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Re: Wölfe

Verfasst: Di 27. Nov 2018, 17:11
von emil17
ach Rati, Edermühle, nun lasst Euch nicht nerven.
Nur ungefestigte Charaktere lassen sich durch unbequeme Fakten von ihrem Weltbild abbringen.
Darüber haben sich schon die antiken Philosophen beklagt.
Es ändern sich die Zeiten, aber nicht die Menschen.

Um das zu vermeiden, muss man sich zum Anwalt der Gegenseite machen. Die Meinungsverschiedenheiten kommen bei sonst vernünftigen Menschen oft bloss daher, dass man nicht vom Gleichen redet, aber das nicht merkt, weil man zwar die gleichen diskussionkritischen Begriffe, aber diese nicht im Sinne des Diskussionsgegners verwendet.
Denn die menschliche Natur bringt es mit sich, daß wenn beim gemeinsamen Denken, d.h. Mitteilen von Meinungen A erfahrt, daß B’s Gedanken uber denselben Gegenstand von seinen eigenen abweichen, er nicht zuerst sein eignes Denken revidiert, um den Fehler zu finden, sondern diesen im fremden Denken voraussetzt: d.h. der Mensch ist von Natur rechthaberisch (A.Schopenhauer, in "Die Kust, recht zu behalten")
Im Falle "des Wolfes" scheint es mir so zu sein, dass der Gegensatz zweier Auffassungen von der selben Sache schwer zu vereinbaren sind:
Hier der Nutztierhalter, der sein Gut vor Verderb schützen will, wie das schon seit jeher üblich und richtig war.
Dort der naturfern lebende Stadtmensch mit einem idealistisch-verklärenden Weltbild, in welchem wie beim Paradies der Zeugen Jehovas alle Lebewesen immerfort friedlich nebeneinander leben.

Im Schweizer Zivilgesetzbuch (entspricht dem deutschen BGB) gibt es den Begriff des Notstandes: "Beim rechtfertigenden Notstand begeht der Abwehrende eine strafbare Tat zur Abwendung einer unmittelbaren Gefahr, mit dem Ziel, ein hochwertiges eigenes oder fremdes Rechtsgut zu retten. "(Wiki)
Nun wird derjenige, für den sowohl Raubwild wie auch Nutztiere keine alltägliche Bedeutung haben, leicht anderer Meinung sein darüber, welches Rechtsgut im Notstandsfall höherwertig sei, als derjenige, der selber Nutztiere hält.
Das kann von "Hab dich nicht so, bist ja versichert" bis zur Behauptung gehen, der Nutztierhalter nehme dem Wild mit seiner Tierhaltung Lebensraum weg.

Re: Wölfe

Verfasst: Mi 28. Nov 2018, 11:09
von Rati
emil17 hat geschrieben:...Im Falle "des Wolfes" scheint es mir so zu sein, dass der Gegensatz zweier Auffassungen von der selben Sache schwer zu vereinbaren sind:
Hier der Nutztierhalter, der sein Gut vor Verderb schützen will, wie das schon seit jeher üblich und richtig war.
Dort der naturfern lebende Stadtmensch mit einem idealistisch-verklärenden Weltbild, in welchem wie beim Paradies der Zeugen Jehovas alle Lebewesen immerfort friedlich nebeneinander leben..
:mrgreen: ist das nicht leider immer so emil?
Und dann gibt es halt noch solche wie mich, die versuchen eine Verbindung zwischen den Seiten herzustellen und dabei die Prügel von beiden Seiten einstecken müssen. (siehe mein traed https://www.selbstvers.org/forum/viewto ... 30&t=18618 ) :aeh:

Grüße Rati

PS: im Paradies der Jehovas ist übrigens auch nur Platz für ne begrenzet Anzahl guter Christen (also Jehovas natürlich ) und die werden dann Chef von all den anderen Unwürdigen, die auf der Erde wiedergeboren werden.
Is ne komplizierte Geschichte und ich brauchte einige Sitzungen ums zu verstehen. :lol:

Re: Wölfe

Verfasst: Mi 28. Nov 2018, 21:47
von MeinNameistHASE
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/59459/4128715

Steinfeld/Tarmstedt. Am Dienstagvormittag ist ein 55-jähriger Arbeiter der Gemeinde Bülstedt im Landkreis Rotenburg während der Pflege der Grünanlage am Friedhof in Steinfeld von einem Wolf gebissen worden. Der Mann habe während seiner Arbeiten am Zaun gekniet und mit seiner Hand nach hinten gefasst. Plötzlich stellte er fest, dass sie scheinbar von hinten gehalten wurde. Er blickte sich um und erkannte einen Wolf, der nach seiner Hand geschnappt hatte. Drei weitere Wölfe eines Rudels hätten die Aktion mit etwas Abstand beobachtet. Der 55-Jährige habe sich befreien und die Wölfe vertreiben können. Später habe sich der Mann mit leichten Verletzungen an seiner Hand in ärztliche Behandlung begeben.


:eek:

Auf die Reaktionen bin ich gespannt...

Re: Wölfe

Verfasst: Mi 28. Nov 2018, 23:33
von Hildegard
Das waren "sicher " streunende Hunde. ;)

Re: Wölfe

Verfasst: Do 29. Nov 2018, 00:11
von Gelöschter Benutzer 54
Rati hat geschrieben: PS: im Paradies der Jehovas ist übrigens auch nur Platz für ne begrenzet Anzahl guter Christen (also Jehovas natürlich ) und die werden dann Chef von all den anderen Unwürdigen, die auf der Erde wiedergeboren werden.
Is ne komplizierte Geschichte und ich brauchte einige Sitzungen ums zu verstehen. :lol:
144.000 ist die zahl der sog. 'auserwählten' dazu. allen anderen ist ein leben eines SV ohne technik, in etwa vergleichbar mit den amish, prognostiziert.

Re: Wölfe

Verfasst: Do 29. Nov 2018, 05:12
von hobbygaertnerin
Ich weiß nicht, wie so ein Wolfrudel reagiert, wenn es wirklich mal grösseres Magenknurren hat? Vermute aber mal, dass diese Kolleratalschäden unter die allgemeine Wolfsbegeisterung fallen werden. Ist ja nix passiert, der Wolf wollte bloss spielen.
Vielleicht kann man auch mal für die Wolfis Futter Spenden so wie man es jetzt für die Hundetafel machen kann?

Re: Wölfe

Verfasst: Do 29. Nov 2018, 06:57
von Benutzer 2354 gelöscht
klein ihno sagte vorhin ist ja gut das es auf dem Friedhof passiert ist da konnte der mann ja gleich dableiben. :eek:

Re: Wölfe

Verfasst: Do 29. Nov 2018, 08:50
von Rati
MeinNameistHASE hat geschrieben:...Auf die Reaktionen bin ich gespannt...
Beitrag zurückgenommen, war blödsinn. :rot:

Re: Wölfe

Verfasst: Do 29. Nov 2018, 09:11
von ohne_Furcht_und_Adel
55-jähriger Arbeiter der Gemeinde Bülstedt im Landkreis Rotenburg während der Pflege der Grünanlage am Friedhof in Steinfeld von einem Wolf gebissen
Hatte ich auch vorhin gelesen. Diese Frech"dachse", die haben wohl keinen Respekt mehr vor Gärtnern und noch nie eine Aluschaufel abbekommen! Wenn mir das bei der kommunalen Grünpflege mal unterkommt und ich habe zufällig ein Werkzeug zur Hand, z.B. einen Hammer beim Zaunbau, dann junkt aber einer.
Im Falle "des Wolfes" scheint es mir so zu sein, dass der Gegensatz zweier Auffassungen von der selben Sache schwer zu vereinbaren sind:
Hier der Nutztierhalter, der sein Gut vor Verderb schützen will, wie das schon seit jeher üblich und richtig war.
Dort der naturfern lebende Stadtmensch mit einem idealistisch-verklärenden Weltbild, in welchem wie beim Paradies der Zeugen Jehovas alle Lebewesen immerfort friedlich nebeneinander leben.
Im Falle der normalen Selbstversorger sieht das so aus, daß man plündernde Tauben oder Wühlmäuse und Hühner schlagende Habichte verjagen oder anders vorübergehend loswerden will, aber natürlich räumt man diesen Arten ihr Daseinsrecht ein! Ich wäre alarmiert, wenn der Fuchs bei mir Hühner holen würde und würde alle möglichen Gegenmaßnahmen erwägen. Trotzdem hat es mich bestürzt, als ich mit dem Auto ein paar Straßen weiter einen Fuchskadaver umfahren mußte. Mein Nachbar hat tatsächlich Verluste durch den Habicht, aber sein Haß auf die Art betrifft nur die direkte Umgebung seiner Hühner. Ich glaube nicht, daß er z.b. in seinem Brennholzwald Giftköder auslegt, damit so was ja nie wieder vorkommt.

Der Wolf muß sich ja Beute suchen (klar, außer im Paradies der Zeugen Jehovas, aber wir leben ja noch), aber ihm muß in einer ihm verständlichen "Sprache" klargemacht werden, daß das in Umgebung des Menschen eigentlich zu gefährlich ist. Wenn der Druck auf die Nutztiere aufgrund zu vieler Rudel dann immer noch zu hoch ist, muß der Bestand halt reguliert werden. Möglicherweise wird man in bestimmten Gebieten festlegen, daß sie zu intensiv durch Mensch und Vieh genutzt werden, als daß man dort ein Rudel tolerieren könnte; regelmäßige Zusammenstöße wären vorprogrammiert. Wahrscheinlich wird es aber auch Wolfs- Schutzgebiete geben, die als voll geeignet für die dauerhafte Ansiedlung des Wolfs gelten oder dazu entwickelt werden. Die Schäfer in abgelegenen Gegenden werden in jedem Fall das Recht bekommen müssen, Wölfe selbständig abzuwehren. Nachts kommen die Tiere in den Stall, wenn keine geeigneten Schutzhunde zur Hand sind.

Re: Wölfe

Verfasst: Do 29. Nov 2018, 09:13
von Rati
Wenn es ein Wolf war, was ja laut Aussage des Mannes sehr wahrscheinlich ist, muß er/sie natürlich getötet werden.
@ ohne_ Furcht _und_ Adel, :daumen: aber der Frechdachsscherz wird wohl zum Shitstorm führen.

Grüße Rati