Planen fuer den Notfall oder nicht?

Was halt nirgendwo passt
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citty
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1011

Beitrag von citty »

Hi, genau so ist es, Hildegard! Es wird so gut wie nichts mit dem Flugzeug transportiert, die Transportkosten waeren viel zu hoch ausserdem fleigen ja sowieso nicht mehr viele wegen der anhaltenden ...ehm ... Pandemie.
Es werden jede Menge lebende Schlachttiere von Australien und NZ in den Mittleren Osten verschifft, wenn denen das Wasser ausgeht oder die Kuehlanlagen ausfallen ist es aus. Die Tiere tun mir besonders leid, auch wie sie am Ankufntsort behaldelt werden :ohoh:

@ Rohana, was stoert es uns wenn da ein Schiffchen im Mittleren Osten querliegt :daumen:

LG Citty
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Rohana
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1012

Beitrag von Rohana »

citty hat geschrieben: So 28. Mär 2021, 22:25 @ Rohana, was stoert es uns wenn da ein Schiffchen im Mittleren Osten querliegt :daumen:
Was macht es für einen Unterschied ob es mich stört oder nicht? Das hilft weder dabei das Schiff frei zu bekommen, oder den Tieren auf den anderen Schiffen Wasser zu bringen.
Interessant wäre es eher ob es solche Situationen schonmal gab und wie damit bisher umgegangen wurde, oder was für Konsequenzen man daraus ziehen kann als eine der involvierten Parteien... die globale Logistik wird jedenfalls deswegen nicht abgeschafft werden :im:
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citty
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1013

Beitrag von citty »

Hi, wer sagt denn was von globale Logistik abschaffen? Und ausserdem muss dich das alles gar nicht interessieren, ignoriere es einfach :daumen:

LG Citty
Gelöschter Benutzer 54

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1014

Beitrag von Gelöschter Benutzer 54 »

citty hat geschrieben: So 28. Mär 2021, 19:09 . aber uebleregt Euch mal was es fuer Euch bedeutet wenn dieses Schiff noch einen Monat feststeckt. Mehr sag ich jetzt nicht.
Den SV wird es am Wenigsten kratzen.

Keine Schrauben aus China für Fertiggartenhütten? Kein Lammfleisch, geschlachtet in X, aufgewachsen in Y? Genau dies vermeiden wir ohnehin, nicht zuletzt wegen der Transportbedingungen - sei es nun aus dem Gedanken, dass man nicht Alles billig vom anderen Ende der Welt herankarren muss oder weil man keine auf welche Art auch immer gequälten Tiere essen mag.

Cool down. Die Welt hat viele Probleme über die man sich echauffieren kann - oder selber seinen Teil dazu beitragen kann, sie nicht zu vergrößern, zB indem man nix kauft, was containerweise von sonstwo angeschippert werden muss. Man kann auch ohne Billigfetzen (=Billigklamotten), seriengefertigte Hütten und erst recht ohne Fleisch aus dem Ausland leben.
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1015

Beitrag von Rohana »

kraut_ruebe hat geschrieben: So 28. Mär 2021, 23:59 Keine Schrauben aus China für Fertiggartenhütten? Kein Lammfleisch, geschlachtet in X, aufgewachsen in Y? Genau dies vermeiden wir ohnehin, nicht zuletzt wegen der Transportbedingungen - sei es nun aus dem Gedanken, dass man nicht Alles billig vom anderen Ende der Welt herankarren muss oder weil man keine auf welche Art auch immer gequälten Tiere essen mag.
So isses.
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citty
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1016

Beitrag von citty »

Wow das war jetzt mal eine Grundsatzrede, liebe Kraut und Ruebe, alle Achtung! Am Besten noch diesen Fernostschrott den man so im Haus hat einfach rausschmeissen, nix wie weg damit! Nur schade dass viele fair trade Produkte auch ueber den Suezkanal kommen aber was solls.

LG Citty :michel:
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1017

Beitrag von emil17 »

Nach unseren Berechnungen dürfte jede Woche Schließung das jährliche Wachstum des weltweiten Handels zwischen 0,2 und 0,4 Prozentpunkte kosten
Nicht der Handel ist also durch diese Blockade bedroht, sondern bloss erst die ZUNAHME des Handelsvolumens!
Das Hamsterrad dreht sich sowieso viel zu schnell ...
Eine große Firma in unserer Nähe, die u.a Gartenhütten baut, muss erforderliche Schrauben jetzt aus China einfliegen, weil sie in Europa keine mehr kriegt, sonst steht die gesamte Anlage!
Dann hat der halt Pech gehabt ... in SV-Kreisen würde man das als mangelnde Vorsorge bezeichnen.

Könnte es sein, dass da gewisse Geschäftsmodelle zu sehr auf Kante genäht sind? Wenn man just in time Produktionsketten quer über Kontinente macht, dann geht man damit bewusst und absichtlich ein Risiko ein, nämlich dass man sich extrem von anderen abhängig macht. Das kann man tun, aber dann auf Katastrophe machen bloss weil eingetreten ist was jeder vernünftig denkende Mensch vorhersehen könnte, ist zu einfach. In diesem Chor muss ich nicht mitsingen.

Wenn jetzt chinesische Gummibadeenten 20 Cent das Stück teurer werden oder drei Wochen nicht mehr in rosaraot erhältlich sind, weil die über Südafrika herumgefahren werden müssen, kann ich damit leben.

Wenn ein europäischer Klopapierhersteller errechnet, dass es pro 10 Rollen 0.7 Cent billiger wird, kommen die wahrscheinlich bald auch aus China und wenn dann der Kanal blockiert ist, kann in Europa bald keiner mehr so aufs Klo wie sonst, und schuld an dieser Katastrophe ist dann der Kapitän eines Frachters, und nicht etwa die, welche diesen globalen Produktionsoptimierungsunsinn auf immer absurdere Spitzen treiben.

Ach ja, gerade höre ich, das Schiff habe wieder Wasser unterm Kiel.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1018

Beitrag von si001 »

emil17 hat geschrieben: Mo 29. Mär 2021, 07:02 Dann hat der halt Pech gehabt ... in SV-Kreisen würde man das als mangelnde Vorsorge bezeichnen.
Genau. Mangelnden Vorratshaltung.
Die Lager der deutschen Industrie heißen seit Jahrzehnten (zunehmend) A9, A2, .... Jeweils die rechte Fahrspur und wenn es bergan geht auch noch die zweite Spur daneben. :flag:
Liebe Grüße, si001!
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penelope
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1019

Beitrag von penelope »

Man ist gestern wohl einen guten Schritt weiter gekommen und es sieht ganz gut aus, dass der Kanal bald wieder befahrbar ist.

Aber ich denke, man darf es wohl als Warnschuss verstehen, wie sehr man sich von Strukturen, auf die man keinen Einfluss hat, abhängig macht.

(Es wurde aus meiner Sicht aber auch schon vieles in der Presse hochgekocht. Klar ist der Kanal sehr wichtig, aber er ist nun ja nicht der einzige Weg aus Fernost nach Europa. Ich hab mich gerade am Wochenende mit einer Freundin getroffen, die in einem Betrieb arbeitet, der auch vieles in China fertigen lässt: deren Produkte kommen über die Schiene nach Deutschland. Mein Mann macht beruflich internationale Transportversicherungen, da war auch noch alles ganz entspannt)
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1020

Beitrag von penelope »

Der bendenklichere Aspekt an dem Ganzen ist eigentlich, dass das gleiche Schiff 2019 in Hamburg schon eine Fähre plattgedrückt hat und es ein riesiges Glück war, dass gerade kaum jemand auf der Fähre war. Es sieht ganz so aus, als ob es dringend an der Zeit ist zu überdenken, wie man auch über Länder- und Kontinentalgrenzen hinweg Sicherheitsstandads festlegen kann.
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