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Re: Wölfe

Verfasst: Di 2. Okt 2018, 11:45
von Rati
kraut_ruebe hat geschrieben:...wozu man den wolf als ausnahme erklären muss, ihn fast wie ein güldenes einhorn betrachtet und metaphern und pseudogeländewagenmütter welche kinder überfahren (oder was auch immer das bizzare beispiel da vorher war) auspacken muss, leuchtet mir nicht ein..
kraut, lies doch bitte noch mal meine Beiträge der letzten 5 Seiten, kein einziges mal habe ich den Wolf zu einer Besonderheit erklärt, ihn zum Kuscheltier gemacht oder gefordert das er absoluten Schutz geniessen soll.
Leider wird das nun mal immer wieder gern ausgeblendet, denn wenn erst ein mal ein Feindbild etabliert wird, dann wird nicht nur der Sündenbock zum Opfer gemach sondern auch jeder der versucht objektiv an die Problematik heranzugehen gleich mit zum- Achtung Metapher! - Volksverräter erklärt.

PS: hier der von mir im Vorbeitrag erwähnte Vortrag des Schäfers, der übrigens Johannes und nicht Jürgen heist.:
https://www.youtube.com/watch?v=PWq9lvL6gV0

Grüße Rati

Re: Wölfe

Verfasst: Di 2. Okt 2018, 13:47
von Gelöschter Benutzer 54
rati, ich habe die letzten seiten gelesen, bzw. so überflogen, wie es die meisten leser wohl machen.

hängen geblieben ist: wölfe sind nicht gefährlicher als/so gefährlich wie SUVs vor schulen, menschen sind überall auf der welt kritikwürdig, jäger sowieso und bäh, nazidiskussion, bloss nicht dran anstreifen.

mein fazit: viel gerede, nix brauchbares für schafhalter. meine schlussfolgerung: nicht diskutieren, es bringt sichtlich nix. also abschuss.

Re: Wölfe

Verfasst: Di 2. Okt 2018, 14:47
von Benutzer 72 gelöscht
Rati hat geschrieben:PS: hier der von mir im Vorbeitrag erwähnte Vortrag des Schäfers, der übrigens Johannes und nicht Jürgen heist.:
https://www.youtube.com/watch?v=PWq9lvL6gV0

Grüße Rati
danke für das Video!!
sehr lehrreich .....

Ich hoffe, er kann sich durchsetzen! :daumen:

(nur leider hab ich statt "Herdenschutzmaßnahmen" glatt "Herrenschutzmaßnahmen" verstanden :pft: )

Re: Wölfe

Verfasst: Di 2. Okt 2018, 16:57
von Buchkammer
Eine Metapher habe ich auch noch in petto:

So lange die Lämmer schweigen und die Schafe weiter schlafen, werden nur die Hirten wissen, dass der Wolf längst sein Fell verloren hat und nackt dasteht.

Wer es genauer wissen will, sucht bei youtube nach den Begriffen im Gespräch Mausfeld Lämmer und sieht sich das 98 Minuten Video an. :engel:

Re: Wölfe

Verfasst: Mi 3. Okt 2018, 09:43
von Rati
kraut_ruebe hat geschrieben:rati, ich habe die letzten seiten gelesen, bzw. so überflogen, wie es die meisten leser wohl machen.

hängen geblieben ist: wölfe sind nicht gefährlicher als/so gefährlich wie SUVs vor schulen, menschen sind überall auf der welt kritikwürdig, jäger sowieso und bäh, nazidiskussion, bloss nicht dran anstreifen.

mein fazit: viel gerede, nix brauchbares für schafhalter. meine schlussfolgerung: nicht diskutieren, es bringt sichtlich nix. also abschuss.
:lol: danke schön kraut, mit dieser Zusammenfassung hast du wunderschön demonstriert was das eigentliche Dilema ist.
Wie leicht es sich der mensch macht zu urteilen wenn eine Sache ihm zu groß wird. Genau so läuft das bei vielem.
Reduktion auf leicht verständliche Schlagwörter, immer so ausgerichtet das sie die eigene Meinung stützen und alles andere verteufeln bzw gegen den anderen verwendbar machen. Nachdenken? Selbstreflektieren?
Blos nicht! Alles viel zu anstrengend, zu aufwendig, und am Ende womöglich noch mit Konsequenzen für einen selbst verbunden. :ohoh: Wer will den so etwas, schließlich ist doch jemand anderes Schuld.
kraut_ruebe hat geschrieben:hängen geblieben ist: wölfe sind nicht gefährlicher als/so gefährlich wie SUVs vor schulen, ...
das stimmt sogar, schließlich ist das Thema SUV mit noch viel mehr schädlichen Auswirkungen verwoben als der möglichen Tötung eines Kindes im morgendlichen Verkehrsstress.
Blöd nur das es darum gar nicht ging, sondern um den Umgang mit dem "Täter" wenn etwas passiert.
Na ja, :aeh: Texte überfliegen und kommentieren ist alle mal unterhaltsamer als zu versuchen sie zu verstehen. :kaffee:

Grüße Rati

Re: Wölfe

Verfasst: Mi 3. Okt 2018, 10:32
von viktualia
Ach Rati, so hart hätte ich das jetzt nicht ausgedrückt, aber ich dacht gestern Abend auch:
"Abschuss" ist das Entweder zum Oder "Utschigutschi".
(Und überlegte, welches von beiden wohl zur "lesson" gehört und welches zum "suffer".
Beides "suffer", eindeutig.)
"Lesson" wäre in dem Fall, meiner unbescheidenen Meinung nach, die Sache mit der
"Nicht- Kommunikation", die es ja nicht gibt.

Das Raubtier Wolf mit der Vorgabe "geschützt" auszuwildern, (nee: "auszuwildern", ohne Anführungszeichen geht das gar nicht...)
ist ein bischen, als hätte man tausende SUV´s ohne Bremsen auf den Markt gebracht.
Und nur, weil man´s nicht quietschen hört, glauben alle, es müsse so sein.

Tiere reagieren auf das "Hier und Jetzt", eine Fähigkeit, die die meisten von uns verloren haben
und stattdessen irgendwelchen, mehr oder eher weniger unreflektierten, Vorstellungen anhängen.

Und wenn so ein Raubtier in einem Revier keine Konkurenz erlebt, dann ist das SEIN Revier, so einfach ist das.

Aber wenn man ihm zeigt, dass es unerwünscht ist,
dann könnte - Achtung, Konjunktiv - die "Kommunikation" losgehen.

Und dann, lieber Rati, sind wir bei dem von dir mehrmals, ausdrücklich bis eindringlich, geschilderten Vorgehen:
Orientierung an der realen Situation, der Landschaft, den vorhandenen Ressourcen, den Tieren und den Menschen dort.
Und deren mannigfaltigen Möglichkeiten.

Aber lieber warten, bis die nicht-vorhandenen Bremsen quietschen,
dann kann man die "Schuld" auf irgendwen schieben
und die eigene Natur-Entfremdung weiter zelebrieren.

Re: Wölfe

Verfasst: Mi 3. Okt 2018, 11:05
von Rati
Hi Vikti,
Viktualia hat geschrieben:Ach Rati, so hart hätte ich das jetzt nicht ausgedrückt, ...
*seufz* ja, auch ich bin nicht völlig imun gegen die populistischen Verführungen :aeh:

viktualia hat geschrieben:Und wenn so ein Raubtier in einem Revier keine Konkurenz erlebt, dann ist das SEIN Revier, so einfach ist das.

Aber wenn man ihm zeigt, dass es unerwünscht ist,
dann könnte - Achtung, Konjunktiv - die "Kommunikation" losgehen.

Und dann, lieber Rati, sind wir bei dem von dir mehrmals, ausdrücklich bis eindringlich, geschilderten Vorgehen:
Orientierung an der realen Situation, der Landschaft, den vorhandenen Ressourcen, den Tieren und den Menschen dort.
Und deren mannigfaltigen Möglichkeiten.

Aber lieber warten, bis die nicht-vorhandenen Bremsen quietschen,
dann kann man die "Schuld" auf irgendwen schieben
und die eigene Natur-Entfremdung weiter zelebrieren.
du sagst es. :daumen:

Grüße Rati

Re: Wölfe

Verfasst: Di 9. Okt 2018, 17:42
von Sonne
Ich kann mich jetzt nicht wirklich für eine Meinung entscheiden.

Auf der einen Seite ist es cool Raubtiere im Land zu haben.

Aber Raubtier ist halt Raubtier.

Das (wohl heute erst passiert) ist schon krass:

https://web.de/magazine/panorama/foerst ... e-33236652

Wir waren neulich im Wald...hatten da auch das 'Thema Wolf'...und da fragte mich mein Mann, wie ich es fände, wenn jetzt ein Wolf vorbei käme.

Ich sagte ihm, wenn sich der Wolf artgerecht wie so oft beschrieben verhält (ist scheu, meidet Menschen, zieht sich zurück und greift sie nicht an)....fände ich es total spannend, wenn da hinten jetzt ein Wolf kurz stehen blieb und dann im Dickicht verschwinden würde.

(Haha.... :haha: ich weiß nicht ob ich das wirklich cool fände, oder ob ich Panik bekäme, weil ich ja auch total Angst vor Hunden hab'...aber den Gedanken finde ich faszinierend)

Und es fragt sich dann natürlich auch, ob der Wolf das im Internet oder in den Büchern auch liest,
wie er sich zu verhalten hat. :aeh:

Re: Wölfe

Verfasst: Di 9. Okt 2018, 22:16
von Benutzer 6122 gelöscht

Re: Wölfe

Verfasst: Mi 10. Okt 2018, 06:20
von July
Gamz schön traurig....
LG von July