Glyphosat-Diskussion

Manfred

Re: Glyphosat-Diskussion

#1141

Beitrag von Manfred »

emil17 hat geschrieben:Wenn der Begriff Monokultur nur für einjährige Reinkulturen in mehrjähriger Wiederholung ohne Fruchtwechsel korrekt verwendet werden darf,
Wie kommst du denn jetzt wieder auf den Trichter?


Hier noch ein Artikel zum Verbrauch der Bahn:

"Die Bahn verbraucht dafür 75 Tonnen Glyphosat im Jahr, das entspricht 0,4 Prozent der gesamten Menge in Deutschland und macht den Konzern zum größten Einzelverbraucher."
http://www.handelsblatt.com/technik/ene ... 880-2.html

Mich würde auch interessieren, welche Mengen an private Endkunden zur Verwendung im Garten und auf befestigten Flächen verkauft werden. Zulassung interessiert da keinen und viel hilft viel.
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Rohana
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Re: Glyphosat-Diskussion

#1142

Beitrag von Rohana »

Manfred, merkst du nicht dass du den Mono-Spass einiger Leute hier störst... geh einfach weg. Und nimm mich mit. :platt:
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
Wildmohn

Re: Glyphosat-Diskussion

#1143

Beitrag von Wildmohn »

RichardBurgenlandler hat geschrieben:
emil17 hat geschrieben:Was soll man für einen umgangssprachlich verständlichen Begriff verwenden, wenn man einfach einen grossen Acker meint, auf dem überall das selbe angebaut steht?
Argrarwüste ?
hmm...da bin ich ganz bei Dir :)
Wildmohn

Re: Glyphosat-Diskussion

#1144

Beitrag von Wildmohn »

Rohana hat geschrieben:Manfred, merkst du nicht dass du den Mono-Spass einiger Leute hier störst... geh einfach weg. Und nimm mich mit. :platt:
Nö @Rohana, jetzt könntest Du mal schön bleiben und uns den Unterschied erklären... klein, aber fein scheint er ja zu sein....
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Re: Glyphosat-Diskussion

#1145

Beitrag von Rohana »

Zum wievielten Mal? Monokultur ist Jahr für Jahr die selbe Kultur. Hat sich noch nicht geändert seit der letzten oder vorletzten Seite. Wenn also vor deiner Tür auf dem selben Feld(!) alle Jahre(!) dieselbe Kulturpflanze(!) steht, dann ist das wohl eine Monokultur.

Jetzt verstanden? Ich bin ja gern behilflich :roll:
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emil17
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Re: Glyphosat-Diskussion

#1146

Beitrag von emil17 »

Manfred hat geschrieben:Wie kommst du denn jetzt wieder auf den Trichter?
Da schau her und lies:
Diese Monokulturen heissen dann, wenn es ausdauernde Kulturpflanzen sind, Dauerkulturen:
Dauerkulturen sind gemäß dem EU-Beihilferecht (Artikel 2 Buchstabe c Verordnung (EG) Nr. 795/2004)

nicht in die Fruchtfolge einbezogene Kulturen
die für die Dauer von mindestens 5 Jahren auf den Flächen verbleiben
und wiederkehrende Erträge liefern
einschließlich Baumschulen
ausgenommen die in Artikel 2 Buchstabe d der Verordnung (EG) Nr. 795/2004 aufgeführten mehrjährigen Kulturen und Baumschulen solcher mehrjährigen Kulturen.

Das Gegenteil einer Dauerkultur nennt sich Wechselkultur.

Als Dauerkulturen gelten beispielsweise

Obst- und Gemüsearten, die auf Bäumen und Sträuchern wachsen und keine mehrjährige Kultur sind: Äpfel, Birnen, Quitten, Aprikosen, Kirschen, Pfirsiche, Nektarinen, Pflaumen, Zwetschgen, Schlehen, Weintrauben, Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse, Esskastanien, Feigen, Kiwi, Aronia (schwarze Apfelbeere), Kapern
Hopfen
Weihnachtsbaumkulturen außerhalb des Waldes
Also sind Monokulturen nur kurzlebige Arten, die wiederholt am selber Ort angebaut werden, nicht langlebige.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Manfred

Re: Glyphosat-Diskussion

#1147

Beitrag von Manfred »

Du würfelst Zeug zusammen, das von den Definitionen her keinen Zusammenhang hat.
Dauerkulturen können auch Mischkulturen verschiedener Arten sein und haben zudem oft artenreiche Unterssaaten. Da geht es nur um die Anbaudauer und die Einstufung dieser Anbauformen ins EU-Landwirtschaftsrecht.
Benutzer 4754 gelöscht

Re: Glyphosat-Diskussion

#1148

Beitrag von Benutzer 4754 gelöscht »

RichardBurgenlandler hat geschrieben:Zur Ergänzung damit man versteht wo alles seinen Lauf nimmt
Oelkanne hat geschrieben: 0:11
ES GIBT KEINE MONOKULTUREN AUF DEM ACKER!
Mais und Roggen wird meines Wissens auf dem Acker angebaut und das ist mehrere Jahre hintereinander dann eine Monokultur und nachdem laut Bundesamt Monokulturen das Gleiche sind wie Reinkulturen gibt es wohl keinen Unterschied.

siehe oben.
Ja, du kannst Mais und Roggen in Selbstfolge Anbauen, das ist biologisch möglich.
Du musst es aber nicht ;)
Zwei Mal hintereinander Silomais gibt es in sehr viehstarken Betrieben und Biogasbetrieben die eben sehr viel Futter brauchen oder auch in Saatmaisgebieten weil dort der Saatmais die mit Abstand lukrativste Kultur ist.
Roggen dort wo es für Weizen zu wiedrig ist, das ist aber selten.

5,6,7 oder 8 Jahre hintereinander Mais auf dem selben Acker ist höchst selten.
Ich habe hier im Garten 25m² die kommendes Jahr zum 7. Mal in Folge mit Mais eingesät werden.
Praxisnah ist das aber nicht!
Benutzer 4754 gelöscht

Re: Glyphosat-Diskussion

#1149

Beitrag von Benutzer 4754 gelöscht »

RichardBurgenlandler hat geschrieben:
emil17 hat geschrieben:Was soll man für einen umgangssprachlich verständlichen Begriff verwenden, wenn man einfach einen grossen Acker meint, auf dem überall das selbe angebaut steht?
Argrarwüste ?
Als Wüste bezeichnet man die vegetationslosen oder vegetationsarmen Gebiete der Erde. In Wüsten bedeckt die Vegetation weniger als 5 % der Oberfläche.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Wüste
Ein gepflügter Acker ist eine "Kurzzeitwüste" (wenn man Erntereste, abgefrorene Zwischenfrucht etc als Vegetation zählt).
wo anderst passt das Wort Wüste nicht auf den Acker.

Ein großer Acker (was ist groß? Für den Südwesten beginnt groß bei 6-8ha, da lacht der Nordosten, groß ist da alles 150+ha) bleibt ein Acker.
Meinst du nun das "alle" (und das tun kaum alle landwirte) in einer Region das selbe anbauen?
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emil17
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Re: Glyphosat-Diskussion

#1150

Beitrag von emil17 »

Wüste ist auch so ein Begriff.
Er meint einen Landstrich, wo aus klimatischen Gründen nichts wachsen kann. Strassen und Felswände gehören nicht dazu, denn die Bewuchsfreiheit ist nicht durch das Klima bedingt.
Demnach wäre die flächenmässig grösste Wüste die Antarktis.
Meist wird der Begriff aber auf trockenheitsbedingte Wüsten eingeengt.
Umgangssprachlich wird der Begriff auf alle Flächen ausgeweitet, die leer und deshalb unschön erscheinen.
Dein unbestellter Acker ist also keine Wüste.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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