

Meine beste Stelle für Muscheln ist der Übergang zwischen einer Bucht und dem Fjord, der bei Ebbe trockenfällt.


Da hier fast ständig Strömung herrscht, können die Muscheln, die ja als Filtrierer die Nahrung aus dem Wasser beziehen, hier besonders gut gedeihen. Der Boden ist hier fast flächendeckend mit Muscheln überzogen.


Die Muscheln sind miteinander durch ein Geflecht aus sogenannten Byssusfäden verflochten.

Man greift sich einfach einen dicken Batzen Muscheln und sucht sich die besten heraus.

Innerhalb einer halben Stunde bekommt man so locker 10-15 kg allerbeste Miesmuscheln zusammen.
Doch noch während ich beim Sammeln bin, höre ich ein Platschen unweit von mir und sehe einen Ring an der Wasseroberfläche. Eine Meerforelle beim Jagen!
Schon beim ersten Wurf mit dem Blinker erwische ich sie. Gross ist sie nicht, aber das Mindestmass von 35cm hat sie.

Gerade Meerforellen in dieser Grösse, sogenannte Grönländer, jagen gerne in Trupps von bis zu 20 Fischen, meist aber eher zu 3-5 Exemplaren. Also versuche ich es weiter. Die nächste ist zu klein, ich setze sie vorsichtig zurück. Doch dann die nächste:

Und noch eine:

Das hat sich doch gelohnt:

Nicht nur das Muschelessen für den Samstag, sondern auch das Sonntagsessen gleich mit gesichert.
