Glyphosat-Diskussion

viktualia

Re: Glyphosat-Diskussion

#1081

Beitrag von viktualia »

Wildmohn hat geschrieben: Also, wenn einige wenige der Meinung sind, dass Glyphosat rein garnichts mit dem Insektensterben zu tun hat und dieses sensible Thema abgetrennt wird, dann läuten die Glocken hier irgendwie falsch... :hmm:
Immerhin schön, mal darüber geplaudert zu haben.
(Manfred, ich versteh ja, das du genervt bist, aber bildlich gesprochen nutzt du grad nen Pflug für die Forenbegleitkultur.
Ist ja schön, wenn nicht gepestet wird, aber optimal geht anders.)
Wildmohn, es ist nicht so, dass Glyph gar nix mit "dem Thema" Insektensterben zu tun hätte.
Nur kann, Neusprech und postfakten hin oder her, etwas wie "Insektensterben" höchstens als Phänomen,
nicht als "Thema" herhalten, dafür ist es zu komplex.
Welche Insekten, welches Habitat, welche Zeiträume möchtest du denn genau betrachtet wissen?
Und wie weit bist du von Glyph´weg, wenn du dich für ein Insekt/Lebensraum/etc. entschieden hast?
Ohne da aufzuteilen kommt man ner Lösung nicht näher, insofern find ich das Abtrennen voll in Ordnung.
Nein, ich möchte damit nicht gesagt haben, du seist es, die die Diskussion behindere; ich kann irgendwie schon verstehen, dass du das in den falschen Hals bekommst, also das Verschieben als "wollen wir hier nicht" interpretierst.

Aber warum sollen HIER "alle" Insekten rein?
Die Frage könnte doch auch lauten: welche Insekten sind durch welche Umstände von Glyph´betroffen;
was würde sich durch welche Alternativen verbessern, was evtl. verschlechtern.
Und natürlich möchte ich da als allererstes geklärt haben, ob ein E.Coli Bakterium zu den Insekten gehöre oder eher nicht.
(Weil ja manche Mikroorganismen von Glyph´gehimmelt werden und E.coli z.B. nicht.)(oh, ich weis nicht, ob ich den link wiederfinde...)
Aber die Mikros ernähren ja auch "Insekten", insofern dürfte es auch zählen.
Mir zum Beispiel ist echt daran gelegen zu differenzieren, ob was vergiftet wird oder ob die Nahrungsgrundlage entzogen wird.
Ich tick halt so, dass ich da nen Unterschied sehe.
Manfred

Re: Glyphosat-Diskussion

#1082

Beitrag von Manfred »

Seit ihr wirklich so schwer von Begriff?

Nochmal: Insekten bitte im Insekten Thread. Und dort steht nirgends geschrieben, dass ihr dort nicht über einen Einfluss von Glyphosat spekulieren dürft.
Benutzer 146 gelöscht

Re: Glyphosat-Diskussion

#1083

Beitrag von Benutzer 146 gelöscht »

Laut einem Dokument des Gerichtshofs unterstützt die Bundesregierung die EU-Lebensmittelsicherheitsbehörde Efsa bei dem Versuch, die Veröffentlichung von Studien über das Herbizid zu verhindern.
Die Efsa begründet die Geheimhaltung der Studien damit, dass eine Veröffentlichung die Geschäftsinteressen der Urheber Monsanto und Cheminova gefährdet und damit geltendes EU-Recht verletzt hätte.
:pfeif:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/g ... 82223.html
Adjua
Beiträge: 2754
Registriert: Mi 6. Jun 2012, 22:44

Re: Glyphosat-Diskussion

#1084

Beitrag von Adjua »

Bin bei Richard und Manfred. Zu den Biobauern wäre noch zu ergänzen, dass sie Kupfer einsetzen dürfen, was ja auch nicht gerade unproblematisch und ungiftig ist.
Benutzer 4754 gelöscht

Re: Glyphosat-Diskussion

#1085

Beitrag von Benutzer 4754 gelöscht »

viktualia hat geschrieben:Mir zum Beispiel ist echt daran gelegen zu differenzieren, ob was vergiftet wird oder ob die Nahrungsgrundlage entzogen wird.
Ich tick halt so, dass ich da nen Unterschied sehe.
:daumen:
und wenn du dir jetzt die Hetzte durchliest, wirst du feststellen das die Idr immer nach dem selben Muster ist:
Blühende Pflanzen -> Glyphosat -> Bluhpflanze tot -> Insekt tot.

Was dabei aber von den Kritikern NIE bedacht wird:
Blühende Pflanzen -> Bodenbearbeitung -> Bluhpflanze tot -> nach da kannst du dir denken ;)

Das will aber keiner der Gegner wahrhaben!
Manfred

Re: Glyphosat-Diskussion

#1086

Beitrag von Manfred »

Dazu kommt bei Intensivierung der Bodenbearbeitung noch -> Verbrennung organischer Bodensubstanz -> Reduzierung der Biomasse und Biodiversität im Boden -> weniger Insekten
Benutzer 72 gelöscht

Re: Glyphosat-Diskussion

#1087

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

weniger Insekten? -> bitte in den Insektenthread! :duckundweg:

efsa-bewertung-von-glyphosat-verletzt-eu-recht - zwar nichts neues, dennoch hm? was soll ich davon halten??

Ich persönlich denke ja, dass ein Glyphosat-Verbot der Herstellerfirma nutzen könnte, von wegen abgelaufener Patentrechte und jetzt kommt was neues, wo wir wieder Lizenzgebühren kassieren können.

Ich bin gegen Herbizide, auch gegen "chemische" Medikamente. Trotzdem nehme ich lieber Aspirin und Betaisodona statt Tomapyrin und neue Desinfektionssprays für kleine Verletzungen.
bin mir nur noch nicht ganz sicher, wie ich Glyphosat in dem Zusammenhang sehen soll - ist wahrscheinlich eher ein "althergebrachtes" oder noch nicht?
Was kommt nach?
weil ohne "können" unsre Landwirte ja offensichtlich nicht....
viktualia

Re: Glyphosat-Diskussion

#1088

Beitrag von viktualia »

Ach Ina, "althergebracht" ist sikkieren, Tallowamine, Glyph´an Kindergärtenspielplätzen und für den Hausgebrauch.
Das ist nämlich schon durch. Und das ist auch gut so.
(Die Bauern hier im Dof nehmen Sonnenblumenöl als Netzmittel hab ich mal gehört....)

Rhetorisch gesehen muss man aus einem "Glyph´sollte nicht sofort verboten werden"
nicht wirklich ein "ohne geht es gar nicht" machen.
Wenn es JETZT verboten werden sollte, ist die Umstellung auf Pfluglos nur noch schwerer und halt die Alternativen ungünstiger.
Also böte ein langsamerer Abschied mehr Möglichkeiten, das Risiko der Umstellung auch in kleineren Betrieben zu stemmen.
Möglicherweise, nicht garantiert.
„Möglicherweise sind also die erwartbaren handelspolitischen -Stichwort TTIP - und wirtschaftlichen Implikationen eines europäischen Verbots der wahre Hintergrund der kreativen aber keineswegs wissenschaftlich fundierten Risikobewertung durch die europäischen Zulassungsbehörden“,
Das fand ich jetzt mal nen interessanten Satz zu dem Thema. (aus deinem link oben)
Wenn auch der Bericht als solcher mal wieder nicht differenziert, dass man, je nach Dosis, von fast allem Krebs kriegen kann und diese Tatsache bei WHO und BfR unterschiedlich behandelt wird. Wenn einer in Brüchen rechnet und der andere in Dezimal brauch ich mich über unterschiedliche Zahlen nicht wundern.

O.T.: Ina, wo ist denn für dich der Unterschied zwischen Aspirin und Thomapyrin? (Jetzt sag nicht: Weidenrinde...)
Und warum nimmst du nicht Schnaps zum desinfiszieren, wenn dir "neumodischer Kram" nicht ins Beuteschema passt?
Benutzer 72 gelöscht

Re: Glyphosat-Diskussion

#1089

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

viktualia hat geschrieben:O.T.: Ina, wo ist denn für dich der Unterschied zwischen Aspirin und Thomapyrin? (Jetzt sag nicht: Weidenrinde...)
Und warum nimmst du nicht Schnaps zum desinfiszieren, wenn dir "neumodischer Kram" nicht ins Beuteschema passt?
Schnaps! Ja, gute Idee!! :pft:
brennt halt höllisch für die Kinder, hmmm. Wir verwenden sowieso fast nie Desinfektionsmittel, irgendwie schafft das der Körper auch so. :im:

Aspirin, ja doch wegen Weidenrinde - es ist ein zwar isolierter Stoff, aber einer, der in der Naturmedizin auch vorkommt. Wir haben in der Familie absolut keine Probleme mit dem Magen - daher: warum nicht Aspirin?
Thomapyrin ist soviel ich weiß für die Leber schwerer zu verarbeiten. Aber wie gesagt: das ist jetzt total unwissenschaftlich!! nur so Bauchgefühl.
Ich weiß halt gerne zumindest so ungefähr, wie etwas wirkt - da ist "die Weidenrinde" ein guter Anker :rot:
(finde es aber auf jeden Fall interessant, dem Warum nachzugehen...)
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Rohana
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Re: Glyphosat-Diskussion

#1090

Beitrag von Rohana »

Ja mei, was belastet die Leber denn nicht? :pfeif:

Viktualia: Bei TTIP hab ich Bauchschmerzen. Und wenn wir aus TTIP nur rauskommen durch ein Glyphosatverbot, dann wäre das ein guter Grund für mich, Glyphosat zu verbieten! Genauso wie ein erwiesenes Krebsrisiko oder sonstigwas handfestes. :lala:
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
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