Re: Glyphosat-Diskussion
Verfasst: Fr 15. Dez 2017, 18:07
Wie viel Glyphosat meinst du denn, dass du durch Rückstände pro Jahr aufnimmst?ina maka hat geschrieben:ist das bei Glyphosat-Rückständen in der Nahrung auch so?
Das Forum für Selbstversorgung und Permakultur
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Wie viel Glyphosat meinst du denn, dass du durch Rückstände pro Jahr aufnimmst?ina maka hat geschrieben:ist das bei Glyphosat-Rückständen in der Nahrung auch so?
Bist Du hier der Guru, der seine Schäfchen im Wissensfindungsprozess abholt?Das liegt wohl an meiner Erwartungshaltung.
Ich neige dazu, zu glauben, dass Leute, die hier Aufschlagen und mit Inbrunst irgendwelche Positionen vertreten, sich vorher intensiv mit dem Thema beschäftigt haben.
Würden sie moderat auftreten und Fragen stellen, würde man sich herantasten und versuchen herauszufinden, wo man sie im Wissensfindungsprozess abholen muss.
Das ist ja schön und gut, meinst Du damit, dass Glyphosat das Problem löst?Heute wissen Leute, die sich mit bodenschonendem Wirtschaften beschäftigen, um die negativen Folgen dieser Eingriffe auf das Bodenleben und Bodengefüge.
Deshalb versuchen wir, diese mögl. auf null zu reduzieren.
Du als Agrarfachmann hast doch sicherlich vage Vorstellungen davon, wie im Ansatz Alternativen aussehen könnten...Und wie schon mehrfach in diesem Thread geschrieben: Wir brauchen funktionierende, auch wirtschaftlich funktionierende Alternativen. Alles andere richtet mehr Schaden an als es nutzt.
Wie wäre es, wenn du einfach mal meine Beiträge in den einschlägigen Unterforen inkl. der darin gesetzten Links durcharbeiten würdest?Wildmohn hat geschrieben: Du als Agrarfachmann hast doch sicherlich vage Vorstellungen davon, wie im Ansatz Alternativen aussehen könnten...
Wenn dazu was konkretes steht, schaue ich es mir gerne mal an.Manfred hat geschrieben:Wie wäre es, wenn du einfach mal meine Beiträge in den einschlägigen Unterforen inkl. der darin gesetzten Links durcharbeiten würdest?Wildmohn hat geschrieben: Du als Agrarfachmann hast doch sicherlich vage Vorstellungen davon, wie im Ansatz Alternativen aussehen könnten...
Ja, habe wieder mal reigeschnüffelt, werde auch weiterhin diese Faden verfolgen. Im Prinzip findet das Thema bei mir große Zustimmung, denn ein Boden ist ja nicht nur Hilfswerk, das zur Verwurzelung dient, sondern ein sehr komplexer, vielfältiger und sensibler Organismus.Manfred hat geschrieben:Dazu kannst du eigentlich alles lesen, was unter Permakultur, Holistic Management und Aufbauende Landwirtschaft steht.
Für den Einstieg empfehle ich die Threads zu Friedrich Wenz und Gabe Brown.
Wenn dich das Thema wirklich interessiert, solltest du evtl. mal einen Bodenkurs bei Wenz und Näser machen. Kostet halt 2000 Euro netto für 4 Unterrichtsblöcke. Evtl. kämst du als interessierter Nicht-Landwirt auch für den Studententarif zur Hälfte rein. Die beiden verteilen ihr mühsam erarbeitetes Wissen nicht für lau, so wie ich das hier bisher gemacht habe. Und auch Gabes Vorträge werden gut bezahlt.
Es steht dir frei dich ausschließlich von Bio-Lebensmitteln zu ernähren,Aber nun zurück zum Glyphosat. Es ist ja nicht unwesentlich, dass dieses Mittel als Pflanzengift Pflanzen vernichtet, bzw deren Wachstum steuert, den Bodenorganismus nachhaltig stört, Auswirkungen auf die Biodiversität und der Gesundheit von Menschen hat. Die im Zusammenhang mit Glyphosat gern erwähnten anderen Gifte wie Alkohol und Nikotin etc. haben einen entscheidenden Unterschied, nämlich den von der Selbstbestimmung und der Fremdbestimmung. Letzteres ist Körperverletzung, weil mir ohne Zustimmung Substanzen zugeführt werden, deren Einnahme ich schlicht und einfach nicht zugestimmt habe...
Du schränkst dich in deinem "Wissensfindungsprozess" also schon von vorneherein ein?Also, ich beschäftige mich schon seit relativ langer Zeit mit diesem Thema. Alternativen zu Glyphosat & Co stehen ganz oben auf der Liste. Der ökologische, nein, besser noch, der biodynamische Landbau begleiten mich thematisch in meinen Wissensfindungsprozess.
Leidige Wortklaubereien hier im Forum, wie Rein- oder Monokultur, Bei- oder Unkräuter, wird bei der Bodenbearbeitung nun gepflügt, gegrubbert oder werden Rolleggen eingesetzt, treffen nicht den eigentlichen Kern in dieser Diskussion. Ich bin der Meinung, dass der Einsatz von Glyphosat und anderen Ackergiften nicht zum Wohle von Mensch, Flora und Fauna bstimmt ist, sondern zum Schaden unserer Umwelt führt und nur der kurzfristigen Gewinnmaximierung dient.