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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Sa 7. Jul 2018, 13:00
von Benutzer 3370 gelöscht
Eu Subventionen dienen in erster Linie den Pharma, Saatgut und Maschinenherstellern. Ohne subventionierte Landwirte wären diese Firmen alle arbeitslos.
Würden Lebensmittel das kosten was sie bei Kostenwahrheit kosten müssten gäbe es einen Aufstand. In Eu wird das verdeckt über Subventionierung der LW, die letztendlich der Steuerzahler, also der Konsument bezahlt gemacht, damit alle das Ok finden, die armen Landwirte müssen doch auch leben können.
In Indien geht man da andere Wege, da wird mit Blick auf eine wertvolle Zukunft in Biolandwirtschaft investiert. Das könnte die Eu auch machen nur da werden halt andere Maßstäbe angesetzt. Das Gesetz des Geldes ist göttlich. Menschenverachtende Politik eben
Naja vielleicht muss es ja in Eu auch zu Massenselbstmorden unter der Landbevölkerung kommen, bis man einlenkt.
Aber wenn ich mir da so die Politik und die Menschen ansehe

Sollange auf dem Webergrill für € 800.-, das Würstel für 32 Cent und das Schweine-Steak für Kg € 2,95.- liegt, ist die Welt in bester Ordnung, hauptsache der SUV ist vollgetankt.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Sa 7. Jul 2018, 14:17
von Rohana
Der Punkt ist halt dass die Milchmenge nicht mehr wird (je mehr auf Bio umsteigen, desto weniger eigentlich!), aber der *Anteil* an Bio vom Markt nicht aufgenommen wird. Ich erwähne das ja öfter: Wenn alle, die Bio fordern, auch Bio kaufen würden, dürfte dieses Problem ja nicht auftreten... da braucht man gar nicht mit Subventionen oder sonstwas anzufangen.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Sa 7. Jul 2018, 15:12
von strega
wie war das früher mit den Milchseen und Butterbergen? Gibts die heutzutage wirklich nicht mehr und wird da alles aus der Milchwirtschaft tatsächlich verkauft und konsumiert? Oder ist die Produktionsmenge eh überkandidelt?
Wär ne Gesundschrumpfung vielleicht eh heilsam, was ich stark annehme?
Und ist zuviel artfremde Milch ständig und immer nicht eh eher schädlich für menschliche Existenzen?....
aber das sind Fragen, die den Markt eher nicht interessieren, da muss auf Deibel komm raus produziert werden wahrscheinlich, egal was....

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Sa 7. Jul 2018, 15:13
von Benutzer 3370 gelöscht
Soso, kein Absatz also ?
Warum dann das ?
Biofach Nürnberg hat geschrieben:
Export für heimische Biobranche essentiell
Rund ein Drittel der weltweiten agrarischen Exporte Österreichs geht zu unseren deutschen Nachbarn,
....Butter und Käse liegen mit einem Anteil von 9% leicht über dem Durchschnitt aller Warengruppen,
quelle:
http://blickinsland.at/export-fuer-heim ... ssentiell/
Weil es in Deutschhland zuviele Biobauern und zu wenig Nachfrage gibt

logisch oder ?
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Sa 7. Jul 2018, 16:23
von centauri
Sowas kommt dabei raus wenn sich verschiedene Interessengruppen sich ihre Welt zurecht schreiben.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Sa 7. Jul 2018, 17:49
von Benutzer 3370 gelöscht
Weil es keinen Markt für Bio gibt werden in Deutschland die Ökoanbauflächen und die Anzahl der Betriebe seit 1996 stetig mehr.

(
https://www.oekolandbau.de/service/zahl ... kolandbau/ )
nicht viele aber immerhin

Produzieren die alle für die Grube und aus lauter Lust an der Freud ?
Wenn es Jahr für Jahr mehr Betriebe werden, die auf Bio umstellen und Jahr für Jahr einige aufhören, dann bedeutet das nach Adam Riese und Eva Zwerg, dass mehr Betriebe anfangen als aufhören, oder ?
Die Starken kommen durch und die Schwachen brechen weg , so einfach sind die Gesetze des freien Marktes.
Ja und Subventionen haben nicht die Funktion die Bauern am Leben zu halten sondern den Markt mit billigen Lebensmitteln zu fluten, auch die ausländischen Märkte (Afrika usw. siehe auch Jean Ziegler), und natürlich in erster Linie die Lobbyisten zu befriedigen (siehe oben).
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Sa 7. Jul 2018, 17:58
von Rohana
Die "Starken"? Wie meinstn das? Die, die als Erste umstellen, oder die, die grösser sind, oder die, die stabilere Lieferverträge/bessere Vermarktungsmöglichkeiten haben - oder schlichtweg die, die mehr Glück haben?

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Sa 7. Jul 2018, 18:58
von sybille
Ich weiß zwar nicht was Richard dazu sagen würde aber ich denke die "Starken" sind die, die Ideen = Marketingkenntnisse haben.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Sa 7. Jul 2018, 20:12
von Benutzer 3370 gelöscht
sybille hat geschrieben:"Starken" sind die, die Ideen = Marketingkenntnisse haben.
Ich würde das noch ausbauen.
Die, die Unternehmer sind.
Ich kenne viele Bauern, die aufgehört haben. Die meisten, eigentlich alle sind in der Fabrik oder am Bau gelandet, also in einem Angestellten /Arbeitsverhältnis.
Bauer sein heißt Selbstständig sein und das ist man wohl als Angestellter/Arbeiter nicht. Ich kenne auch viele Selbstständige, die irgendwann Schiffbruch erlitten, aber die meisten haben dann was anderes Selbstständig gemacht.
Den Drang zur Selbstständigkeit kann man nicht vererben (wie in der Landwirtschaft versucht wird) den hat man oder hat man nicht.
Und für den Markt der Selbstständigen ist man mit einer Angestelltenmentalität zu schwach, ganz einfach.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Sa 7. Jul 2018, 20:27
von sybille
Das hast Du sehr gut beschrieben Richard!
Früher war ich in einem Angestelltenverhältnis, dann selbstständig und ich konnte mir, trotz der Schwierigkeiten der Selbstständigkeit, nicht mehr vorstellen wieder in einem Angestelltenverhältnis zu sein. Ja, auch ich habe etwas anderes gemacht, bin aber immer noch mein eigener Chef.