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Re: Toms Allrounderhof
Verfasst: Mi 21. Dez 2016, 18:49
von viktualia
Kein bunter Mangold?
Ich hab nen rotgestreiften Sauerampfer, schick ich dir, wenn du magst.
Es sind ja schon paar Sachen bei, die deutlich weniger Arbeit machen, nur ein bissl Platz brauchen (Lavendel, Thymian, Estragon, die mehrjährigen halt), aber halt erst nächstes Jahr gross sind. Hach, so nen Garten hätt ich viel lieber als nen gemüsigen.....
Wo ist die Pimpernelle? Kann ich dir auch paar schicken, nächstes Jahr.
Müsstest du nicht überlegen, in welchen Wochen du mit welchen Sachen an die 100 Euronen kommst?
Und wie schnell es dieses Jahr nachwächst, der Thymian zum Beispiel?
Würden die sich auf "Bouquet de Saison" einlassen? Wechselnde Kräutersträuschen, 5-7 Zweige für 2 Euro, 25 St. die Woche?
Sind die Weiterverkäufer oder Verbraucher(Küche)?
Ich wünsch dir viel Glück!
Kennst du Leinkraut?
https://de.wikipedia.org/wiki/Echtes_Leinkraut find ich leichter als Löwenmäulchen.
Re: Toms Allrounderhof
Verfasst: Mi 21. Dez 2016, 18:55
von mot437
danke fuer die tolen tips
es ist ein laden fuer endferbraucher in ner einkaufsmeile
Re: Toms Allrounderhof
Verfasst: Do 22. Dez 2016, 14:19
von mot437
war gerade nochmal n par ziegel runterholen fom scheunendach und möchte nun eine notplane mit gefäle uber dem keler montieren befor es wider regnen komt
und nun hat eine zweite junghene henne angefangen zu legen es war n heleres ei drin
Re: Toms Allrounderhof
Verfasst: Do 22. Dez 2016, 18:19
von connymatte
Re: Toms Allrounderhof
Verfasst: Do 22. Dez 2016, 20:39
von mot437
danke

Re: Toms Allrounderhof
Verfasst: Fr 23. Dez 2016, 11:24
von Dyrsian
Was viel Geld pro Fläche bringt sind alle Dinge mit kurzer Kulturdauer, geringem Platzbedarf und hohem Preis / Einheit und im idealfall der Möglichkeit zur Veredelung.
(Pflück)salate (gewaschene Fertigmischungen), Sprossen, Babygemüse, bestimmte Kräuter, sonstiges Blattgemüse, Mastgeflügel
Dieser Mann macht angeblich 123.000$ auf 1250 qm:
http://theurbanfarmer.co/
Es läuft bei allen Modellen aber im Grunde genommen auf das o.g. hinaus, plus Veredelung (Fertigprodukte), plus gute Märkte (kapitalstarke Stadtbevölkerung, Restaurants) plus gutes Marketing. Der wirtschaftliche Druck ist allerdings enorm, deswegen mache ich das (noch) nicht, das ist ne echt harte Nummer aber das ist dir bestimmt klar. So richtiges Öko-Gefühl isses auch nicht, zumindest für mich.
Ich schätze ein CSA Modell ist deutlich entspannter, allerdings quasseln dir dann ständig Leute rein, du musst die Mitglieder "bei Laune halten" und dein Einkommen steht und fällt mit den persönlichen Befindlichkeiten einiger weniger Mitglieder. Da muss man glaube ich einfach der (soziale) Typ für sein. Nix für mich.
Re: Toms Allrounderhof
Verfasst: Fr 23. Dez 2016, 12:56
von mot437
wow das is ja auch n super link
danke
Re: Toms Allrounderhof
Verfasst: Fr 23. Dez 2016, 13:35
von viktualia
Ich bin so frei und sortier mal bissl um:
Kräuter:
Zweijährige:
Petersilie (krause,glatt)
Knoblauch-Schnittlauch
Schnittlauch
Im ersten Jahr nicht viel Ertrag, dann mehr, dann neu aussäen.
Einjährige:
Basilikum, Thaibasilikum
Kerbel
Dill
Viel Ertrag, entsprechend Arbeit.
Mehrjährige:
Thymian
Majoran oder Oregano
Salbei (welche Arten? Es gibt sie mit große Blättern, kleinen mit viel Aroma, Sorten mit viel Blüten)
Rosmarin
Lavendel
Estragon
Bohnenkraut
Zu Anfang wenig Ertrag, können alle über Stecklinge vermehrt werden und bringen dann kontinuierlichen Ertag, evtl. erst ab dem 3ten Jahr.
Pfefferminze
Melisse (Erdebeer, Ananas, Zitrone)
(wenn alle im Forum dir ihre überzähligen Zitronenmelissebüsche schicken, hast du gleich mehr als 10qm davon!)
Blätter von Erdbeeren, Brombeeren (Stacheln? Lieber Himbeeren?)
Johanniskraut (Blüten? Nur im Juni zu ernten)
Frauenmantel
Küchen-Lorbeer
(Waldmeister)
Ich denk, mit Minze machst du am meisten, bzw. am leichtesten Geld. In Lorbeer würde ich nur investieren, wenn das Geld den Aufwand fürs überwintern lohnt.
Was ist mit Hollunder? Gänseblümchen? (In Gänseeier gepflanzt, wenn das hygienetechnisch geht, mit nem Nest aus Ästen drunter, bringt bestimmt auch gut Geld zu Ostern...)
Blüten:
Stiefmütterchen, (sicher? Nicht Hornveilchen?)
Veilchen, (Wildwuchs o.k., wenn du´s übers Herz bringst, ansonsten zu aufwändig)
Borretsch, Ringelblumen, (passen gut überall zwischen, ist auch gesund fürn Boden, lassen sich bis Dezember kultivieren, Top!)
Sonnenblumen, je nach Sporte....
Vergissmeinnicht, nur Ende April bis Anfg. Juni, aber ebenfalls easy zu kultivieren und zu verpflanzen, gut haltbar.
Rosen (Duft), auch welche für verschieden große Hagebutten?
Zucchini,
Topinambur- gibts ebenfalls verschiedene Sorten, mal mehr Knollen, mal mehr Blüten, Ernte erst spät.
Löwenmäulchen uva.
Orangentagetes: leicht zu kultivieren (bis auf die Schnecken...), gut zum durchernten, tolles Aroma!
Könntest auch ne Doppelnutzung für die Gewächshäuser im nächsten Winter andenken: unten Hühner, darüber Töpfchen mit Stecklingen...
Kapuzinerkresse fehlt auch noch.
Hach Tom, das meiste weist du selber, bin ich sicher, aber so Listen machen mach ich fast so gern wie pflanzen....
Re: Toms Allrounderhof
Verfasst: Fr 23. Dez 2016, 14:20
von Benutzer 3370 gelöscht
Der Zaubeer von OZZ
Wir bewirtschaften etwa 1000 m² Gemüseanbaufläche. Die Lebensmittelersparnis würde ich großzügig auf 5-6000 €/Jahr schätzen.
Eine intensivere Bewirtschaftung könnte ich mir um das 4fache vorstellen.
Wir sind in einer Wetterbegünstigten Region mit sehr guten Böden und einer langen Vegetationsperiode (sehr früh Frostfrei, erst spät wieder Fröste).
Eine Steigerung um das 20 fache halte ich für ein Märchen. Da müsste jeder Bauer ein Volltrottel sein.
Re: Toms Allrounderhof
Verfasst: Fr 23. Dez 2016, 17:50
von Dyrsian
Richard, das kannst du nicht mal ansatzweise mit dem vergleichen, was du zur Selbstversorgung machst. Da geht es nicht darum ein möglichst vollständiges Sortiment an Lebensmitteln zu produzieren, sondern wenige, hochpreisige Produkte in großen Massen. Mit Angestellten usw.
Also beispielsweise Radieschensprossen, Mungosprossen, riesige Mengen an Pflücksalaten - solche Dinge. Sachen die normalerweise in draussen wachsen in Folientunneln usw. Da ist er nicht der einzige, wobei ich 120.000$ auch für übertrieben halte. Es gibt aber genügend Leute, die mit vergleichbaren Flächen gute, auskömmliche Einkommen von 50.000$ vor Steuern erwirtschaften.
Gewinn und Fläche haben nichts miteinander zu tun. Unsere "Bauern" verdienen bisweilen wenig, auch und weil sie riesige Mengen gebundenes Kapital auf den Schultern tragen, gigantische Umsätze aber nur winzige Gewinne erzielen. Beim Anbau von Kartoffeln, Mais, Milch etc. konkurierst du mit dem Weltmarkt - der Gewinn von einem ganzen Weizenfeld ist winzig, weil andere eben noch billiger produzieren. Die Brasilianer lachen über unsere "Bauern" die versuchen im Weltmarkt mitzumischen.
Der Trick mit den kleinen Flächen ist auch, den Invest und die Fixkosten niedrig zu halten, d.h. kein Schlepper, kein Mähdrescher usw.