Thurnus hat geschrieben:Durch Wahlen wird sich nichts ändern.
Solange die Demokratie nach Churchill "die am wenigsten schlechte Staatsform" ist, muss man damit leben, immer in der Minderheit zu sein. Man sollte darauf hin wirken, das politische System
für alle so umzuorganisieren, dass die Fremdbestimmung auf das absolute Minimum beschränkt wird. In der Schweiz macht man das etwas weniger schlecht als in den meisten anderen Ländern.
Thurnus hat geschrieben:Man kann sich jedoch selbst ändern und einfach nicht mehr mitmachen.
Das ist erstens sauschwer und zweitens klappt das nur solange man jung und gesund ist. Ich bin nur noch selbständig lebensfähig, weil "das System" mich schon ein paar Mal repariert hat. Kein Zahnarzt? Keine Operation eines Blinddarms oder einer Bandscheibe? Sprit fürs Auto selbermachen, und das Auto grad auch noch mit dazu? Kinder selber unterrichten? Wer garantiert letztlich, dass Du (im Rahmen des geltenden Rechts) über Dein Eigentum selber verfügen kannst?
Thurnus hat geschrieben:Desweiteren kann man sich mit jenen zu Netzwerken zusammenschliessen die ähnlich denken und eine eigene Währung verwenden die ausschliesslich dieser alternativen Gemeinschaft nutzt.
Das macht alles Sinn, aber Steuerboykott ist wie Schwarz fahren. Deshalb zahle ich, was ich muss, wähle, wie ich es für richtig halte, versuche, möglichst wenig für diejenigen zu tun, die von eigenleistungslosem Einkommen leben, mache an denjenigen gemeinschaftlichen Dingen mit, die ich für sinnvoll halte, auch wenn sie "vom System" sind, und hoffe, nie darauf angewiesen zu sein, mehr zurückzubekommen, als ich insgesamt bezahlt habe.
Bitte macht Euch nichts vor: Wenn man in einem Land lebt, wo mehr als 10 Einwohner auf den Quadratkilometer kommen, dann MUSS man sich mit den anderen auseinandersetzen, auch wenn man eigentlich keine Lust dazu hat.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.