Rati hat geschrieben:Hi
*
Edermühle hat geschrieben:Das ist ein effektiver Wolfszaun - damit man mal weiß worüber wir überhaupt sprechen:.
Ja komm

, es ist schon ein Unterschied ob mensch einen Wolf dauerhaft in Gefangenschaft halten will, wo er hartnäckig und langanhaltend auf der Suche nach einer Fluchtmöglichkeit sein wird oder ob mensch ihm einmal klar machen muß: " du gommst hier nich rein" bzw um hier rein zu kommen must du ne Menge Risiko eingehen.
Nein ist es nicht, ganz im Gegenteil da es sich in dem Fall ja sogar um "zahme" Wölfe handelt die perfekt mit Futter versorgt werden. Wenn also ein satter zahmer Wolf schon so gesichert werden muss, dann kann man sich ausrechnen dass das auch das mindeste bei einem wilden und hungrigen Wolf sein muss.
Damit sind wir dann wieder bei der "Nähfaden-Sicherheitsgurt" Diskussion.
Warum Tatsachen nicht einfach akzeptieren und auf deren Grundlage weiter diskutieren?
Rati hat geschrieben:Edermühle hat geschrieben:Den Leuten die Kompetenz ab sprechen zu wollen und ihnen somit zwangsläufig zu unterstellen sie wären zu blöd um zu erkennen, dass es ein normales Weidenetz mit Strom ja eh auch tut, weils beim eigenen Hund schließlich auch geht (ja geht bei unserem Hund auch) wäre dann doch sehr vermessen..
das ist schon richtig,es ist aber etwas ganz anderes was mich tatsächlich traurig macht.
Diesen traed hier gibt es seit 2010, die ersten wieder frei geborenen Wölfe in Deutschland gab es im Jahre 2000.
Ich will nicht schimpfen, ich will nicht anklagen oder vorwerfen, es macht mich einfach traurig das selbst hier in einem Selbstversorgerforum von Menschen manch vorhersehbare Probleme so angegangen wie es der sprichwörtliche Frosch im Wassertopf auf der Herdplatte macht.
Prepperkisten füllen, Versicherungen abschließen, Geld bunkern, für Risiken die möglicherweise auftreten könnten machen wir doch auch.
Warum aber haben sich die Viehhalter nicht schon längst zusammengesetzt um mit ihrere Erfahrung zu ihren Tieren und den Gegebenheiten ihrer Landschaft nach Möglichkeiten zu suchen rechtzeitig Präventiv vorbereitet zu sein.
Die Verantwortung obliegt selbstverständlich den Menschen, die den Wolf unbedingt haben möchten. Warum die nicht von Anfang an darauf geschaut haben den Wolf scheu zu halten, und ja auch jetzt nicht einsehen, dass das die einzige Chance sein wird, ist mir auch ein Rätsel, denn jetzt haben wir den Salat.
Aber da werden lieber Wolfspetitionen verschickt die als Titelbild einen zahmen Wolfshund(!) haben, Videos von halbzahmen Wölfen in Wolfsstationen gezeigt, über völlig nutzlose 1,20 Weidezüne gefachsimpelt und unbezahlbare und haftungstechnisch nicht tragbare Herdenschutzhunde vorgeschlagen, anstatt man sich realistisch dem Problem stellt.
Rati hat geschrieben:Edermühle hat geschrieben:Wie es vor der Ausrottung des Wolfes war?
MINDESTENS so wie es heute auch ist in Ländern die mit dem Wolf leben - er wurde bejagt und ging somit dem Menschen aus dem Weg und hat diese Scheu auch an seine Nachkommen weiter gegeben..
ja, und bejagen kann ja auch weiterhin ein Mittel zur Regulierung sein.
Nur haben wir heute auch noch andere Möglichkeiten.
Und ja, falls noch einmal jemand von mir aus der ferne konkrete Vorschläge verlangt, werde ich meine gedanken dazu äußern und bin bereit die darauf garantiert erfolgende Disskusion zu führen.
Grüße Rati
Die "anderen Möglichkeiten" wären?
Ein Wolfszaun bleibt ein Wolfszaun und ein Placebodekorationsweidenetz bleibt ein Placebodekorationsweidenetz und wenn mans noch 100 mal vorschlägt.
Herdenschutzhunde sind kosten -, aber vor allem risiko- und haftungstechnisch nicht umsetzbar und wenn mans noch 100 mal vorschlägt.
Wenn man an diesen beiden Dingen unbedingt festhalten möchte dann bitte auf einer sachlichen und vor allem realistischen Ebene.
Dann diskutieren wir eben über 3 Meter hohe Zäune im Grünland - Kosten, Baurecht, Landschaftsbild etc.
Bei Herdenschutzhunden diskutiert man dann neben den Kosten eben über einen generellen Haftungsauschluss beim Besitzer und über Eigenverantwortung bei Wanderern etc - lässt sich gesetzlich ja alles regeln.
Wenn man das ehrlich angeht, hab ich absolut kein Problem damit.