@Wildmohn
auf dem Agrarsektor heißt Monokultur mehrjährige Kultur von einer Art und Sorte.
Reinkultur heißt einjährige Kultur von einer Art und Sorte.
Im lateinischen heißt rein einfach nur sauber.
Mono heißt nur alleine.
Den Unterschied erkennt man doch gleich.
Also ist das eine die Sauberkultur und das eine die Alleinkultur.
Ich weis das hilft dir jetzt nicht weiter aber das soll es ja eigentlich auch nicht.
RichardBurgenlandler hat geschrieben:
Es gibt keinen, das dient nur der Haarspalterei, dem Streit um des Kaisersbart, oder dafür Laien von Experten zu unterscheiden.
Jetzt verneinst du auch noch den Wert der Fruchtfolge...
Richard, da versteigt du dich wirklich.
Manfred hat geschrieben:Jetzt verneinst du auch noch den Wert der Fruchtfolge...
Verstehe ich nicht warum ich das tun sollte.
Nocheinmal ein Auschnitt aus dem von mir verlinkten Zitat vom Bundesministerium
Monokultur
Auch Mais oder Roggen sind Nutzpflanzen, die in Monokulturen angebaut werden können.
Andere Pflanzen wie z.B. Raps, Kartoffeln oder Rüben können hingegen nur in Fruchtfolgen angebaut werden
Für mich steht da, das Mais oder Roggen nicht zwingen eine Fruchtfolge benötigen, also auch in Monokuturen angebaut werden können. Das heißt mehrere Jahre hintereinander auf dem selben Fleck.
Zur Ergänzung damit man versteht wo alles seinen Lauf nimmt
Oelkanne hat geschrieben:
0:11
ES GIBT KEINE MONOKULTUREN AUF DEM ACKER!
Mais und Roggen wird meines Wissens auf dem Acker angebaut und das ist mehrere Jahre hintereinander dann eine Monokultur und nachdem laut Bundesamt Monokulturen das Gleiche sind wie Reinkulturen gibt es wohl keinen Unterschied.
Es gibt Tests und Versuche auch hier in Oberfranken um Erosionen zu verhindern, Regenwürmer zu vermehren, Bodenbearbeitung und Glyphosat zu verringern:
Würde man statt Reinkultur "einjährige Monokultur mit Fruchtfolge" sagen, wäre es zwar (für Nicht-Agronomen) verständlicher, aber dann ist das (für Laien) negativ belastete Monokultur wieder drin.
Monokulturen sind aber nach allein gültiger Definition bloss längerfristige Reinkulturen. Damit wäre Reinkultur der Oberbegriff (Alle Monokulturen sind Reinkulturen, aber es gibt Reinkulturen, die keine Monokulturen sind).
Und schon haben wir die Propagandaschlacht gewonnen: Die Bauern machen doch fast gar keine Monokulturen. Wers bestreitet, outet sich als Laie. Siehe Beitrag von Oelkanne.
Wenn ich als Botaniker die Weinbauern korrigieren würde, weil sie zu etwas Traube sagen, was botanisch eine Rispe ist, also Rispe genannt werden muss, wäre ich doch einfach ein ...
Wenn der Begriff Monokultur nur für einjährige Reinkulturen in mehrjähriger Wiederholung ohne Fruchtwechsel korrekt verwendet werden darf, wären folglich auch Palmölplantagen keine Monokulturen, da nicht kurzlebig. Weil man ja wie bei Apfel-Niederstammplantagen einen Grünstreifen stehen lässt, wachsen da mehrere Arten zusammen, also auch deshalb keine Monokultur?
Jetzt müsste man noch die Mindestfläche der Kultur festlegen, denn eigentlich kann man ja eine Reihen-Mischkultur als Abfolge streifenförmiger Reinkulturen (im Ackerbau) oder streifenförmiger Monokulturen (im Obst- und Rebbau) auffassen.
Ist ein Maisfeld im ersten Jahr eine Rein- oder eine Monokultur, wenn der Bauer noch nicht weiss, ob er nächstes Jahr dort wieder Mais macht?
ich bleibe dabei: Der Begriff Monokultur ist im aufgezwungenen Sinn eine unglückliche Wortschöpfung, denn den Unterschied zur Reinkultur kann man nicht sehen - man müsste den Bewirtschaftungsplan kennen.
Fruchtfolge ist so wichtig, dass sie es verdient, eigens erwähnt zu werden ("Monokultur mit Fruchtfolge") statt durch einen missverständlichen Begriff absorbiert zu werden. Auch dann wäre es verständlicher.
Was soll man für einen umgangssprachlich verständlichen Begriff verwenden, wenn man einfach einen grossen Acker meint, auf dem überall das selbe angebaut steht?
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
emil17 hat geschrieben:Was soll man für einen umgangssprachlich verständlichen Begriff verwenden, wenn man einfach einen grossen Acker meint, auf dem überall das selbe angebaut steht?
@Burgenlandler: Kartoffel, die wachsen bei mir problemlos in Monokultur - jedes Jahr im selben Beet.... Ich nutze den Durchwuchs (gaaanz böse) und krank werden sie nicht. ist allerdings keine Reinkultur, weil ich dem Unkraut gegenüber sehr tolerant bin, also ist mein Beet nicht rein - außerdem pflanze ich alles durcheinander...
Mais kriegt doch diesen Zünsler, wenn man ihn in Monokultur anbaut?
@Video: hm... Ich hacke meinen Garten öfters mal um, dabei zerstöre ich auch die Regenwurmgänge, nach ein paar Stunden gibt es neue. hab ich besondere Würmer?