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Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens

Verfasst: Fr 11. Okt 2019, 19:56
von Oli

Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens

Verfasst: Fr 11. Okt 2019, 20:02
von Küstenharry
Gibts auch hier.
https://www.biobaumversand.de/search?sS ... ronenapfel

Wir suchen uns momentan auch noch zusätzliche Obstbäume aus, die an den Graben gepflanzt werden dürfen.
Es gibt aber zu viele Sorten. Puh.
Der gefällt mir ja auch.
Hadelner Rotfranch
https://www.alte-obstsorten-online.de/a ... -1106.html

Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens

Verfasst: Fr 11. Okt 2019, 20:16
von Oli
Ich glaube irgendwann kommt man nicht mehr drum herum, sich weitere Sorten auf bestehende Bäume zu veredeln. Unser Garten ist eigentlich auch voll und mit 18 Apfelsorten haben wir an sich auch genug - bzw. die verbleibenden Lücken sind für andere Arten verplant aber ich habe aus einem Tausch mit dem BUND noch einen Hochstamm in der Baumschule und auf den Apfeltagen auch schon wieder 2 Sorten gesehen, die sehr interessant sind. Just diese Sorten hat der Baumschuler mir dann auch von sich aus nahegelegt da er unseren Garten und unseren Geschmack kennt.

Die Veredelung, die ich vor 2 oder 3 Jahren verbrochen habe, hat zumindest funktioniert. Alle Reiser sind angegangen und dieses Jahr gab es zwischen stumpf-grünen Boskoops dann zum ersten Mal knallrote glänzende Äpfel. :)
Allerdings sind sie nicht mehr so früh wie beim Original-Baum, also die Sache mit der richtigen Unterlage bzw. in meinem Fall der richtigen Muttersorte ist sooo einfach dann auch nicht.

Was ich aus meiner Erfahrung empfehlen kann wäre, direkt auf einen jungen Baum mehrere Sorten zu veredeln weil es später Probleme mit der Übersichtlichkeit und dem Querschnitt geben kann, bzw. man nicht mehr so weit an die Basis reicht mit seinem Hölzchen. Das sage ich als Laie aus meiner laienhaften Erfahrung, Obstbaumschuler haben wir hier ja leider nicht an Bord soweit ich weiß, aber ich bin nächste Woche eh nochmal bei Schwerdtfegers, dann werde ich das Thema eh nochmal anschneiden müssen.

Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens

Verfasst: Fr 11. Okt 2019, 20:22
von Teetrinkerin
@Harry,
oh, der Hadelner Rotfranch schaut ja super aus. Das könnte eine Sorte nach meinem Geschmack sein. Aber ich komme der Baumschule leider nicht mit diesem Sortenwunsch (wir sind ja auch ganz im Süden). Aber ich möchte evtl. eine Sorte, die nicht auf ihrer Sortimentsliste steht. Da werde ich sie bequatschen, ob sie mir den Reiser nicht beim Kompetenszentrum Obstbau in Bavendorf besorgen können.

@Oli,
bei uns ist ja das Grundstück recht begrenzt (1200qm inkl. Haus und Hof). Da war für mich recht schnell klar, dass es ein Mehrsortenbaum wird. Ich beneide ja jeden, der mehr Platz zur Verfügung hat.
Klasse, dass du selbst veredelt hast! Ich wäre damit ja völlig überfordert.

Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens

Verfasst: Fr 11. Okt 2019, 20:37
von Oli
@Teetrinkerin: Versuche es doch einfach mal! Ich war mir auch extrem unsicher und habe mir das in der Baumschule vorher zeigen lassen. Ich habe es aber dann selbst mit einem Profimesser nicht geschafft, wirklich gerade Schnitte zu machen sondern mehr so Wellen. :roll:
Als meine Reiser sich dann logischerweise nicht passgenau an die Unterlage schmiegten, dachte ich, das würde nie angehen und habe nochmal einen 'Notruf' abgesetzt. Der Profi hat dann geguckt und meinte sinngemäß, dass die Natur schon tolle Selbstheilungskräfte hätte und er davon ausgehe, dass alle Reiser anwachsen. Recht hatte er. :)
Also selbst dilettantisches Vorgehen kann von der Natur überbrückt werde. Versuch macht definitiv kluch!

Und wegen Grundstücksgröße: das war bei mir mit Kaufkriterium, ich sitze hier ja nicht auf Familienland, was man so nimmt wie man es bekommt. Ich würde in deinem Fall wahrscheinlich noch Land dazu kaufen wenn es irgendwo ein kleineres Stück gibt. Ohne Baurecht und Firlefanz ist das ja günstig. Und eine kleine Streuobstwiese muss ja nicht zwingend am Haus sein.

Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens

Verfasst: Fr 11. Okt 2019, 20:56
von Teetrinkerin
Ich glaube, so ein selbst veredelter Baum ist schon was besonderes für einen selbst. Vielleicht traue ich mich tatsächlich mal ran.

Ne, Land kaufen ist erst mal nicht. Das gibt unser Geldbeutel definitiv nicht her. Aber vielleicht irgendwann mal. Erst mal sind wir mit unserem Grundstück genug beschäftigt - hier ist noch einiges zu machen. Da würde uns die Pflege einer Streuobstwiese definitiv erst mal überfordern. Mein Vater pflegt ja noch die mittlerweile verkaufte Streuobstwiese (der Landwirt mäht nur zwischen den Bäumen, mein Vater mäht mit einem Aufsitzmäher die Bäume aus). Obwohl es deutlich weniger Bäume als früher sind, ist er dennoch eine ganze Weile damit beschäftigt. Dafür kann er dann das Obst ernten (ich hole mir da auch, sofern es Äpfel gibt - heuer ja leider nicht). Außerdem kann mir mein Mann von der Arbeit zur Not auch Äpfel mitbringen - er arbeitet ja auf einem ehmaligen Gutshof (mittlerweile aber anderweitig genutzt). Dort gibt es noch weit über 100 Obstbäume.

Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens

Verfasst: Sa 12. Okt 2019, 08:44
von emil17
Ich habe meine erste Veredelung mit einem Teppichmesser vom Baumarkt gemacht, mit Malerkrepp und einer Wäscheklammer.
Wenn der Zeitpunkt passt, ist das gar nicht so schwer und verlieren kann man auch nichts dabei.
Ich würde eine wurzelnackte Hochstammunterlage besorgen (Apfelkeimling vom Vorjahr geht auch), den pfropfen, dann in einen grossen Topf pflanzen und beim Haus behalten, bis er angegangen ist.

Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens

Verfasst: Sa 12. Okt 2019, 12:00
von hobbygaertnerin
Das ist meine favorisierte Baumschule
https://www.baumgartner-baumschulen.de/ ... aeume.html
muss jetzt nochmal hinfahren, vielleicht haben sie doch diese Zitronenapfel- der ist ganz hell, wie ein Delicius, aber mit ganz tollem saftigen Aroma.
Und ich staune- die Äpfel sind auch bei Familienmitgliedern gefragt- wir haben für Saft noch alles zusammengeklaubt- der selbstgemachter Saft schmeckt angeblich um vieles besser als der gekaufte Saft. :)
hab sogar die Frage bekommen, ob sie zum Baumgartner mitfahren können.
Quitten wurden auch mit Freude genommen und die Maronen- (heuer tragen sie doch schon ein wenig mehr)
es gibt noch Zeichen und Wunder. War doch nicht alles für die Katz.

Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens

Verfasst: Sa 12. Okt 2019, 15:33
von Oli
Bei meiner Bekannten aus SEESTER ist der SEESTERMÜHER ZITRONENAPFEL auch heller als auf dem Foto bei Wikipedia. Ihr Baum gehört zu einer Marsch-Plantage von Hochstämmen, deren Äpfel ihr Großvater schon verkauft hat. Heute ist sie selbst im Großmutter-Alter und die Bäume leben immer noch.

Mir gefällt der Zitronenapfel nicht so gut, daher habe ich ihn nicht. Sonst hätte ich ein Reis schicken können damit die Baumschule es pfopft.

Aber wer weiss, vielleicht gibt es im tiefen Süden ja noch andere Zitronenäpfel.

Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens

Verfasst: Sa 12. Okt 2019, 17:04
von hobbygaertnerin
Mich fasziniert diese grosse Vielfalt an Obst, die über die Jahre herangezüchtet wurden, auch die vielen Zufallsssämlinge.
Eigentlich mag ich keine farblosen Äpfel, wir haben sehr viele rotbackige Sorten, die neueste ist eine Sorte, bei der das Fruchtfleisch auch rot ist. Eine alte unbekannte Sorte hat eher kleine ganz rote Äpfel, wenn man die poliert, dann schmücken sie jeden Christbaum.
Was auch interessant ist, dass es in den verschiedenen Bundesländern und Gegenden ganz verschiedene Sorten gibt.
Ich war heute ganz geplättet- bis jetzt hies es immer, dass wir "verrückt" seien, weil wir so eine Vielfalt hätten, die nur Arbeit machen würde-
und heute- die Äpfel wurden zum Saften geholt, Quitten zum Einwecken, Birnen für Kompott, Maronen , einen ganzen Eimer Trauben, dazu noch Eier aus dem Hühnerstall- Honig von der letzten Ernte.
und jetzt noch der Anruf, wieviel Saft es geworden sei und welche Freude sie von dem Obstparadies hätten.