Meine Grüße
Da hat Manfred den knapp 4Jahre alten Thread wieder hervorgeholt und Erinnerungen wachgeschüttelt.
Ja die gute alte Feierzeit. Am Wochende nach der besagten "Shelly-Party", war ich noch auf einer Feier, muss so um den 4-6.09.2010 gewesen sein

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Da war das Wetter super
Ab der Feier nie mehr auf einer Open-Air gewesen, nie wieder den Resetknopf drücken, abtauchen in eine andere Welt und Realität.
Und das ist auch gut so.
Nun bin ich das genaue Gegenteil eines Meisters der Selbstreflexion oder des zurückblickends, doch selbst mir fällt die Veränderung meines Lebens innerhalb dieser 4Jahre auf.
August, September war auch genau der Zeitraum, wo mein Kontostand zum ersten mal seit meiner Lehrzeit (extra für Tanja: was in meinem hohem Alter schon viele, viele Jahrzehnte zurückliegt

), ins Minus geraten ist.
Und seitdem auch immer noch ist
Doch glücklicherweise ist dahingehend das Licht am Ende des Tunnels in Sicht, November, spätestens Dezember dann nicht mehr.

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4Jahre am Rande des Dispo, zehren doch teilweise.
In den letzten 4Jahren wäre ich recht viel grau geworden, wird mir gesagt. Das kann ich nicht wegdiskutieren. :hmm
Glücklicherweise kann ich da (bisher) immer gegenhalten mit dem Satz: " Dafür sind sie noch alle da"
Wenn ich meinen Rücken betrachte, bekomme ich sogar das Gefühl, dass es mehr werden.

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Die letzten 4Jahre waren stressig wie mein ganzes (für Tanja: langes, langes) Leben zuvor.
Permanent unter Strom, immer ein Berg von Arbeit vor einem, den man nicht verringern kann, nur mit aller Kraft dagegenhalten, dass er nicht größer wird.
In diesen 4Jahren genau 7Tage Urlaub innerhalb Deutschland gemacht, wobei ich früher gern mal 3-8Wochen auf fremden Kontinenten verweilt bin.
4Jahre keinen Resetknopf drücken, 4Jahre kein portioniertes Glück, kein verlassen der harten Realität.
4Jahre nur :"durchhalten, durchalten".
Die glücklichsten 4Jahre meines Lebens.
Strenggenommen 3,5Jahre.
Gelernt, erlebt, erfahren und beobachtet wie in den 16 Jahren davor.
Meinen Dank auch an meine Begleitung, die mir die zweifelhafte Fähigkeit verschafft hat, zu wissen wie die Gemütslage offener Bücher ist.
Die spitze Zunge, Kraft geben, die lange Leine, die diebische Freude mich auf unzähligen Dusseligkeiten/Tapsigkeiten hinzuweisen, die unzählig rollenden Augen. Die vielen, vielen glücklichen Momente, mitfreuen, fallenlassen. Ideengebend und vieles, vieles mehr. Und natürlich für die Geduld und rechtzeitigem ergreifen zur Schere, wenn ich anfange mit Bienenwachs Federn in Form zu bringen.
Einige aus dem Forum wissen, dass ich mir mal das Ziel gesetzt hab, mit einer im Aufbau befindlichen Imkerei bis spätestens zu meinem 45Lebensjahr aus der Lohnknechtschaft befreie.
Dieses Jahr ist das erste Jahr, wo der Punkt erreicht ist, dass ich etwas mehr aus der Imkerei heraushole, als ich durch den zwangsläufigen Wachstum hineinstecke. Wenn Arbeitszeit nicht gerechnet wird.
Genau 4Jahre und einen Tag nach Erstellung diese Threads, am 01.09.2014 dieses Jahres arbeite ich nur noch 4Tage statt 5Tage in der Lohnknechtschaft.
Zeitgewinn für die Imkerei.
In den letzten 2Jahren auch viel Routine hinzugekommen, worüber ich recht dankbar bin

, kein ständiges zweifeln, ob es richtig ist was man da gerade macht, erkennen seiner Grenzen, Erfahrung reproduzierbar, etc.
Die nächsten 4Jahre werden bestimmt ähnlich spannend, noch stressiger, aber gerade entgegenblickend
Vielleicht schreib ich ja was so um den 01.09.2018 was dazu.
Den Preis den ich dafür zu zahlen habe ist dafür, dass ich jetzt keine Shelly-Geschichten mehr erlebe.

ist wohl akzeptabel.
Aber all die Bereiche, die ich im Bereich Esoterik für mich definiert hatte mäandern weiterhin kontinuierlich um mich herum.
Sporadisch tauchen auf der Arbeit Personen auf, ich definiere sie für mich immer als "Umwelthypochonder", die mich in ihrem Verhalten irritieren. Letztens kam eine Kundin und stellte mir einen recht alten, algigen und außen verstaubten 25Liter Kanister voll mit Wasser auf den Tisch.
Sie wußte auch genau was sie untersucht haben wollte. Das Wasser sollte auf Weichmacher untersucht werden, die von ihr/bzw. ihres Vaters vermutet im Wasser gelöst vorzufinden seien.
Der besagte Vater fährt nämlich alle 2-3Monate ein paar hundert Kilometer in den Harz, wo er eine Quelle entdeckt hat, dessen Wasser er nur noch als Trink- und Kochwasser benutzt. Da sich der Gesundheitszustand des Vaters die letzten Monate verschlechtert hat, hat man sich auf die Weichmacher versteift.
Glücklicherweise hat sie sich für eine Keimanalytik überreden lassen, dessen vorrausgesagtem Positivergebnis ihr eventuell die Augen geöffnet hat, bzw. dem Vater

Weichmacher waren natürlich nicht mehr drin
Unser Trinkwasser ist eh für viele ein Quell der Unheimlichkeiten. Die nächste kommt und hält mir ihren Messbecher unter die Nase. „Sehen sie! Das da unten im Becher! Das sind alles Schwermetalle, in diesen Messbecher kommt nur Wasser aus der Leitung rein. Da will ich wissen wie giftig das ist.“ Nach einem kritischen Blick meinerseits auf die Ablagerung am Messbecherboden: „Ich hätte jetzt auf Kalkablagerungen getippt, wobei ich mir die rosa Färbung nicht erklären kann.“ Im weiterm Verlauf ist es herausgekommen, dass da auch noch ihr rote Beete Saft zu Verdünnungszwecken reinkommt. Analytik hat dann auch ergeben, dass es Kalk war.
Ihren Plastikmessbecher wollte sie danach auch wiederhaben, von den Busfahrt/Autofahrtkosten hätte sie sich bestimmt 5neue kaufen können, aber egal.
Hach ja, dann ist da ja noch eine Nachbarin von mir
Sie ist ja eine nette, kenne sie auch schon ewig. Aber was ist sie teilweise anstrengend
Meiner Meinung nach, leidet sie ja an Orhorexie (die krankhafte Beschäftigung mit gesunden Lebensmitteln/sich gesund ernähren- eine Essstörung)
Unser Trinkwasser ist da natürlich auch ständiges Thema und da ich ja nun in einem Umweltlabor arbeite, bin ich da ja nun ihr gewählter Ansprechpartner.
Da geht man aufs Osterfeuer, will entspannt mit Freunden ein paar Bier trinken, man trifft sie und wird plötzlich mit der Frage konfrontiert, wie schlimm das doch mit unseren Trinkwasser wäre ,die Hormone von der Antibabypille. Jetzt wohne ich im Trinkwasserschutzgebiet, Wasserwerk ca. 1Km entfernt, sie als quasi Nachbarin wohnt etwa 1Km von mir am Rande des Wasserschutzgebiets. Gegend kennt sie also. Deswegen konnt man ja mit einer Gegenfrage antworten : „Du meinst die Hormone, die die Kläranlagen nicht rausfiltern können?“ „Genau die! „, ruft sie (muss sie doch dank der vielen feiernden Leute, die entspannte, lustige Gespräche übertönen), „Kläranlagen können die nicht rausfiltern, so gelangt es in die Flüsse, die Wasserwerke nehmen das dann aus den Flüssen und wir trinken das dann.“ „Ach? Die haben hier bei uns in der Gegend einen Fluss hingebaut? Mit dazugehöriger Kläranlage sogar? Ich kenn nur unsere Wälder und den Golfclub in unserem Trinkwasserschutzgebiet, wo ist das denn hingekommen?“
Da ich bedrücktes Schweigen nicht mag, füllte ich es mit dem Hinweis, dass die durchschnittlich alte Golfersfrau, die eventuell auf den Golfplatz urinieren würden, schon lang aus dem Alter raus sind, wo diese Antibabypille von nöten wären. „Die ganzen Antibiotika im Trinkwasser, von den Schweinemastbetrieben, die Gülle von denen“
„Wir haben keinen Schweinemastbetrieb.“ Wälder werden üblicherweise auch nicht gegüllt, und ich bin mir recht sicher, dass die Golfer sehr unzufrieden wären, wenn man den Golfrasen mit Gülle düngen würden.“, erwiderte ich. Das sah sie dann glücklicherweise ein und ich konnte mich davonstehlen.
Diese besagte Person hat auch so einen Magneten an ihrer Trinkwasserzuleitung, dass das Trinkwasser beleben soll. „Granderwasser“ oder so? Seitdem sie es hat, geht es ihr viel besser, die Pflanzen wachsen mit dem Wasser besser, ach und die Tomaten erst.
Ich beisse mir aber immer rechzeitig auf die Zunge, wenn ich „Wo ist die beweiskräftige Doppelblindstudie?“ rufen will, sonst habe ich nur wieder eine Diskussion am Hals.
Da flüchte ich mich dann doch lieber in mein altbewährtes: „So, so.“
Letztens wurde zusammen gekocht. Das ich darauf hinwies, dass das Kochen mit einer sehr auf gesunde Ernährung fixierte und bekehrungsfreudige Frau anstrengend werden könnte wurde mit einem „Da müssen wir jetzt durch“, abgehalftert. Es war aber auch wirklich nicht so schlimm, lag erstens daran, dass wir gut vorbereitet waren, Reis war Naturreis, dass Gemüse entweder aus dem Garten oder Bio. Erleichternd kam für mich hinzu, dass ich mich konzentriert um das kleinschneiden des Gemüses gekümmert hab und das reden größtenteils den Frauen überlassen habe.D
Dann gab es dazu Seitan. Als Fleischesserin kannte sie das nicht. Ihr wurde vergewissert dass das Bio ist, dann hat sie es auch beruhigt und mit Genuss gegessen. Ist sowas ähnliches wie Tofu nur in lecker sagten wir auch noch.
Die Tage nach dem Essen befragten wir sie nach ihrem befinden, was als gut bezeichnet wurde.
Sie geht sehr offen mit ihrer Glutenunverträglichkeit um, irgendwann werde ich sie aufklären, dass Seitan im Gegensatz zu Tofu nicht aus Sojaprotein sondern aus Weizenprotein gemacht wird.
Natürlich ist sie auch Honigkundin bei mir. Natürlich muss der Honig regional sein, kommen als nur meine Sorten Frühjahrshonig, Rapshonig und Sommerhonig infrage. Sommer ist ihr zu herb.
Rapshonig, ist ja schlecht für den Körper sagt sie, dass hat sie sofort gespürt. Der Frühjahrshonig ist es, der tut ihr total gut.
Seit Jahren eine gute Kundin. Mein Honig wurde sogar letztens dahingehend von ihr gelobt, dass ihr Heuschnupfen dank meines Honigs besser geworden ist und sie dich damit desensibilisiert.
Es wäre gemein von ihr es ihr jemals zu verraten, dass ich als kleinen Ausgleichs für das ständige auf die Zunge beissen, ich extra für sie immer meinen Rapshonig mit Frühjahrshonig etikettiere?
Eine andere Nachbarin, mit niederländischen Wurzeln, bringt ihren Eltern immer Honig mit, wenn sie rüberfährt. Die essen nur noch meinen, da sie via auspendeln meinen Honig für gut befunden haben.
Werde damit aber nicht offensiv werben.
Auf open-airs brauch ich wohl wirklich nicht mehr
Wolkenflug