden, ob das vergleichbar zu unseren mitteleuropäischen Bedingungen ist...
Das Glyphosat in Argentinien höchstwahrscheinlich unsachgemäß ausgebracht (z.B. per Flugzeug) wird, wird wohl niemand bezweifeln. Aber die Tatsache, dass das Gift bei unsachgemäßer Anwendung zu solchen Folgewirkungen beim Menschen führt, belegt doch, dass dieses Gift folgenschwere Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen hat!
Was widerlegt die Annahme, dass auch eine sach- und fachgerechte Anwendung im mitteleuropäischen Raum auf Dauer der Zeit nicht doch, wenn auch schleichend, zur gleichen Vergiftungserscheinungen und Symptomen führt ?
Glyphosat löst sich leider nicht in Luft auf, sondern gelangt über die Nahrungskette in unsere Körper und keiner weiß so recht, was es in uns mit uns anstellt. Vielleicht führt es ja zur allgemeinen Verblödung und kriegt es mehr mit... ;)

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Sa 6. Jan 2018, 22:45
von MeinNameistHASE
Die Annahme kann nicht widerlegt werden, da jederzeit eine Wirkung eintritt und ein gewisses Risiko für negative Wirkung besteht.

Ich finde es gut, dass du den Faktor Zeit einbringst. In Europa werden andere Mengen und Methoden verwendet, die zumindest kurzfristig keine signifikanten Auswirkungen zeigen. Abgebaut wird es ja wohl irgendwie?

Dann können wir uns ja vielleicht darauf einigen, dass Glypho langfristig nicht mehr verwendet werden soll? Da würde wahrscheinlich auch jeder Landwirt zustimmen: Eine kurzfristige Hau-Ruck-Aktion mit Verbot bringts nicht, sondern eine längere Umstellungsphase mit Aufbrauch- und Auslauffristen (zwar wieder Bürokratie, aber der Mensch ist doch ein Gewohnheitstier :aeh: )

Wenn Glyphosat zur Verblödung führt, dann haben einige Mitbürger auf dieser Erde aber eine Premium-Abo für das Stöffsche ;)

:flag:

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Sa 6. Jan 2018, 22:49
von Benutzer 4754 gelöscht
Wildmohn hat geschrieben:
MeinNameistHASE hat geschrieben: Beschreibe bitte mal, wie in Argentinien Glyphosat eingesetzt wird (Technik, Aufwandmenge usw.) und dann können wir hier gemeinsam entscheiden, ob das vergleichbar zu unseren mitteleuropäischen Bedingungen ist...
Das Glyphosat in Argentinien höchstwahrscheinlich unsachgemäß ausgebracht (z.B. per Flugzeug) wird, wird wohl niemand bezweifeln. Aber die Tatsache, dass das Gift bei unsachgemäßer Anwendung zu solchen Folgewirkungen beim Menschen führt, belegt doch, dass dieses Gift folgenschwere Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen hat!
Was widerlegt die Annahme, dass auch eine sach- und fachgerechte Anwendung im mitteleuropäischen Raum auf Dauer der Zeit nicht doch, wenn auch schleichend, zur gleichen Vergiftungserscheinungen und Symptomen führt ?
Das ist doch an den haaren herbeigezogen.

Alltagsbeispiel Spülmittel: wenn du das säufst gehts dir auch nicht mehr "so gut".
Willst du deshalb nur mit wasser spülen?
Wenn dann aber bitte nur mit kaltem Wasser, bei unsachgemäßer Verwendung von heißem Wasser drohen schwre gesundheitliche schäden...

Kochst du nudeln (obwohl, kochen mit heißwasser ist ja zu gefährlich) auch immer schön ohne Salz?
Bei unsachgemäßer Verwendung von Kochsalz droht dir der zügige tot...

Wenn du Benzin (Ottokraftstoff) nur als treibstoff für ottomotoren verwendest ist es sinngemäß ungefährlich.
wenn du nun deine Finger mit benzin wäschst (Fett/Öl gehen super weg) steigt die gesundhitsgefahr/dein KREBSrisiko enorm an.

Ok, u fährst n Diesel...
...wenn man Holz mit Diesel einpinselt hält das holz wehsentlich länger,
ist aber für den Pinselschwinger und die Umwelt "weniger gut".

Möchtest du damit
Wildmohn hat geschrieben:
MeinNameistHASE hat geschrieben: Beschreibe bitte mal, wie in Argentinien Glyphosat eingesetzt wird (Technik, Aufwandmenge usw.) und dann können wir hier gemeinsam entscheiden, ob das vergleichbar zu unseren mitteleuropäischen Bedingungen ist...
Das Glyphosat in Argentinien höchstwahrscheinlich unsachgemäß ausgebracht (z.B. per Flugzeug) wird, wird wohl niemand bezweifeln. Aber die Tatsache, dass das Gift bei unsachgemäßer Anwendung zu solchen Folgewirkungen beim Menschen führt, belegt doch, dass dieses Gift folgenschwere Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen hat!
Was widerlegt die Annahme, dass auch eine sach- und fachgerechte Anwendung im mitteleuropäischen Raum auf Dauer der Zeit nicht doch, wenn auch schleichend, zur gleichen Vergiftungserscheinungen und Symptomen führt ?
also aussagen das man Ottokraftstoff, Diesel, Spülmittel, Kochsalz und die Erwärmung von Wasser verbieten soll?