Es gibt in der Wissenschaft innerhalb der Klimamodellierer eine breiten Konsens, dass mehr Luft-CO2 zu höheren Erdtemperaturen führen wird und dass dieses aus mehreren Gründen nachteilige Folgen hat. Man kann diesen Beweis nicht so exakt führen wie man den Pythagoras beweisen kann, deshalb ist das Wort Konsens im Sinne von Evidenz, Offensichtlichkeit, schon richtig. Die ernstzunehmenden Klimamodelle liefern nicht identische Ergebnisse, zeigen aber alle den gleichen Trend. Ernstzunehmen sind solche, welche das heutige Klima aus Messdaten der Vergangenheit gut voraussagen können.
Das ist genau gleich wie beim Wetter, wo verschiedene Länder unterschiedliche Wettermodelle betreiben und aus all diesen Modellen bekommt man dann eine gute Wettervorhersage. Niemand wird den Wetterdiensten vorwerfen, dass sie keine Ahnung vom Wetter haben, weil sie Modelle mit im Detail unterschiedlichen Voraussagen verwenden.
Das ist bei den Klimamodellen genau gleich.
Ebenfalls gleich wie beim Wetter ist, dass man Messdaten nach gleichen Standards erhebt, verwendet und der "Konkurrenz" weiter gibt.
Manfred hat geschrieben: Sa 10. Jan 2026, 15:37
Wir haben gelernt, dass ein Szenario eine Prognose unter Annahme zukünftiger Voraussetzungen sei.
Das ist selbstverständlich richtig. Man sollte das Gelernte aber auch anwenden. Eine Grafik mit mehreren Prognosen, die alle vom selben Modell nach verschiedenen Szenarien berechnet worden sind, als Unsicherheit der Modellierung darzustellen, wie du es versucht hast, ist grob falsch.
Wenn schon müsste man das selbe Szenario mit verschiedenen Modellen berechnen. Das gibt aber die Grafik nicht her. Es wurde ja nur ein einziges Modell verwendet. Daraus kann man schon gar nicht ableiten, dass die Modelle so unterschiedlich seien, dass es keinen Konsens über den Zusammenhang von Luft-CO2 und Klima gebe, wie Du behauptet hast.
Welche Szenarien man vermeiden sollte, darüber können Klimamodelle Auskunft geben.
Manfred hat geschrieben: Sa 10. Jan 2026, 15:37
Du bist weiter die Erklärung schuldig, welches CO2-Modell du für richtig hältst.
Da jedes Modell andere Ergebnisse liefert, kann es keinen Konsens ohne Konsens bezüglich des Modells geben.
Das ist so nicht richtig. Bei den Klimamodellen zeigen die Trends eindeutig in die gleiche Richtung, da gleiche Szenarien von unterschiedlichen Modellen ähnlich berechnet werden. Der Vorteil vieler unabhängig erschaffener Modelle ist zudem, dass falsche oder unpräzise Annahmen einzelner Forschungsgruppen herausgemittelt werden.
Hier Unterschiede in Details als Unzuverlässigkeit der Modelle so hoch zu bewerten, dass man daraus auf
Manfred hat geschrieben: Sa 10. Jan 2026, 12:23
Wir haben bisher ja noch nicht mal eine abgesicherte Theorie, wie genau das CO2 überhaupt auf den Wärmehaushalt unseres Planeten wirkt.
kommt, zeugt deshalb entweder von ziemlicher Unkenntnis wissenschaftlicher Modellierung im Allgemeinen und von Klimamodellen im Besonderen; oder von bewusster Desinformation.
Nochmals: Wenn ein Wettermodell Sturmflut mit Maximal-Pegel 18m über Normal um 21 Uhr voraussagt und das andere 20 Meter um 02 Uhr, dann kann man nicht argumentieren, bevor sich die Modelle einig seien, könne man gar nichts wissen und müsse folglich gar nichts tun. Das ist aber Deine Argumentationsgrundlage.
Wenn man dann noch den IPCC abschaffen will, weil der ja irgendwelche Erkenntnisse umzusetzen droht (ja, die kosten viel Geld und backen kleine Brötchen, aber immerhin), und der Ansicht ist, ohne künstliche Erhöhung des CO2-Pegels in der Luft würden die Pflanzen bald aussterben, der scheint beides (mangelndes Grundlagenwissen und Desinformation) kombinieren zu wollen.