Komposttoilette

Löwenzahn

Re: Komposttoilette

#121

Beitrag von Löwenzahn »

Anhaften, antrocknen und immer wieder benässen (Männerklo) ist etwas anderes als ein Urin-Tank, der einmal in der Woche ausgekippt wird. Klingt komisch, ist aber so und wird von ca. 1000 Kunden seit bis zu 15 Jahren praktiziert - ohne Beschwerden. Den Nachttopf fürs Kleine hat man sich auch früher unters Bett gestellt, ohne das es einem schlecht wurde...
Knurrhuhn

Re: Komposttoilette

#122

Beitrag von Knurrhuhn »

Ich nutze ja selber bei Krankheit oder im Camping-Urlaub gewisse Behältnisse, wo das auch mal ein paar Stunden drin bleibt bevor ich es entsorgen kann. Macht mir auch nix aus, und übel wird mir auch nicht. Aber daß es immer lapidar heißt, Urin sei ja geruchslos .... das stimmt einfach nicht. Aber so lange ich mich nur um mein eigenes kümmern muß ist es mir auch schnurz. ;)
Benutzer 68 gelöscht

Re: Komposttoilette

#123

Beitrag von Benutzer 68 gelöscht »

Sabi(e)ne hat geschrieben:Ich hab das Prinzip noch nicht ganz verstanden, erscheint mir aber sinnvoller.
:schaf_1:
Löwenzahn hat geschrieben:Urin für sich ist eine hygienische, praktisch geruchsfreie Sache.
...zersetzt sich aber, wenn er mit Luft in Berührung kommt.
globedriver47

Re: Komposttoilette

#124

Beitrag von globedriver47 »

eine richtig konstruierte Komposttoilette riecht nicht. Das wichtigste ist ein Siphon im Urinschlauch. Wer jetzt noch EMa in den Urintank giesst, kann diesen dann auch geruchsfrei entleeren. Warum wollt ihr das Rad neu erfinden? Ich selber habe auf Fermentation umgestellt. Die Toilette ist luftdicht.
Knurrhuhn

Re: Komposttoilette

#125

Beitrag von Knurrhuhn »

Hier ein System, das anscheinend direkt im Tank kompostiert, ohne Urintrennung:

http://www.clivusmultrum.eu/compostingprocessDE.asp

Die Abflussrohre der Toiletten haben 250 mm Durchmesser:

http://www.clivusmultrum.eu/toiletfixturesDE.asp
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fuxi
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Re: Komposttoilette

#126

Beitrag von fuxi »

AlterSchwede hat geschrieben:Kompostklo macht eigentlich nur Sinn wenn man das Klo unbedingt im (Wohn)haus haben möchte. Ansonsten macht ein (ordentlich gepflegtes) Plumpsklo ja ohne Anschaffungskosten und Stromverbrauch das Selbe. Es geht also primär um den Komfort nachts nicht buchstäblich "raus" zu müssen... ;)
Äh, nein.
Es geht auch (oder vor allem) darum, aus einem nährstoffreichen Grundstoff keinen giftigen, gewässerbelastenden Klärschlamm zu machen. :oma:
Der Schmodder aus einem Plumpsklo-Tank muss dann ja doch wieder ins Klärwerk.
We have normality. Anything you still can’t cope with is therefore your own problem.
Sabi(e)ne

Re: Komposttoilette

#127

Beitrag von Sabi(e)ne »

Ich hab mich darum dazu entschieden das ganz normale Klohäuschen "in Ehre zu halten" und habe auch kein Problem damit. Wenn sich der Erbauer des Klohäuschen ein bißchen Gedanken gemacht hat und Hauptwindrichtung und Entfernung berücksichtigt wurden -
Und bitte die Wassergefährlichkeit bedenken - Plumpsklo sollte weit weg von Brunnen, Bächen und Teichen sein....
AnamPrema

Re: Komposttoilette

#128

Beitrag von AnamPrema »

als samtweiches natürliches Klopapier könnt Ihr Königskerze
rund um die Häuschen anbauen

und kann mir jemand hierzu etwas sagen:
Ich habe mal gehört, dass man Urin fermentieren kann -
Wie geht das und wofür soll das gut sein?

Zum Verdünnen ist mir der Wert 1 Teil Urin - 7 Teile Wasser bekannt.
Sabi(e)ne

Re: Komposttoilette

#129

Beitrag von Sabi(e)ne »

:lol: Urin fermentieren muß man für echte Indigo-Färbungen.
Ist echt kompliziert und stinkt so grausam wie im Mittelalter bei den Gerbern und Färbern, gibt aber geniale Resultate, siehe http://www.youtube.com/watch?v=s4T-x0ObDqE
Die aber leider auch nicht lichtecht sind über Jahrhunderte.
Die japanischen echten sind unbezahlbar, wenn man nicht der König von Kuwait oder sowas ist.
luitpold

Re: Komposttoilette

#130

Beitrag von luitpold »

AnamPrema hat geschrieben: Ich habe mal gehört, dass man Urin fermentieren kann -
Wie geht das und wofür soll das gut sein?

Zum Verdünnen ist mir der Wert 1 Teil Urin - 7 Teile Wasser bekannt.
ich würde nichts verdünnen, sondern versuchen die faeces eher so trocken wie möglich zu bekommen, in verbindung mit asche und holzkohle und solartrocknung.
beim verdünnen entstehen nur unmengen unspezifischer flüssigkeit, täglich 10-15l pro person, die mühsam zu verteilen ist.

Urin fermentieren
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