hobbygaertnerin hat geschrieben:
es gibt auch eine sehr grosse Auswahl an Lebensmitteln, aber der Genuss bleibt heute auf der Strecke.
Kohl wird in vielen Küchen grundsätzlich nicht mehr verwendet, weil da könnten Gerüche in der Wohnung auftreten......
In vielen Neubauten ist ja eine abgetrennte Küche gar nicht mehr vorhanden, sondern alles offen. Würde ich nie wollen. Aber ich bin ja eh so altmodisch
hobbygaertnerin hat geschrieben:
Aber ich hab nicht das Gefühl, das man damit um soviel schneller kocht. Z.B. eine Packung pasta muss 8-10 Minuten kochen, die fertige Pasta aus dem Tiefkühlbereich braucht ohne Micro auch 20 Minuten.
Wenn ich meine Nudeln selbst mache, dann sind in der Zeit, bis das Wasser kocht, die Nudeln zum Kochen, brauchen nur ein paar Minuten, Tomatensosse aus dem Vorratsschrank geholt, in spätestens einer viertel Stunde ist das Essen fertig.
In 15 bis 20 Minuten ist ein schnelles selbstgemachtes Essen auf den Tisch- auch ganz altmodisch aus selbstgekochten Sachen.
Glaub ich auch nicht, daß sowas schneller geht. Um beim Beispiel der Nudeln mit Tomatensauce zu bleiben: in der Zeit, wo die Nudeln kochen, kann man parallel ne Sauce aus einer Dose stückiger Tomaten machen, die mit Sicherheit genauso gut wird wie die fertig gekaufte (wenn jetzt jemand nichts selber einkocht und auf Vorräte zurückgreifen kann).
Aber man unterschätze nicht die Macht der Werbung, die dem Verbraucher genau suggeriert, wie schnell er dann ohne Arbeit ein Essen auf dem Tisch hat. Und je weniger man selbst in der Küche macht, umso weniger ist man vermutlich auch in der Lage, ein paar Sachen gleichzeitig zu tun.
Foodblogs boomen, ständig erscheinen neue Kochbücher, die "richtige" Ernährung wird für manch einen zur Ersatzreligion. Nur selbst am Herd stehen tun tatsächlich immer weniger. Komische Welt. Was würden wohl unsere Vorfahren sagen, wenn sie uns mittels Zeitmaschine aus der Vergangenheit heute besuchen könnten?