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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 10. Jul 2018, 11:52
von Benutzer 4754 gelöscht
Richard:
Das ist genau das große Missverständnis.

"Der Markt wirds schon regeln" ist das Kredo der Ökonomen, das nennt man auch Neoliberalismus oder Raubtierkapitalissmus (Jean Ziegler )
Auch Richard:
Die Starken kommen durch und die Schwachen brechen weg , so einfach sind die Gesetze des freien Marktes.
Ja was willst du denn nun?
Die freie Marktwirtschaft wo die großen gewinnen werden oder die zwanghaft klein gehaltenen Betriebe in einer "Planwirtschaft"?

Edith:
Mist, Rohana war schneller

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 10. Jul 2018, 12:06
von Benutzer 4754 gelöscht
Was ich eben bei der ganzen Sache nicht verstehe das es schon seit Jahrzehnten ein Bauernsterben gibt und keiner etwas dagegen getan hat. Damals hätten diese Bauern Unterstützung und Förderung gebraucht. Dagegen hat man eigentlich weiter gesteuert was eigentlich auch Heute noch passiert. Groß, größer und noch größer ist Heute die Devise. Hätten doch früher die Förderung auf 500 Hektar deckeln können. Würde doch als Betriebsgröße auch reichen.
Schaue dir Mal Videos aus den 50er-70er Jahren an...
... da waren alle Weichen auf Wachstum gestellt und die Landwirte angesehene Leute.
Die Erträge konnten nicht schnell genug steigen, die Betriebe wurden immer leistungsfähiger und größer.
Vater Staat erkannte das eine starke einheimische Landwirtschaft wichtig ist und förderte diese Entwicklung .
Bis Mitte/Ende der 2000er hielt diese Entwicklung an, seit dem ist die Landwirtschaft zu einem Dorn im Auge geworden die man am besser gestern wie morgen loswerden will.
Aber statt erhlich zu sagen "wir wollen keine heimische Landwirtschaft mehr" senkt man Ausgleichszahlungen, erhöht die Auflagen, verbietet Produktionsmittel, schürt Ängste in der (Stadt-) Bevölkerung und denunziert die Landwirtschaft öffentlich in der Hoffnung das Problem löse sich von selbst.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 10. Jul 2018, 12:38
von Benutzer 72 gelöscht
RichardBurgenlandler hat geschrieben:"Der Markt wirds schon regeln" ist das Kredo der Ökonomen, das nennt man auch Neoliberalismus oder Raubtierkapitalissmus (Jean Ziegler )
Solange man sich diesem Kredo anschließt und das tun mE alle, die sich auf Subventionen verlassen, kann man bis in alle Ewigkeit jammern,
(Hervorhebung durch mich)

Das versteh ich nicht ganz - wenn man Subventionen befürwortet, glaubt man an Raubtierkapitalismus?

Dass man in alle Ewigkeit jammern kann, solange man an den Neoliberalismus glaubt, DAS glaube ich auch! :)

außer.... :hmm: !!! :) :)

Es passiert endlich das:
RichardBurgenlandler hat geschrieben:Alle großen Imperien /Wirtschaftsräume sind auch aus dem Grund untergegangen, weil sie .....
Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.
Oscar Wilde

schöne (hier passende!) Signatur :pft:

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Rohana hat geschrieben:Merkst du deinen Widerspruch eigentlich nicht?
welchen Widerspruch meinst du?

Oelkanne hat geschrieben:Ja was willst du denn nun?
Wer redet hier von "wollen"? Richard hat, wie ich das verstehe, bloß den "Ist-Zustand" beschrieben - oder nicht? :hmm:
Oelkanne hat geschrieben:Edith:
Mist, Rohana war schneller
hihi

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 10. Jul 2018, 13:00
von Benutzer 3370 gelöscht
ina maka hat geschrieben:Das versteh ich nicht ganz - wenn man Subventionen befürwortet, glaubt man an Raubtierkapitalismus?
Ich habe nicht geschrieben befürwortet sondern:

Solange man sich diesem Kredo anschließt und das tun mE alle, die sich auf Subventionen verlassen kann man bis in alle Ewigkeit jammern,

Auf Subventionen verlassen ist ähnlich wie die Schuld auf andere schieben.
Das heißt nicht, dass man als guter Unternehmer auf Subventionen verzichten sollte, das wäre höchst unklug.

Subventionen bis in alle Ewigkeit wird es nicht geben und da ist der klug, der sich rechtzeitig darauf einstellt, sonnst jammert er halt wenn sie wegfallen :aeh:

Auch auf Sozialleistungen bis in alle Ewigkeit kann man sich nicht verlassen (können wir unschwer mit unserer Regierung feststellen)

Ach ja und Ina schreibt es ja ich beschreibe blos den Ist Zusatnd, dass sagt nicht über meine Präferenzen aus, sollte Rohana oder wer anders doch etwas herauslesen wollen, dann ist das Seine/Ihre Interpretation, hat aber mit mir wenig zu tun.

Das einzige was ich sicher weiß ist, das dass was wir in der Vergangenheit gemacht haben uns dahin gebracht hat, wo wir jetzt sind.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 10. Jul 2018, 13:29
von strega
Wachstum ohne Ende war in der Nachkriegszeit in und hipp, heutzutage stehen vielleicht andere Präferenzen an?
Nur Krebs wächst ständig hemmungslos weiter....

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 10. Jul 2018, 14:58
von centauri
Ach Rohana und Ölkanne,
eigentlich passt es für euch doch eh so wie wir jetzt regiert werden. Bei denen ist das genau so alternativlos wie bei euch beiden. Irgendwie kommt es mir so vor das Ihr gar nichts ändern wollt an dem System welches euch gefangen hält weil es bequemer ist.
Aber irgendwann ist es so wie es Richard schreibt, wenns nicht mehr weiter geht ist das Jammern groß.
Alternativen gibt gibt es eigentlich zu Hauf. Was man eigentlich auch daran erkennen kann das es ja eigentlich genügend Leute gibt die etwas anders machen. Neuland gibt es da nur noch wenig.
Aber Nischen gibt es noch einige wenn man sich nur umguckt. ;)

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 10. Jul 2018, 15:00
von MeinNameistHASE
strega hat geschrieben:Wachstum ohne Ende war in der Nachkriegszeit in und hipp, heutzutage stehen vielleicht andere Präferenzen an?
Nur Krebs wächst ständig hemmungslos weiter....

Denk nochmal bitte über deine Aussage nach! Vielleicht wächst dann auch die Erkenntnis, was daran falsch ist...

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 10. Jul 2018, 16:29
von strega
naja, ich meine dass die Wirtschaftswunderzeiten lang vorbei sind, in vielen Köpfen aber selbige noch als Masstäbe herumspuken, wie ein gut laufendes Unternehmen zu sein hat? Immer grösser und grösser und mehr und mehr....
und Geld aus Krediten existiert nur im Computer, das ist virtuelles Spielgeld, sonst nix... heutzutage wohl noch mehr als früher.

das ganze klingt mir nicht sonderlich gesund. Mal diplomatisch gesagt.

oder was meinst du?

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 10. Jul 2018, 17:55
von MeinNameistHASE
Mal ganz platt: Die Weltbevölkerung wächst auch...

Und den Vergleich mit Krebs finde ich aus persönlichen Gründen etwas unpassend... Vielleicht hab ich da etwas unbedacht reagiert :flag:

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 10. Jul 2018, 18:08
von Benutzer 3370 gelöscht
MeinNameistHASE hat geschrieben:Mal ganz platt: Die Weltbevölkerung wächst auch...
Aber nicht exponentiel und unendlich

Wachstum ansich ist ja nicht das Problem, die Frage ist nur was man als Wachstum deffiniert und das ist in der Wirtschaft die Anhäufung von Kapital, und das unterliegt durch die Zinseszins Funktion einem exponentiellen Wachstum.
Eine exponential Funktion strebt der Unendlichkeit zu und so denken wir zur Zeit noch, wenn es um Wirtschaft und dem damit verbundenen Geldsystem geht.