Re: Nitrat im Trinkwasser - wo liegen die Ursachen?
Verfasst: Mi 1. Mär 2017, 15:56
Die topagrar 3/2017 greift ebenfalls den neuen Nitratbericht des BMUB auf.
Dieser hat massive statistische Mängel.
Laut dem Statistik-Professor Walter Krämer von der Uni Dortmund stand das Machwerk sogar auf dem ersten Platz in der Auswahlliste zur "Unstatistik des Monats", bekam diesen Titel aber wegen des aufgrund des Umfangs der Daten zu aufwändigen Nachweises dann doch nicht verliehen.
topagrar hat einige Daten nachgerechnet.
Im neuen EUA Messnetz (das noch immer nicht repräsentativ ist...)
liegt die Zahl der auffälligen Messstellen bei 18%, nicht bei 28% wie von Hendricks behauptet.
Bereinigt man das Ergebnis mit dem landesweiten Anteil an Ackerflächen (die im Messstellennetz überrepräsentiert sind) liegt das Ergebnis sogar nur noch bei 13,5%.
Die statistische Überschneidung von auffälligen Nitratwerten und Viehdichte beträgt nur 31%, die Überschneidung mit N-Überschuss-Karten sogar nur 12%.
Außerdem wurden für das Messstellennetz oberflächennahe Grundwasserproben herangezogen. Dort sind die Werte naturgemäß höher (das hat auch das BMUB auf Nachfrage zugegen) als in den tiefen Grundwasserschichten, aus denen das Trinkwasser entnommen wird.
In den oberen Bodenschichten gehört das Nitrat ja zu den normalen Nährstoffkreisläufen. Gäbe es dort kein Nitrat, würden die Pflanzen verhungern...
Dieser hat massive statistische Mängel.
Laut dem Statistik-Professor Walter Krämer von der Uni Dortmund stand das Machwerk sogar auf dem ersten Platz in der Auswahlliste zur "Unstatistik des Monats", bekam diesen Titel aber wegen des aufgrund des Umfangs der Daten zu aufwändigen Nachweises dann doch nicht verliehen.
topagrar hat einige Daten nachgerechnet.
Im neuen EUA Messnetz (das noch immer nicht repräsentativ ist...)
liegt die Zahl der auffälligen Messstellen bei 18%, nicht bei 28% wie von Hendricks behauptet.
Bereinigt man das Ergebnis mit dem landesweiten Anteil an Ackerflächen (die im Messstellennetz überrepräsentiert sind) liegt das Ergebnis sogar nur noch bei 13,5%.
Die statistische Überschneidung von auffälligen Nitratwerten und Viehdichte beträgt nur 31%, die Überschneidung mit N-Überschuss-Karten sogar nur 12%.
Außerdem wurden für das Messstellennetz oberflächennahe Grundwasserproben herangezogen. Dort sind die Werte naturgemäß höher (das hat auch das BMUB auf Nachfrage zugegen) als in den tiefen Grundwasserschichten, aus denen das Trinkwasser entnommen wird.
In den oberen Bodenschichten gehört das Nitrat ja zu den normalen Nährstoffkreisläufen. Gäbe es dort kein Nitrat, würden die Pflanzen verhungern...