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Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: So 10. Dez 2017, 14:04
von Benutzer 4754 gelöscht
0:00-0:35 Was soll das dumme gelabere?

0-0:11
"Gigantische Agrarfabriken" im Schnitt hat der Deutsche Bauer etwas um die 40ha, was ist daran gigantisch???
selbst wenn man die meisten Mininebenerwerber weglässt sind es vll. 100ha
na und? das ist eine (vermutlich) nicht zukunftsfähige Pups-Größe!

0:11
ES GIBT KEINE MONOKULTUREN AUF DEM ACKER!
und was ist bitte genau Massentierhaltung?

0:15
"Riesige Maschinenparks"
soll man heute noch mit nem 11er Dieselross und einem einscharpflug oder der 1,5m Egge im Konvoi übern Acker eiern? und stellt er sich das in Handarbeit vor?

0:23
Ein Landwirt ist bei der Anwendung von psm praktisch "verpflichtet" dazu seinen Bestand intensiv zu beobachten um zum richtigen Zeitpunkt den richtigen Wirkstoff in der richtigen Menge aus zu bringen.
Ein Biolandwirt kann sich ab Mitte Mai in den Liegestuhl legen,
Striegeln geht im Getreide nicht mehr also lass wachsen Ende Juli kommt der Mähdrescher bis dahin sollte er ausgeschlafen haben. ;)

Fruchtfolgen und das Wissen über Vorfruchteffekte ist wichtiger denn je, denn nur dadurch kann man bei Gleichzeitigem einsparen von Dünger und psm mehr ernten.

welche Kultur wirkt den wie eine Kur???
und das die Landwirtschaft vor 250 Jahren und früher auf keinen Fall besser für den Boden war ist ihm wohl nicht bekannt.

0:35
Land muss Ertrag bringen

klar muss es das, wo von sollte ich als Landwirt sonst leben? Von Schneckeneiern und Unkraut?


0:40
wir erschlagen Pflanzen wie geil :grinblum:
Bayer lässt sich bestimmt bald den BaseballSchläger patentieren...


Was hat die Pharmaindustrie mit der Agrarbrachne zu tun?
Eher wenig oder nicht?
gut der ein oder andere Landwirt braucht hin und wieder Pflaster, Schnupfenspray oder auch Mal ne Kopfschmerztablette aber ob das so viel ist das das erwähnenswert ist?

Monsanto ist am PSM-Himmel ein eher kleines Licht,
verglichen mit Bayer, BASF und den Chinesen
wo bei, bald existiert Monsanto ehr nicht mehr
dann heißt es Bayer AG, Leverkusen.

Die Studien die Studien ja ja
Das es genau so viele Studien gibt die die Unbedenklichkeit bescheinigen wie die die es für bedenklich halten fällt unter den Tisch.
Und das es auch eine Staatliche und damit unabhängige Einschätzung gibt interessiert den Sprecher wohl auch nicht.

Landwirtschaft ist kreditfinanziert
Ja, wer keine Schulden hat zahlt immens Steuern
da hab ich lieber ein paar Schulden.

"Weil da sehr viel Geld mit dranhängt"
Welchen finanziellen Vorteil hat Herr Schmidt von seiner Entscheidung?
Außer niedrige Lebensmittelpreise vermutlich keinen.

Warum wird die GPS Steuerung immer negativ gesehen?

Auch wenn der Depp es wiederholt,
es gibt immer noch keine Monokultur auf dem Acker

Die Landwirtschaft/der Ackerbau in Asien/Afrika ist bodenschonend??
Warum kämpfen dann genau die Regionen mit Degradierung und Wüstenbildung?

Man kann Effizienz in Silos lagern?
Gut, ich bestelle 25m³ Effizienz zum 3.6.18 vielrvht braucht mein Auto dann keine 8l/100km sondern nur noch 5l/100km... :hmm:

Humus wird durch Glyphosat zerstört?
na wohl eher durch eine Saubere Winterfurche...

Biobauern haben leichtere Maschinen?
Was ist denn das für ne Logik?
eine häufigere und intensivere Grundbodenbearbeitung verlangt nach schlagkräftigen Maschinen und die sind groß und schwer

Jipiii wir streuen lieber Mineraldünger als das wir mit Scheiße düngen :daumen:
Ist ja auch so viel besser für den Boden und das Bodenleben ...

Ein Biolandwirt mit intensiver Bodenbearbeitung und dem Bioüblichen Nährstoffdefizit ist nicht Umwelt bzw Boden schonend!
Denn genau hier wird der Boden wie ein Schwamm ausgepresst.

Wer vergewaltigt hier wen?
Du meine Ohren sonst vergewaltigt hier niemand irgend wen... ;)

99,6% Haben Glyphosat im Urin
Klar es wird ja auch auf (S-Bahn) Gleise, Bordsteine, Pflasterflächen und Parks ausgebracht
dadurch findet man es auch im Stadtmenschen
da für kann der Landwirt nichts!

Die Leute wollen das nicht

klar, es erklärt ihnen auch keiner die Vorteile bzw die komplette Geschichte.
Die meisten Verbraucht hören "GIFT, GIFT, GIFT, KREBS, KREBS, GIFT, INSEKTENSTERBEN, GIFT, MONOKULTIR, GIDT" klar das das dann nicht beliebt ist.
Aber aus der ganzen Wahrheit lassen sich weder Spendengelder noch Wählerstimmen schlagen und damit ist sie uninteressant .

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: So 10. Dez 2017, 14:06
von Benutzer 4754 gelöscht
Zu den Komplexbildern:

genau das findet der Landwirt "doof"
Denn durch die Komplexbildung wirken die Wirkstoffe nicht mehr,
als entweder eine Wirkminderung oder mehr Wirkstoff oder so wie es heute üblich ist:
Ein Additiv zusetzen das das Wasser vorher Enthärtet und das Mittel seine volle Wirksamkeit behält.

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: So 10. Dez 2017, 14:25
von centauri
@Ölkanne
was mich jetzt gerade fasziniert ist das man so indoktriniert sein kann.
Du schreibst bei vielem so ist das eben mal. Aber mal eine Frage. Muss ich mir das gefallen lassen nur weil du das in Ordnung findest?
Also ich wüsste jetzt nicht das unbedingt Glypho im Urin, Blutbahn oder sonst wo brauche. Für dich ist das wahrscheinlich normal das irgendjemand etwas macht für was du die Konsequenzen trägst.
Für mich und so manch anderen ist das aber nicht normal.

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: So 10. Dez 2017, 15:26
von viktualia
Zu den Komplexbildern:
genau das findet der Landwirt "doof"
Ölkanne, meinst du da grad die Komplexbildung des Glyph´ als Herbizid oder nen Nebeneffekt bei der Verdünnung?
Also Komplexbildung mit was aus dem Wasser oder Komplexbildg./Shikimatverhinderung oder gar Komplexbildg./Spurenelemente wie aus dem Video?

Tja, Manfred, soviel dazu:
Ich dachte, das sei hinlänglich bekannt?
Centauri, halt die Hufe still, bittebitte. Nee, ich find Ölkanne immer noch nicht indoktriniert, im Gegenteil.
O.K., grad scheint sein Blutdruck bissl zu steigen, aber ich lese eher raus, dass es auch ihm schwer fällt, all die Desinformationen zu verdauen die einem begnen, wenn man sich ein Bild machen will. Und ne Sorge darum, wie andere das mit noch weniger Vorwissen bewältigen wollen.
Und da muss er - und kann es auch, weil er ja noch nicht alt und verknöchert ist - halt erst noch lernen, wie relativ ALLES Wissen ist.
Tun wir über 50jährigen uns ja auch noch schwer mit.....

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Mo 11. Dez 2017, 08:58
von Manfred
Alle Jahre wieder:
http://www.focus.de/wissen/natur/einsat ... 59188.html

Aber auch bei den Weihnachtsbäumen ist es wie bei den Äpfeln:
Hauptsache schön, billig und lange lagerfähig.

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Di 12. Dez 2017, 07:28
von emil17
Oelkanne hat geschrieben:ES GIBT KEINE MONOKULTUREN AUF DEM ACKER!
Leidest du neuerdings an Realitätsverweigerung?
Monokultur == eine einzige Pflanzensorte auf der Fläche
Wenn nächstes Jahr etwas anderes steht, ist es dann eben eine andere Monokultur. Ihr nennt das dann Fruchtfolge.
Dagegen ist noch nichts einzuwenden, aber du hast trotzdem falsch
Oelkanne hat geschrieben:Ein Biolandwirt kann sich ab Mitte Mai in den Liegestuhl legen
Kein Kommentar
Oelkanne hat geschrieben:Ein Biolandwirt mit intensiver Bodenbearbeitung und dem Bioüblichen Nährstoffdefizit ist nicht Umwelt bzw Boden schonend!
Denn genau hier wird der Boden wie ein Schwamm ausgepresst.
...
eine häufigere und intensivere Grundbodenbearbeitung verlangt nach schlagkräftigen Maschinen und die sind groß und schwer
das alles geht kürzer: Wir sind die Experten und wer nicht genau so Landwirtschaft macht, hat keine Ahnung.

Oelkanne hat geschrieben: Ja, wer keine Schulden hat zahlt immens Steuern
da hab ich lieber ein paar Schulden.
Ich kann etwas Kopfrechnen und komm auf etwas anderes: 100% der Schuldzinsen sind immer mehr als die geringere Besteuerung des Vermögens.
Wenn du lieber 10'000 mehr an die Bank zahlst statt 1000 mehr an den Staat, dann bitte. Aber schlau ist das deswegen noch nicht.
Schuldenfrei lebt sichs besser, hab beides schon geübt und weiss wovon ich rede.
Zudem sind Schuldzinsen absolut unproduktiv, denn davon haben nur die was, die eh schon zuviel Geld haben und lieber andere arbeiten lassen.
Oelkanne hat geschrieben: 99,6% Haben Glyphosat im Urin
Klar es wird ja auch auf (S-Bahn) Gleise, Bordsteine, Pflasterflächen und Parks ausgebracht
dadurch findet man es auch im Stadtmenschen
da für kann der Landwirt nichts!

Die Leute wollen das nicht

klar, es erklärt ihnen auch keiner die Vorteile bzw die komplette Geschichte.
Die meisten Verbraucht hören "GIFT, GIFT, GIFT, KREBS, KREBS, GIFT, INSEKTENSTERBEN, GIFT, MONOKULTIR, GIDT" klar das das dann nicht beliebt ist.
Jetzt wirds aber echt ein Problem:
Wenn das meinste Glyphosat bei der Nahrungsmittelproduktion verbraucht wird, kann der Landwirt trotzdem nix dafür, weil ja auch Bordsteine damit behandelt werden.
Ausserdem ist es ja harmlos und wenn was passiert, hat sich jemand nicht an das Kleingedruckte auf dem Etikett gehalten.
Genau diese Argumentation war damals üblich bei der Diskussion um Bleibenzin und um Asbest und um künstliche Radioaktivität und um DDT und so weiter und so fort.
Dabei ist es ganz einfach:
ICH WILL DAS ZEUG NICHT IN MEINEM FUTTER HABEN WEILS DA NICHT HINGEHÖRT UND WENN IHR DAS NICHT GEBACKEN KRIEGT DANN HÖRT EINFACH AUF DAMIT! Punkt.

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Di 12. Dez 2017, 07:36
von Manfred
@Emil:
Den Unterschied zwischen Reinkultur und Monokultur solltest du langsam mal verstehen. Er wurde im Forum schon oft genug erklärt.
Wenn eine Seite einen Fachbegriff anhaltend falsch verwendet, wie soll man dann in einer Diskussion je auf einen grünen Zweig kommen?
Du redest an Ölkannes Beitrag vorbei.

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Di 12. Dez 2017, 07:56
von emil17
OK, du hast Recht.
Der Unterschied zwischen Monokultur und Reinkultur ist etwa so wie der Unterschied zwischen naturrein und naturidentisch bei den Lebensmittelzusatzstoffen. Je nach dem womit man Geld verdient unwesentlich anders oder grundverschieden.
Und wenns dann doch mal eine Monokultur im Sinn der landwirtschaftlichen Fachdefinition wird, dann ist es wohl kein Acker gewesen, so wie bei unseren Weinbergen oder den Tiefland-Fichtenforsten, wo ausser Reben bzw. Fichten schlicht nichts ist.

Wenn ich also wieder mal in der oberrheinischen Tiefebene nur Mais, Mais, Mais sehe, dann sind das also Reinkulturen.

Ich sage übrigens nicht, dass der YouTuber immer und überall recht hat. Aber die andere Seite verzapft genauso nur das was ihr in den Kram passt.
Manfred hat geschrieben:Du redest an Ölkannes Beitrag vorbei.
Finde ich nicht, denn es zeigt doch schön, warum solche Diskussionen zu nichts führen:

Der Konsument hat aus Sicht der industriellen Lebensmittel-Produzenten keine Ahnung, wenn er etwas nicht will, soll also stille sein und erst mal lernen, wie das funktioniert. Die sind doch bloss diesen "Gegen-alles-Ökos" auf den Leim gegangen.

Wer anders Landwirtschaft (genauer: Ackerbau) macht als mit Glyphosat und grossen schweren Maschinen, der hat auch keine Ahnung, sondern ruiniert die Böden.
Das erinnert mich doch sehr an den Umgang der Politiker mit den Wählern.

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Di 12. Dez 2017, 08:03
von Benutzer 3370 gelöscht
Manfred hat geschrieben:Den Unterschied zwischen Reinkultur und Monokultur solltest du langsam mal verstehen. Er wurde im Forum schon oft genug erklärt.
Die Wiederholung von Sachverhalten bringt nicht zwangsläufig deren richtigkeit hervor !

Was sagt uns das Bundesministerium für Bildung und Forschung: http://www.pflanzenforschung.de/de/them ... kultur-786

Monokultur

Bei Monokulturen handelt es sich um den Anbau einer einzigen Pflanzenart (Reinkultur) über mehrere Jahre hinweg auf derselben Fläche. Bei Plantagen (z. B. Kaffee) handelt es sich fast immer um den Anbau von Monokulturen. Auch Mais oder Roggen sind Nutzpflanzen, die in Monokulturen angebaut werden können. Andere Pflanzen wie z.B. Raps, Kartoffeln oder Rüben können hingegen nur in Fruchtfolgen angebaut werden, da sonst der Schädlingsdruck zu groß ist und die Erträge nicht mehr gesichert sind.
"Mehrere Jahre" ist dem zu folge nicht als "mehrjährig" zu verstehen.

Dass Mais nicht in Fruchtfolgen angebaut werden kann weiß ich auch durch den Acker vor meiner Haustüre( 5 Jahre in Folge). Auch mit Dinkel wurde das versucht (2 Jahre in Folge)

Eine ein bis Zweijährige "Fruchtfolge" wurde auch mit Sojabohnen und Mais alterierend versucht. Im zweiten Jahr der Sojabohne auf dem Feld war der Ambrosia Bewuchs besorgniserregend. Zum Glück :engel: gibt es dafür noch keine Handhabe sowie in Ungarn.

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Di 12. Dez 2017, 08:17
von emil17
Ich werde mich in Zukunft daran halten und versuchen, die Begriffe korrekt zu verwenden.
Versprochen :flag:

Umgangssprachlich würde das gemeine Volk da, wo ich sozialisert wurde, unter Reinkultur etwa so was wie Bakterien in Petrischalen im Labor verstehen. Kann sein, dass das in Deutschland anders ist. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung arbeitet jedenfalls dran.

Wenn ich also beispielsweise vor einem Supermarkt irgend einen Infostand aufbaute, um mit den Konsumenten ins Gespräch zu kommen, dann würden wieviele davon den Unterschied zwischen Mono- und Reinkultur wissen?
Man muß die Mutter im Haus, die Kinder auf der Gassen, den gemeinen Mann auf dem Markte drumb fragen und denselbigen auf das Maul sehen, wie sie reden [wenn man verstanden werden will](Luther)