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Re: terra preta
Verfasst: Fr 9. Dez 2011, 12:57
von luitpold
es wird ja nicht angedacht sein TP in naturschutzgebieten auszubringen???
was die landwirtschaft angeht sind die etwas an den haaren herbeigezogenen "nachteile" wohl eher vorteile.
zum geschäftsmodell, "kräuterhändler" verkaufen ihre "ware" ja auch zum markt- und nicht zum selbstkostenpreis.
lg
luitpold
Re: terra preta
Verfasst: Sa 10. Dez 2011, 14:04
von Chaosgarten
Zu meinem Punkt 1 hast du sicherlich Recht, dass die langfristige Stabilität ein Vorteil für die Landwirtschaft ist und man das nicht im Naturschutzgebiet macht. Bei einer Stabilität über unter Umständen mehrere tausend Jahre, würde eine großflächige Anwendung aber den Charakter ganzer Regionen verändern, völlig unabhängig wie und ob die Nutzung dann ist.
Die Kritik an den weiteren Punkten als pauschal an den Haaren herbeigezogen kann ich noch nicht ganz nachvollziehen.
Der ganze Bereich ist einfach noch zu wenig erforscht, um mögliche Risiken ohne Untersuchung vom Tisch zu fegen. Wendet man die Methode z.B. weltweit im großen Maßstab an, könnte das sogar massiven Einfluss auf das Klima haben, da die Böden weniger Licht reflektieren und die Erde sich stärker erwärmen könnte...
Insgesamt sehe ich durchaus Vorteile und Chancen in Terra Preta, nur das Allheilmittel wird es aus meiner Sicht wegen der hohen Kosten und des hohen Biomassebedarfs weder gegen Nahrungsmittelknappheit noch gegen den Klimawandel sein.
Re: terra preta
Verfasst: Sa 10. Dez 2011, 18:32
von hobbygaertnerin
Hi Chaosgarten,
für den grossflächigen Einsatz von Holzkohle auf Ackerflächen fehlen Erfahrungswerte und es ist schlichtweg nicht bezahlbar.
Auf einer Gartenfläche ist der Holzkohlenanteil überschaubar.
Ich hab etliche Hochbeete, die Verbindung von Holzkohlenkompost und den Hochbeeten ist arbeitssparend und rückenschonend, ausserdem ist das Gemüse ganz versessen darauf.
Hab in deinen Blog geschaut, in den blauen Tonnen ist die Bokashibereitung deswegen schwierig, weil das Festtreten übersehen wird.
Wenn ich z.B. in der Regentonne Bokahsi mache, dann kommt nach dem Festtreten eine dünne Unterziefolie auf die Masse, dann entweder eine dicke Schicht Sand oder Wasser, die Unterziehfolie bei Wasser wird doppelt genommen.
Gutes Bokashi muss genauso sorgfältig gemacht werden, wie gute Silage, eben eine gute Milchsäurefermentation. Perfektes, luftdichtes Abdecken ist unbedingt notwendig. Damit befasse ich mich von berufswegen her.
Und deine Bedenken wegen Bodenversauerung- etwas Algen oder Muschelkalk gehört genauso in den Kompost wie in das Bokahsi.
Was dann wächst- ist ein Phänomen.
Ich fand den Artikel in der Zeit ganz interessant.
Aber solange Humus von den Böden entfernt wird, um daraus Kiesbeete zu machen, darauf ein paar mickrige Wüstenpflanzen dahinvegetieren,
ist das Thema Terra Preta so weit vom normalen Leben.
Das Thema Bodenfruchtbarkeit wird das Thema der Zukunft werden, hoffentlich kapieren wir noch rechtzeitig um diesen Wert zu schützen.
Gruss
hobbygaertnerin
Re: terra preta
Verfasst: Sa 10. Dez 2011, 20:42
von Chaosgarten
Hallo Hobbygaertnerin,
danke für die Hinweise zur Fermentation. Mittlerweile bin ich davon etwas ab, denn die Kompostierung mit Holzkohle hat nach meinem Dafürhalten eine tolle Erde gebracht und es ist einfach wesentlich weniger arbeitsintensiv und kompliziert. Hast du für deine Hochbeete Bokashikompost mit Holzkohle oder Kompost + Holzkohle, oder mit kompostierte Holzkohle genommen? Hast du eventuell von vorher einen Vergleich mit Komposthochbeeten ohne Holzkohle?
Momentan ist das Interesse noch eher gering und selbst wenn es heute wirtschaftlich wäre, würde es wohl kaum Anklang finden. Ich denke aber, dass die Geschichte auch wissenschaftlich mehr in Schwung kommt, wenn die Düngerpreise weiter steigen.
Re: terra preta
Verfasst: Sa 10. Dez 2011, 22:33
von luitpold
Chaosgarten hat geschrieben:Bei einer Stabilität über unter Umständen mehrere tausend Jahre, würde eine großflächige Anwendung aber den Charakter ganzer Regionen verändern......
ja und wo ist das problem? die menschheit hat seit anbeginn den sie umgebenden lebensraum verändert. der deutsche wald, die bergbauerndörfer in den alpen, überall wo klöster sind gab es rundherum eingriffe in die natur, und klöster waren bzw sind überall.
Chaosgarten hat geschrieben:Der ganze Bereich ist einfach noch zu wenig erforscht, um mögliche Risiken ohne Untersuchung vom Tisch zu fegen.
aber es wird weltweit daran geforscht. die schwarzerdegebiete sind zumindest ein beweis für das möglicherweise überschaubare "risiko".
http://www.atb-potsdam.de/hauptseite-de ... ai2010.pdf
Chaosgarten hat geschrieben:Wendet man die Methode z.B. weltweit im großen Maßstab an, könnte das sogar massiven Einfluss auf das Klima haben, da die Böden weniger Licht reflektieren und die Erde sich stärker erwärmen könnte...
oder die böden sind wegen den eigenschaften der kohle nährstoff- und wasserhaltiger und dichter bewachsen. der bessere wasserhaushalt und der bewuchs verhindern die verstärkte sonneneinstrahlung???
Chaosgarten hat geschrieben:das Allheilmittel wird es aus meiner Sicht wegen der hohen Kosten und des hohen Biomassebedarfs weder gegen Nahrungsmittelknappheit noch gegen den Klimawandel sein.
allheilmittel dürften überhaupt sehr selten sein.
aber sieh es einmal andersrum. irgendwann werden die fossilen knapper, dann bleiben neben sonne und wind nur die biomasse. wäre doch sehr blöd diese nur zu verheizen und die vielen anderen möglichkeiten nicht zu nützen. zumindest die übernächste generation der biomasse-nahwärmenetze wird aus biokohleretorten nachgeschalteten kraftwärmekopplungen bestehen. damit wird biokohle strom und nahwärme hergestellt, aus stroh hackschnitzel oder klärschlamm..... der poster holzgaser baut solche anlagen jetzt schon.
chemische rohstoffe werden auch benötigt, da wird auch einiges aus der biomasse herausgekocht, zurück bleibt biokohle und abwärme.
für kleinstanwendugen gibt es schon längst marktreife biomassekocher die nur das aus dem holz austretende gas verbrennen, die biokohle bleibt als rohstoff für anderes zurück.
http://biochar-store.biocharproject.org ... 24x768.jpg
lg
luitpold
Re: terra preta
Verfasst: So 11. Dez 2011, 07:56
von hobbygaertnerin
Hallo Luitpold,
gibt es solche Teile käuflich zu erwerben?
Ich hätte gerne die Wärme bei der Holzkohlherstellung genutzt, am liebsten wäre mir ein Backofen oder ähnlich, damit für die Biokohle nicht wieder ein Teil der Energie verpufft.
@chaosgarten, ja, ich hab seit 4 Jahren mit den Hochbeeten herumprobiert.
Aber entstanden ist das Ganze aus einem Zufall,
das grosse Hochbeet war ziemlich zusammengesackt und hätte eine ganze Menge Erde zum Auffüllen gebraucht.
Die Erde in Säcken zu kaufen war mir erstens zu teuer und zweitens was da alles reinkommt????
Mein Mann wollte mir Erde vom Komposthof holen, aber wir hatten vor ein paar Jahren schon damit gearbeitet und seither hab ich überall ein bestimmtes Unkraut, das mich den letzten Nerv kostet.
Deshalb kam ich auf die Idee, die oberste Schicht der Hochbeeterde wegzunehmen, mit Mist aufzufüllen, den festzutreten und wieder die Erde daraufzugeben.
Das Hochbeetwachstum war schon um einiges besser, dann war ich in einem Vortrag von Pieplow und mir sind diese Bilder mit den grossen Tongefässen, die in der Erde vergraben waren, nicht mehr aus dem Kopf gegangen.
Da ich schon seit vielen Jahren mit EM und Bokashi umgehe, war der nächste Versuch, die Holzkohle zuerst in einer Zuckerwasser-Güllemischung sich richtig vollsaugen lassen und dann eine grosse Regentonne mit allem zu befüllen, was nach meinem damaligen Wissensstand zu gutem Bokashi führen sollte.
Bokashi ist für mich der gleiche Ansatz wie die Silageherstellung und damit kenne ich mich berufsbedingt relativ gut aus.
Deine blauen Tonnen hab ich auch, sie sind nur schwierig zu entleeren, festtreten ist auch nicht ganz einfach.
Der Unterschied von Holzkohlenkompost und Holzkohlenbokashi ist meiner Meinung nach- die Energie.
Kompost erwärmt sich und verliert dabei bei der Umsetzung ganz schön Wärmeenergie,
Bokahsi erwärmt sich nur leicht, ich gebe es aber dann nicht oben als Kompost auf die Erde, sondern vergrabe die Masse, das Bokashi setzt sich im Boden mit den Mikros um, die dabei entstehende Wärme ist die Hochbeetfussbodenheizung.
Ich möchte jetzt ausprobieren, wenn ich die Hochbeete wieder auffülle, dass ich von dem vererdeten Bokashi dann oben auf die Beete gebe.
Was mir nur aufgefallen ist, es wird immer auf die Lufttemperatur geachtet, genügend Feuchtigkeit im Boden, aber die Bodentemperatur wird eigentlich nur am Rande, wenn überhaupt- zur Kenntnis genommen.
Für nächstes Jahr hab ich mir vorgenommen, mit dem Bodenthermometer genauer darauf zu achten.
In den Ländern, in denen Terra Preta ursprünglich hergestellt worden ist, war das Vergraben wohl eher aus ganz anderen Aspekten wichtig, die Feuchtigkeit und Wärme wäre die Brutstätte für Krankheiten und die Umsetzung der Biomasse geht dort in viel schnellerem Maß von statten.
Wir haben eher das Problem, dass die Wachstumszeit viel kürzer ist.
Besonders, wenn man die Beet mulcht, dann sieht man, wie lange es dauert, bis sich der Boden erwärmt.
Ich hab heuer aus Zufall am gleichen Tag Kohlpflanzen auf das Hochbeet und ins normale Gartenbeet gepflanzt, beide Beete wurden mit Gartenvlies abgedeckt,
ansonsten war alles gleich, passende Fruchtfolge, Giessen, der Hochbeetkohl war um 4 Wochen eher erntereif und der Geschmack war viel zarter.
Dieses Prozedere kenne ich vom Mistbeet, dort wächst auch alles viel schneller und man kann früher mit dem Pflanzen beginnen.
Der Vorteil, 3 Ernten sind möglich, man braucht weniger Fläche, die Bewirtschaftung ist einfacher und man braucht sich nicht so viel bücken.
Ausserdem ist der Erfolg mit Fussbodenheizung von unten und Mulch von oben auch deshalb grösser, weil die Wärme im Beet gehalten wird und den Bodenmikros scheint eine warme Bude wesentlich besser zu behagen.
Was ich noch genauer beobachten möchte, wie den Regenwürmern diese Fussbodenheizung passt- im Sommer fand ich wenige in den Beeten, gut, im August sind sie sowieso immer tiefer in der Erde, im November fand ich jede Menge Regenwurmhäufchen auf den Beeten, jetzt hoffe ich, dass sie über den Winter fleissig an das Mulchmaterial gehen.
Meine Vermutung, die Holzkohle bindet nicht nur Nährstoffe, sondern auch die bei der Umsetzung entstehenden Umsetzungsprodukte, die ohne Holzkohle eher wurzelschädigend sind.
Und durch das Einweichen in Melasse oder Zucker bauen sich vermutlich eher Mykhorizzapilze im Boden auf.
Allerdings sind das nur meine Vermutungen, ich hab eben nur gesehen, dass heuer das Wachstum um Längen besser war, als ich es in den vielen Jahren Kompostwirtschaft erlebte.
Von den wenigen Quadratmetern 5 Schubkarren Kürbisse, so eine Ernte hatte ich noch nie. Sonst hatte ich immer höchstens 3.
Es kann natürlich nur reiner Zufall sein und nächstes Jahr ganz anders laufen.
Deshalb freu ich mich auf das nächste Gartenjahr und auf die Beobachtungen und Erfahrungen.
Gruss
hobbygaertnerin
Re: terra preta
Verfasst: So 11. Dez 2011, 11:24
von Chaosgarten
Okay, für ein Mistbeet (Seymour beschreibt es mit Mist, sagt aber, dass Kompost notfalls auch geht, aber weniger bringt) ist natürlich Bokashi besser, weil noch nicht so viel Biomasse in Wärmeenergie umgesetzt wurde. Der Logik folgend sollte dann allerdings frische Biomasse mit Kohle denselben oder einen besseren Effekt haben. Wenn man etwas Komposterde beimischt und so für einen schnellen Start sorgt, sollte der Effekt mit Bokashi-Kohle vergleichbar sein, denn dort ist die Kohle zwar schon stark besiedelt, aber vorwiegend mit den Milchsäurebakterien aus der Fermentation, die im Boden schnell absterben.
Ich glaube, ich werde auch mal ein Komposthochbeet ausprobieren. Im Grunde muss man ja nur eine Kompostmiete schnell befüllen und dann eine Schicht Erde drübermachen.
Du hattest also zuerst Hochbeete nur mit Erde? Oder waren das auch schon Komposthochbeete nur ohne Kohle?
Kürbis liebt Kompost, meist wird er direkt draufgepflanzt und bringt dann sehr gute Erträge, wenn die Schnecken ihn nicht killen... Als Starkzehrer mag er einfach die vielen verfügbaren Nährstoffe. Ich befürchte, dass auf diesen Aspekt die Holzkohle keinen nennenswerten Effekt hat, solange der Kompost noch in genügender Menge Nährstoffe freisetzt.
@luitpold: Ich stimme völlig mit dir überein, dass das Risiko "möglicherweise" Überschaubar ist. Die geringere Reflexion bei Bewuchs ist in der Landwirtschaft jedenfalls nicht durchgängig und vielleicht auch nicht in dem Maße stärker als mit Kunstdünger. Eisbären haben ja auch eine dunkle Haut, was sich trotz der weißen Behaarung energetisch zu lohnen scheint. Selbst in einem Maisfeld ist es auf dem Boden ja nicht völlig dunkel. Man weiß es eben nicht mit Sicherheit, daher sollte man e herausfinden. Vermutlich wird sich das Problem schon wegen der angesprochenen Kosten/dem Aufwand nie stellen.
Natürlich wirkt der Mensch schon lange auf die Umwelt ein. In dem Ausmaß aber erst seit einigen hundert Jahren und seit rund 200 Jahren besonders stark insbesondere auf den Boden. Folge sind die bekannten Probleme der Bodenverarmung durch Erosion, Verdichtung und Versiegelung. Ich wage aber zu behaupten, dass es (solange es nicht zu einer Wüstenbildung gekommen ist) nicht so lange dauert, bis der Boden sich davon erholt hat, wie es dauert bis die Holzkohle abgebaut wäre. Die Veränderung ist also "nachhaltiger".
Terra Preta scheint eine tolle Sache zu sein, aber es gibt bei allen tollen Sachen immer auch irgendwo einen kleinen Haken, den man finden und in der Planung berücksichtigen sollte. Ich denke aber auch, dass der Haken hier nicht so groß ist, solange man nicht an anderer Stelle Raubbau betreibt, um das Konzept umzusetzen.
Re: terra preta
Verfasst: So 11. Dez 2011, 11:46
von luitpold
gibt es solche Teile käuflich zu erwerben?
Ich hätte gerne die Wärme bei der Holzkohlherstellung genutzt, am liebsten wäre mir ein Backofen oder ähnlich, damit für die Biokohle nicht wieder ein Teil der Energie verpufft.
ja gibt es, so um die 100€ plus transport.
aber stell einmal einen alten kochtopf gefüllt mit holzschnitzel und deckel darauf in den kaminofen. etwas holz und anzündematerial drumrum und einheizen, solange das feuer instandhalten bis qualm aus dem kochtopf austritt. das gas verbrennt, du hast die wärme und im topf bleibt die kohle.
aber vorsichtig sein, das kann ein ganz schön beeindruckendes flammenbild geben. also mit einen kleinen topf anfangen.
lg
luitpold
Re: terra preta
Verfasst: So 11. Dez 2011, 11:55
von luitpold
Chaosgarten hat geschrieben: Vermutlich wird sich das Problem schon wegen der angesprochenen Kosten/dem Aufwand nie stellen.
die kosten werden überschaubar sein wenn es notwendig wird vermehrt biomasse als industrierohstoff einzusetzen, dh sie sinken deutlich wenn die entsprechenden anlagen gebaut sind.
sonst sehe ich TP ähnlich wie du.
lg
luitpold
Re: terra preta
Verfasst: So 11. Dez 2011, 13:08
von hobbygaertnerin
Hallo luitpold,
der Kaminofen steht auf der Wunschliste, genauso wie der Holzbackofen

.
Deswegen bin ich auf der Suche nach einer sinnvollen Möglichkeit, die enstehende Wärme bei der Holzkohlenproduktion nebenbei zu nutzen.
@Chaosgarten, ich hab mit ganz normalen Hochbeeten angefangen, den Rasensoden beiseite gelegt, dann mit Ästen und Baumschnitt befüllt, dann mit Holzhäcksel,
Laub, Rasensoden, halbfertigen Kompost und darauf die gute Erde.
Die nachfolgenden Hochbeete sind mit Holzhäcksel, Rasensoden, und wie oben gefüllt,
die letzten Hochbeete hab ich nach einem amerikanischen Buch gebaut und mit Bokashi gefüllt, darauf die Erde für das Pflanzenwachstum.
Ein Hochbeet nur mit Erde, das kann ich mir nicht gut vorstellen, das sackt zusammen und versauert.
Ich vermute, dass die Holzkohle zu den vielen positiven Wirkungen, die man ihr nachsagt, noch eine weitere hat- sie bindet Giftstoffe.
Und bei der Umsetzung von Mist bzw. Kompost sagt man ja auch, dass nur reifer Mist oder Kompost an die Pflanzenwurzeln soll.
Nächstes Jahr kommen die Kürbisse auch wieder nach dem gleichen System in den Garten.
Für das kommende Gartenjahr werde ich mir auch noch das Gewächshaus vornehmen und dort Hochbeete zimmern, ich hab ein Jahr Bodentemperatur Hochbeet und Gewächshaus immer wieder verglichen, das Pflanzenwachstum spricht hier die eindeutige Sprache.
Die früheren Mistbeete waren eine geniale Möglichkeit der Ernteverfrühung. Heute ist Mist nicht mehr so leicht verfügbar, da wäre doch das Komposthochbeet eine sinnvolle Nachfolge. Nur - es fällt auf einmal nicht soviel Masse zum Kompostieren an, besonders im Frühjahr zur Bodenerwärmung bräuchte man den neu aufgesetzten Komposthaufen.Hochbeete sind inzwischen in dem einen oder anderen Garten anzutreffen, überall höre ich die gleiche Klage, das Hochbeet sinkt ab und muss immer wieder aufgefüllt werden. Im Herbst fällt jede Menge Kompostmaterial an und die Wärme verpufft im Komposthaufen über der Winterzeit.
Mit Bokashi hat man einen praktischen Kompostvorrat.
Es gibt noch das eine oder andere alte Buch über alte Gartenkulturen, dort findet man den einen oder anderen Hinweis.
Die Menschen hatten sich auch früher mit der Bodenfruchtbarkeit beschäftigt, ohne diesen schnellen Austausch wie wir es heute haben, hat sich doch scheinbar aus irgendwelchen Gründen das Wissen um diese Bodenfruchtbarkeit immer wieder verbreitet.
Und irgendwann wurde es wieder vergessen und dann wiedergefunden.
Gruss
hobbygaertnerin