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Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens
Verfasst: Sa 10. Nov 2018, 18:32
von alter Sack
Betr.:
.... wird der ganze Adventskitsch immer früher angeboten- und es scheint zu funktionieren ....
Grund:
Weil sich die Leute das Zeug zuhause auf Vorrat legen (müssen).
Bei uns gibt es im EDEK.. am Mitte Dezember keine Stollen mehr. Also jetzt kaufen und bunkern.
Ab Mitte Dezember gehen Teile dieser Wahr bereits zu den Tafeln.
Der Grund ist folgender. Der erste macht das Geschäft schon ein paar Tage früher, also fangen alle immer früher an zu spinnen.
Ich glaube nicht das in Summe, über das gesamte Jahr, dadurch viel mehr verkauft wird.
Das ist das selbe wie mit den langen Öffnungszeiten. Wird von den meisten Menschen nicht gebraucht, und keine Händler gönnt der Konkurenz die Mehreinnahme. Ergo mach alle die langen Öffnungszeiten, mit entsprechender Verschwendung an Strom un Heizung, und der Gesamtumsatz der Bevölkerung steigt dadurch wenn überhaupt nur maginal.
Irgendwer hat mal gesagt, : Wenn du was nicht verstehst, folge der Spur des Geldes
Gruß Jürgen
Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens
Verfasst: So 11. Nov 2018, 06:32
von hobbygaertnerin
Früher war nach Weihnachten alle Deko im Preis herabgesetzt und da hab ich mir das eine oder andere Teil relativ günstig gekauft.
Heute wird bereits vor Weihnachten alles versucht, das Zeugs los zu werden.
Ich kann mir nicht helfen, wenn die Lebkuchen bereits im September in den Geschäften zu Kaufen angeboten werden, wann wurden sie gebacken?
Was mich in unserer Zeit einfach stört, ist dieses der Zeit um einige Wochen voraus zu sein,
Advent und Weihnachten bereits im September und die Deko wird immer kitschiger, zum Glück brauch ich da nichts kaufen.
Die vertrockneten Adventskränze, ebensolche Allerheiligengestecke fürs Grab, alles massentauglich und furchtbar, die Christbäume werden auch schon sehr früh geschlagen, Zubehör für Weihnachtsgebäck muss man im Oktober kaufen, weil sonst nichts mehr da ist.
Ein paar Tage nach Weihnachten ist bereits wieder alles auf Frühling, von den blühenden Zwiebelblumen bis zur entsprechenden Deko, weit vor der Zeit dann die Balkon- und Gartenblumen, wir bekommen mit unserer Tageszeitung das Angebotsheftchens eines Discounters- jede Woche ein Thema und das ist so verhersehbar.
Ich geniesse es, dass ich meinen eigenen Geschmack in Richtung Deko haben darf, dass ich mich diesem Einkaufsdiktat oder wie man es auch nennen kann, nicht unterwerfen muss. Es kann doch nicht sein, dass ein paar Konzerne sogar die Gestaltung der Wohnung in ihren Händen haben. Man sieht auf der Strasse die Leute sind alle annähernd gleich gekleidet, auch hier merkt man diesen Masseneinfluss- und diese Massen an Bekleidung, die nur noch verramscht werden.
Finde es schön, aus dem, was ich in der Natur draussen finde, meine eigenen Dekoobjekte machen zu können und versuche im Jahresfluss einigermaßen zu bleiben. Einigermaßen von diesem Einkaufsverhalten verschont zu bleiben, da bin ich zwar Konsumschädling, aber es hat ja eh jeder zuviel Krempel rundherum.
Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens
Verfasst: So 11. Nov 2018, 08:42
von Doris L.
Es gibt Lebkuchenrezepte die kann man Monate im Voraus zubereiten. Jedes Jahr überlege ich ob ich das ausprobieren soll

. Mache es aber nie

. Ich habe eine Leidenschaft für Weihnachtsgebäck und backe für mich alleine verschiedene Sorten. Die Zutaten kaufe ich auch schon lange vorher nach und nach, weil mir das auf einen Schlag zu teuer ist.
Was machen die Leute nur jedes Jahr, schmeißen die die Weihnachtsdeko fort? Jedenfalls kann man im Friedensdorf Laden vor den Feiertagen gebrauchte Deko kaufen.
Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens
Verfasst: So 11. Nov 2018, 09:10
von Rohana
hobbygaertnerin hat geschrieben:
Ich geniesse es, dass ich meinen eigenen Geschmack in Richtung Deko haben darf, dass ich mich diesem Einkaufsdiktat oder wie man es auch nennen kann, nicht unterwerfen muss.
Oh ja! Und vor allem muss ich gar nicht grossartig dekorieren. Draussen dekoriert es sich selbst, drinnen ist es nicht unbedingt nötig. Aufräumen ist Arbeit genug

Vielleicht machen wir dieses Jahr wieder ein Weihnachtsgesteck mit dem, was wir beim Waldspaziergang finden. Vielleicht backe ich lieber. Zu Ostern gibt es bunte Eier, die haben die Hühner selbst gefärbt und ich muss sie bloss noch in die Kirche tragen zum weihen. Im Spätherbst gibt es einen Erntedankstrauss und ein Arrangement unserer Feld- und Gartenfrüchte. Was brauche ich mehr? Sollen doch die Massen hinter dem blöden Glitzerkrams herrennen... ich finde es jedesmal schön, wenn ich in die Werbeblättchen gucke und ü-ber-haupt kein Bedürfnis habe Zeug zu kaufen.
Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens
Verfasst: So 11. Nov 2018, 15:54
von Mara1
Rohana hat geschrieben:hobbygaertnerin hat geschrieben:
Ich geniesse es, dass ich meinen eigenen Geschmack in Richtung Deko haben darf, dass ich mich diesem Einkaufsdiktat oder wie man es auch nennen kann, nicht unterwerfen muss.
... ich finde es jedesmal schön, wenn ich in die Werbeblättchen gucke und ü-ber-haupt kein Bedürfnis habe Zeug zu kaufen.
Das merke ich auch bei mir. Ich schaue es mir an, aber brauchen tue ich es nicht. Und wenn ich mal etwas schön finde, frage ich mich mittlerweile "brauch ich das?". Und stelle dann fest, dass ich noch genug habe aus früheren Zeiten. Ich glaube das ändert sich auch mit dem Alter. Um so "gesetzter" ich werde, um so weniger SchnickSchnack brauche ich. OK, ein guter Fundus hat sich ja auch angesammelt im Laufe der Zeit.
Dieses Jahr stehen auf dem Wozimmertisch 1-Liter-Weckgläser mit Dingen aus der Natur gefüllt. Mir ist erst beim sammmeln aufgefallen, wie viele verschiedene Eichel-Arten es gibt! (große, kleine, dicke, dünne, lange oder wie eine Haselnuss geformt). Jetzt hat jede ein Glas und zur Weihnachtszeit werden die Gläser noch mit etwas Band und einigen kleinen Kugeln dekoriert.
Hier wächst draussen noch massenhaft Asiasalat. Die Ringelblumen blühen noch! Wahnsinn! Und das Laub hat (hatte) eine ganz tolle Färbung dieses Jahr! Die XXL Buche - eine echte Pracht und Augenweide.
Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens
Verfasst: So 11. Nov 2018, 21:27
von Maisi
Ich fall bei diesen Sachen auch aus der Reihe; so "Fertigdeko" gibt es wenig, und die wo ich habe, wird jedes Jahr wieder verwendet (oder auch Dinge aus der Natur).
Vorm Advent gibt es überhaupt gar keine gekauften Lebkuchen, die Weihnachtsplätzchen backe ich auch erst kurz vor Weihnachten, denn die werden dann an Weihnachten und danach gegessen. Adventskranz mach ich selbst. Der Christbaum wird an Heilig Abend aufgestellt und bleibt (sofern er nicht zu sehr nadelt...) bis Sonntag nach Dreikönig; die Krippe lass ich bis Lichtmeß stehen.
Was dazu in den Werbeblättchen Wochen (Monate...) vorher schon alles angepriesen wird, juckt mich nicht. Die blättere ich eh nur durch, weil es ein paar Dinge gibt, die ich immer nur im Angebot kaufe und dann danach Ausschau halte, weil sie alle paar Wochen rotierend auftauchen... Was das Thema angeht, ist mein Familien- und Freundeumfeld zum Glück ähnlich gepolt. Zu Essen gibt es bei meinen Eltern am 1. Weihnachtstag, wo alle zusammen kommen, seit Jahr und Tag das selbe (Sauerbraten mit Knödel und irgendein Wintersalat ausm Garten), wir brauchen keine Luxusmenüs. Wer kochen kann, kriegt auch ohne exotische Zutaten was ordentliches auf den Tisch.
Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens
Verfasst: Mo 12. Nov 2018, 08:04
von hobbygaertnerin
Bei uns gibts die Plätzerl auch erst an Weihnachten und was dann noch am Neujahrstag übrig davon ist, wird eingefroren, aufgetaut schmecken sie dann wieder wie frisch gebacken und so mancher Winternachmittag mit steifen Temperaturen wird mit einem Tee und Plätzchen dann gleich viel gemütlicher. Hab mir allerdings für dieses Jahr vorgenommen alte Lebkuchenrezepte wieder zu machen, diese vielen neuen Plätzchenrezepte interessieren mich eigentlich auch schon längere Zeit nicht mehr, es gibt ein paar alte Familienrezepte, die sehr gefragt sind, da weiß ich, dass jeder daran Freude hat. Muss auch gestehen, diese vollwertigen Plätzchen gibts nicht mehr (isst eh immer keiner), dafür mag ich lieber Vollkornbrot übers ganze Jahr. Der Adventskranz ist selbstgemacht und als Christbaum kommt ein Baum aus unseren Wald zum Einsatz (wobei ein schöner Edelbaum wäre auch nicht zu verachten

), Gans haben wir nicht, aber Bressehähne aus der eigenen Aufzucht.Wir brauchen keine besonders edlen oder teuren Delikatessen, aber es gibt aber auch nicht die im Januar/Februar so hochgehängte Fasten- bzw. Abnehmkur.
Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens
Verfasst: Mo 12. Nov 2018, 09:12
von Rohana
Pflanz doch beim nächsten Mal ein paar Weihnachtsbäume mit - wenn sie nicht verrecken wegen Dürre, stehen die Chancen gut, zumindest die richtige Sorte zu haben... crippen(?) und stutzen und blah muss man ja nicht machen.
Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens
Verfasst: Mo 12. Nov 2018, 09:48
von hobbygaertnerin
Haben wir schon öfters gemacht, aber wenn dann mein Mann auf Christbaumsuche geht und die "Edlen" so schön dastehen, dann kommt er doch wieder mit einem Besen aus einem Unterstand, der dort sowieso wegmüsste.

Dafür hab ich immer genug Schnittgrün.
Und ein Streit wegen so einem Christbaum ist mir das Ganze auch nicht wert.
Bei Bekannten steht im sehr edlen riesigen und auch sehr hohen Wohnzimmer immer der perfekte Baum- kostet jedes Jahr um die 500 Euros, das muss man auch mögen.
Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens
Verfasst: Mo 12. Nov 2018, 21:06
von Hildegard
Ich könnt mir den schönsten Christbaum aus der Kultur meines Sohnes aussuchen, aber ich will einen maßgeschneiderten in mein "Eck" und da schlagen die "Experten" immer die Hände über dem Kopf zusammen, weil der in ihren Augen unmöglich ist.Er darf an der Rückseite ja nur kurze Äste haben

und nachher bekommen ihn die Vögel zum Futterhäuschen und Endstation ist dann die Destille (Nadeln) wo Hydrolat draus gemacht wird, der Rest wandert in den Kachelofen und aus der Asche wird dann Flüssigwaschmittel gemacht...irgendwann landet er so im Meer. Also haben wir das ganze Jahr was davon.