Permakultur im Nordosten ?

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centauri

Re: Permakultur im Nordosten ?

#111

Beitrag von centauri »

Ja manfred da muß ich dir recht geben.
Jeder hat auch eine andere ausgangssituation.
Vieles ergibt sich im laufe der zeit auch.
Auf dem reißbrett kann man Permakultur schon planen, aber es wird nie 100% ig eintreffen.
Kann ja auch nicht wie holzer erst mal 2000 m berg aufschütten.
Aber man kann vieles davon ableiten!

Lg thomas
Gelöschter Benutzer 54

Re: Permakultur im Nordosten ?

#112

Beitrag von Gelöschter Benutzer 54 »

Manfred hat geschrieben: Wem es gelingt, dort als eine der Kulturarten einen geeigneten Lebenspartner anzusiedeln, dem fallen evtl. sogar die gebratenen Hähnchen direkt auf den Tisch. :lol:
der war gut :lol:

ich seh permakultur als einen gut geplanten quell des lebens an. schranken hab ich da recht wenig.
Benutzer 2354 gelöscht

Re: Permakultur im Nordosten ?

#113

Beitrag von Benutzer 2354 gelöscht »

Der Mensch denkt die Natur lenkt. Aber Pläne mache ich auch jedes Jahr wieder aufs Neue ,macht einfach Spass.
johannaxx

Re: Permakultur im Nordosten ?

#114

Beitrag von johannaxx »

möönsch hat sich da viel getan! Dein Garten ist soooo schön geworden. Das Insektenhotel, super :bieni:
Und es sieht alles so richtig liebgehabt aus, verzeih den schmalzigen Ausdruck.
Unserer wuchert etwas verlassen vor sich hin, weil mein schatz viel zeit in anderes steckt, aber es war ja ein Ziel, dass der garten auch mal allein klarkommt (Ausnahme: Tomaten gießen). Dann erntet man halt nicht so viel.
Zu Dauerkulturen: wir haben das zweite Jahr Topinambur und Kartoffeln auf unserem im letzten Jahr angelegten Hügelbeet (Innenleben: Zweige/Äste, dünne Stämme, Grünzeug, und viel Pferdemist, den hatten wir halt). Letztes Jahr hatten wir eine super Kartoffel- und Topi-Ernte. Es blieb genug im Boden, Kartoffeln haben wir auch noch neu gesteckt, ist am Anfang alles schön gewachsen. Und jetzt können wir zuschauen, wie die Wühlmäuse alles von unten annagen......
Hat jemand ne Idee wie man seine Topi-Dauerkultur vor Mäusen schützen kann? Ich hätt ja nix dagegen wenn sie sich hier und da was holt, aber die nagt ALLE Pflanzen an.....
LG Johanna
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Spencer
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Re: Permakultur im Nordosten ?

#115

Beitrag von Spencer »

Das war also der Sommerurlaub... Davon haben wir eine Woche auf dem Land verbracht. Schon mal üben ;)

Warum nicht mal das Essen auf dem Rocket-Stove kochen, welches man sich auf dem Grundstück zusammen geerntet hat.
Okay, ich geb es zu. Ich sag immer "Fett ist der Geschmacksträger !" Und somit haben wir in unserem Gemüseallerlei Speckwürfel mit drin. :pft: Und die wachsen bekanntlich nicht am Strauch.
Aber der "energieverbrauch" des Rocket-Stove wird wohl nur vom Solarkocher unterboten. Mit ein paar dünnen und zwei, drei dickeren Ästen aus dem Windbruch und einer handvoll Heu zum anzünden, kocht man ein Mittag.
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Nebenbei wurde auch wieder ein wenig geackert. Ohne geht das ja irgendwie nicht.

Jemand vom Dorf hat sich ein paar Steine von mir geholt und brachte Tonrohre, die auf den Bauschutt sollten. Sowas kann man doch upcyclen. Zum Beispiel als eine Art Palisade die als Windschutz vor einem Beet fungiert. Und bepflanzen kann man die Rohre auch irgendwann.
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Spencer
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Re: Permakultur im Nordosten ?

#116

Beitrag von Spencer »

Das fertige Beet vor den Tonrohren sieht dann so aus. Die Beete sind nach Südosten ausgerichtet. Das heißt die Tonrohre und die Weidenhecke begrenzen die "Hochbeete" im Nordwesten. Ich denke das sollte eine gute Wärmefalle sein.
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Sein eigenes Gemüse zu ernten macht wirklich Spaß.
Ein paar Sachen haben die Schnecken uns ja gelassen. Also bei den Testbeeten der Möhren und Erbsen war ordentlich was zu holen.
Irgend jemand hatte mal geschrieben, das Erbsen KEIN Selbstversorgergemüse wären, weil zu aufwendig wäre das Gepuhle nach der Ernte.
Tja, was soll ich sagen. Wir haben das erste mal nach langer Zeit wieder knapp zwei Stunden als Familie am Küchentisch gehockt und gelabert beim Erbsen puhlen. Also bringt der Anbau des eigenen Gemüses nicht nur gesundes Essen. ;)
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Der Zuckermais steht auch ganz gut da. Davor ein Streifen mit Borretsch. Hat schon mal jemand vom Borretsch zu viele Blätter verspeist ? Mir wurde gerade berichtet, das der Genuss von zu viel Blätter des Borretsch euphorisch machen soll. :schaf_1:
Aber die Blätter sind doch so stachelig, oder vergeht das im Salat ?
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EDIT - Muss man sich das Hochladen von mehr als drei Bildern in einem Absatz "verdienen" ? So in der Art "...wird nach eintausend Beiträgen frei geschaltet" ;)
Irgendwie hängt jetzt der letzte Absatz von mir auf der vorigen Seite herum, aber irgendwie gehört ein Bild zu dem ersten Bild hier. Also das mit den Tonrohren....
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Bhanta
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Re: Permakultur im Nordosten ?

#117

Beitrag von Bhanta »

Hallo Spencer, immer wieder schoen, sich dein Land ansehen zu koennen! :)
Zum Borretsch: euphorisch nur fuer Frauen, die sowas auch moegen :lol: :
http://www.thinknice.com/back-hair-stupid-or-sexy/
LG, Bhanta.
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Spencer
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Re: Permakultur im Nordosten ?

#118

Beitrag von Spencer »

Kürbis ist schon ein feines Gewächs. Einfach wachsen lassen und schauen....
Und irgendwie unheimlich, wie er vom Beet herunter seine Arme in alle Richtungen ausstreckt und überall bilden sich Kürbisse.
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Die Ausläufer der Stangenbohnen haben den nachbarlichen Mais erreicht und winden sich daran empor.
Wir haben schon reichlich geerntet, wirklich ein "Mengengemüse".
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Ansonsten liegt immer was an, man schafft sich hier und dort und zwischendurch möchte immer wieder die Wiese gemäht werden. Nur die Zeit ist im Sommer immer so knapp....
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ULTRA
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Re: Permakultur im Nordosten ?

#119

Beitrag von ULTRA »

Für Kürbis hast du ja auch genug Platz. meine längsten Ausläufer sind 10m und ich zeig ihm die Richtung, auf ner Wiese treibt der ja überall neue Wurzeln und wird dadurch noch stärker, korrekt?

Melde mich als Mitleser nun auch mal zu Wort.
Geile Sache das! Viele kleine Erfolgserlebnisse durch deine Hände und Huldigungen der Mitleser spornen schon an.

gießt du überhaupt etwas? hast du Wasser anliegen?
machst du auch aktiv was gegen Schnecken? z.B. nen Kupferring? oder schon nichtmehr perma?

mich würden die Öbstbäume mal im Detailbild interessieren, auch gut zur Entwicklung die nächsten Jahre.

Die Topis kommen mir bekannt vor, hast du Knollen von Mario? dann sind unsere verwandt :) wie Pommes in Marinade gewendet in den Ofen!!! :daumen: oder einfach roh in Maßen gesund, sonst Blähungen. (gebe im Herbst täglich eine Knolle samt Obst in den Mixer, muss mal schaun, ob die hier so weit sind...

ansonsten interessiert mich immernoch, wie du die Massen an Wiese mähst? Sense?
Wenn ich mal wieder in der Nähe Pommerns bin, meld ich mich an!
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Spencer
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Re: Permakultur im Nordosten ?

#120

Beitrag von Spencer »

Ach ja, die Wiese... ich mähe die immer noch mit der Motorsense. Da bin ich echt einen ganzen Tag bei auf der "genutzten" Seite des Grundstückes. Dann noch mal ein paar Stunden mit dem Rechen... Ich brauch da unbedingt eine andere Lösung. Aber für einen Trecker möchte ich ja erst mal einen Unterstand bauen. Aber vorher sind da noch andere Projekte offen. ;) Zum Beispiel der Zaun, der Bauwagen, der Brunnen.
Die andere Seite vom Grundstück mäht der Bauer mit seinem Trecker. Und dann kommt sich jemand Heu machen. Ich hab gesagt er kann das so machen, wenn er will. Somit wird die Wiese gemäht.
Hier mal ein Foto vom Juni, gerade hatte der Bauer das südöstliche Stück gemäht.
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grund.JPG (34.34 KiB) 2105 mal betrachtet
Wir haben einen Brunen auf dem Grundstück, der aber zum Teil ver"sandet" ist. Das heißt er führte bis vor paar Wochen Wasser, fällt aber im Sommer trocken. Da will ich auch noch rein. Mal sehen ob ich mit den Jungs von der freiwilligen Feuerwehr reden kann, ob die mal eine Spülübung durchführen möchten. Kann dann ja was auf's Konto spenden, oder so. In dem Dorf sind alle in der freiwilligen Feuerwehr. Scheint eine gute Dorfgemeinschaft zu sein. Na ja, und einige kennen mich ja auch schon vom Laden.
Ansonsten muss ich wohl im Brunnen buddeln. Das der alte Schlamm und Dreck wieder raus kommt.

Gegen die Schnecken hab ich noch nix bestimmtes unternommen, außer das ich sie kille wann immer ich eine finde. Aber ich such jetzt nicht oder sammel ab.

Die Obstbäume haben leider ganz schön gelitten. Erst war der Hase dran, kurz nachdem ich sie gesetzt hatte. Das gab Schaden an der Rinde am Stämmchen. Dann im Frühjahr kam der Rehbock und hat sich an den Bäumchen gefegt. Das hat ordentlich Äste gekostet. Aber es haben bis jetzt alle Bäume überlebt. Na ja, den einen musste ich auf Strauchgröße zurück schneiden.
Deshalb steht der Zaun jetzt an erster Stelle. Aber das sind einige Hundert Meter. Na ja. Zweieinhalb Seiten sind fertig.

Ich hab ja am Laden so ein 1000Literdingsbums wo ich Regenwasser speicher. Ab und an nehm ich mal 100 Liter mit zum Land und dann gieße ich auch schon mal. Aber da es in letzter Zeit genug geregnet hat, gieß ich eigentlich so gut wie nie.

Die Topis hab ich hier aus dem Forum von - Karl-Erwins-Frau -. Warte immer noch das die mal blühen.

Tja, so ein Wochenende hat nicht allzu viele Stunden. Da schafft man nicht genug um richtig vorwärts zu kommen. Aber vor 10 Monaten war da nur Wiese, also bissel was ist ja schon passiert. Und ich hab den Montag als Ruhetag im Laden erkoren, somit bin ich da auch eigentlich immer auf dem Land aktiv.
Warten wir mal die Bundestagswahl ab, vielleicht hab ich ja danach genug Zeit zum ackern auf dem Land. :haha:

Sorry, der musste jetzt sein
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