Permakultur im Nordosten ?

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doradark
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Re: Permakultur im Nordosten ?

#101

Beitrag von doradark »

Picassa hat geschrieben:Spencer, Kraut-Rübe, tauscht euch ruhig weiter hier im Forum (statt über PN) aus, ist sehr interessant, dies mitzulesen :hhe:
:daumen: find ich auch. wir wollen doch alle was lernen :engel:
Sanne
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Registriert: Do 30. Aug 2012, 20:55

Re: Permakultur im Nordosten ?

#102

Beitrag von Sanne »

stimme ich zu, bitte im Forum
danke
Wenn du einen Garten und dazu noch eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts mangeln.
Cicero
Manfred

Re: Permakultur im Nordosten ?

#103

Beitrag von Manfred »

Alles Spanner hier. lol
:mrgreen:

In dem verlinkten Video kann ja auch nicht wirklich die Rede von einem selbstlaufenden Kreislauf sein.
Der Garten ist ja relativ frisch angelegt und wird täglich gepflegt. Auch ist in so einem frischen Garten das Unkrautproblem noch nicht so groß.
Gerade in so einem Staudengarten breiten sich bei mangelnder Pflege gerne problematische Wurzelunkräuter wie die Brennnessel aus. Die passt zwar auch in die Permakultur, aber halt nicht flächendeckend.
Und dem Arbeitszeitvorteil in der Pflege muss man den Arbeitszeitnachteil bei der Ernte und Verarbeitung gegenüberstellen.
Ein Salatkopf ist schnell abgeschnitten und küchenfertig gemacht.
Eine Schüssel voll einzelner Blätter pflückt sich schon deutlich zeitaufwändiger.
Und wenn man das Zeug dann kocht, wird die Zahl der nötigen Blätter noch um einiges größer.
Die üblichen Gartengemüsearten eigenen sich meist wenig zur Integration in solche Dauerkulturen. Deshalb sieht die Literatur dafür oft einen eigenen Gartenbereich vor, oder sie werden in Kombination mit Tierhaltung angebaut. Die Tiere sorgen dann für offenen Boden, auf dem die weniger kampfesstarken Gemüse regelmäßig neu eingesät werden können.
Wer keine entsprechenden Viechers hat, muss halt selbst das Viech geben. So wie in dem Video. Da wurde ja auch überall zwischendrin von Hand in Reihen normales Gemüse eingeschoben.
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Spencer
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Re: Permakultur im Nordosten ?

#104

Beitrag von Spencer »

:michel:

juhuuu... jetzt sind wir genau da, wo ich hin wollte

Danke erst mal an kraut_ruebe. Genau das hab ich gesucht. :daumen:

Aber auch an die "Spanner", es zeigt doch das wir gemeinsame Interessen haben.

Auch Manfred sein Kommentar passt doch gut zum Thema.

@ Manfred - Das war so mit das einzige Video was ich gefunden habe, wo man mal einen "Permagarten" komplett anschauen kann.

Mir ist auch klar, das es ohne Mitwirken von meiner Seite aus nichts werden kann.
Nur hab ich halt nicht die Zeit täglich ein wenig zu erledigen. Dafür aber mal am Wochenede einen ganzen Tag oder so.
Ich will auch nicht den höchstmöglich zu erzielenden Ertrag erreichen.
Sondern schon so, das ich sage.. diese und jene Pflanzen lasse ich gedeihen und freue mich wenn ich dadurch die Sorten erhalten kann und wenn für uns dadurch noch ein Teil gesunder Ernährung abfällt, dann ist das ein gewollter und gern angenommener Nebeneffekt aber nicht der Hauptgrund.

Ich hoffe ihr versteht was ich sagen will :lol:
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Bhanta
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Re: Permakultur im Nordosten ?

#105

Beitrag von Bhanta »

Hallo :) . Ich weiss ja, dass meine Pflanzen nicht sonderlich interessant fuer euch sind, dennnoch wollte ich einmal ein Bild aus meinem Waldgarten zeigen. Man kann naemlich Rattan, Tea, Longan, Siam Trumpet, Bohnen, Thai Kuerbis, Forest Pepper, Pineapple, Coffee and Banana auf kleinstem Raum erkennen. Diese Nutzpflanzen vermehren sich wirklich permanent allein- und das seit und in vielen weiteren Jahren (hier eben auch rund ums ganze Jahr). Mein Eingreifen beschraenkt sich lediglich auf das Eindaemmen ihrer Ausbreitung. Ich benutze ungern das Wort Permakutur. Ein neuer Begriff nur fuer einen Prozess, den die Natur uns seit Ewig vorgibt. Nur das Eingreifen und die erhoehten Anforderungen an die Nahrungsbereitstellung sind neu. Nicht falsch verstehen: Ich habe nichts gegen permaculture. Im Gegenteil, denn der Sinn des Kreislaufes (der Selbstvermehrung und des gegenseitigen Naehrstoffaustausches) ist ideal. Mich erzuernen halt nur die tausenden Unternehmen, die mit diesen "Diploma" auch noch Geld verdienen. Ich weiss gar nicht, wie viele Gaerten und Nutzwaelder (im Sinne der Ernaehrung von Mensch+Tier) ich auf dem Papier anderer Leute entworfen habe und die seit langem im wahresten Sinne des Wortes Fruechte tragen. Haette ich jemals Geld verlangt, wuerde ich mich heute schaemen, denn es geht um unser aller Wohlbefinden und das kann man sich nicht erkaufen. LG, Bhanta.
rattan, tea, longan, siam trumpet, beans, pompkin, forest pepper, pineapple, coffee and banana.JPG
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Gelöschter Benutzer 54

Re: Permakultur im Nordosten ?

#106

Beitrag von Gelöschter Benutzer 54 »

Manfred hat geschrieben: Ein Salatkopf ist schnell abgeschnitten und küchenfertig gemacht.
Eine Schüssel voll einzelner Blätter pflückt sich schon deutlich zeitaufwändiger.
das stimmt schon. man merkt die arbeitserleichterung beim zuchtgemüse bei der ernte und der verarbeitung deutlich.

dafür fällt die vorbereitung eines pflanzbeetes, die voranzucht bzw. aussaat und das päppeln der kleinen weg. giessen ist bei mir auch kein thema bei den ausdauernden, und die ausfallsquote ist angenehm gering wenn das zeugs mal etabliert ist.

was auch noch dazukommt: die selbstaussaaten bzw. die ausdauernden (auch wildgemüse und un/wildkräuter) sind meist um einiges früher zu ernten. da macht mir der mehraufwand der beschaffung oder des zubereitens wenig aus, die freude drüber dass es schon verfügbar ist überwiegt mir da.
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Spencer
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Re: Permakultur im Nordosten ?

#107

Beitrag von Spencer »

@ Bhanta - Immer wieder herrlich dieses satte Grün auf deinen Bildern.

Ich gebe Dir in dem Punkt völlig Recht, das mit dem Begriff Permakultur mal wieder, wie eigentlich mit allem, Geld gemacht wird. Das kennen wir doch aus unserer Gesellschaft. Ich persönlich würde es mir ganz stark verkneifen, ein Wochenende irgendwo durch die Natur zu latschen für viel Geld, mir was anzuhören, was ich auch selbst lesen kann und dafür ein Stück Papier zu bekommen wo mir irgend ein Zertifikat bescheinigt wird ;)

Aber das Wort Permakultur ist nun mal einfacher als wenn wir jedes mal schreiben würden "..in meinem Garten den ich versuche in einem natürlichen Kreislauf......................................"

Ich glaube auch das ECHTE Permakultur nur von der Natur geschaffen werden kann. Also wo absolut kein Eingreifen notwendig ist. Aber wie kraut_ruebe schon schreibt. Wir Menschen sind ja auch ein Teil der Natur. Und nur wenn wir in die Büsche kacken und dadurch den Busch düngen, haben wir "eingegriffen" :lol:
Manfred

Re: Permakultur im Nordosten ?

#108

Beitrag von Manfred »

@Spencer: Das ist aber dein Verständnis von Permakultur und nicht das der Wortschöpfer. Das muss man immer wieder mal hervorheben. In Permanent Agriculture steckt auch Agriculture und das beinhaltet ganz klar die Tätigkeit des (auch als Teil der Natur zu sehenden) in der Permakultur lebenden Menschen.
Jetzt kommt vermutlich gleich Bernhard (Hallo? Lange nix mehr von dir gehört?) und schreibt, dass sich der Begriff Permakultur auf die Planungstechnik beziehe. Das sehe ich aber nicht so und stehe damit evtl. auch allein. So bastelt sich jeder die Welt, wie er sie will. :mrgreen:
Manfred

Re: Permakultur im Nordosten ?

#109

Beitrag von Manfred »

@Rübe: Ich für meinen Teil denke, die Mischung macht´s. Deshalb verfolge ich da auch keinen festen Ansatz, sondern mische Dauerkulturen und Wildpflanzen mit normalem Gartengemüse und Obst, so wie mir es passt. Ist schließlich mein Lebensraum.
Trotzdem verfolge ich solche Experimente sehr aufmerksam. Da kann man immer was lernen. Und letztendlich schlummert wohl in uns allen irgendwo der Traum vom Paradiesgarten, durch den wir ohne Arbeitsaufwand wandeln und aus dem Vollen schöpfen können. Wem es gelingt, dort als eine der Kulturarten einen geeigneten Lebenspartner anzusiedeln, dem fallen evtl. sogar die gebratenen Hähnchen direkt auf den Tisch. :lol:
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Spencer
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Re: Permakultur im Nordosten ?

#110

Beitrag von Spencer »

:daumen:

Du hast es auf den Punkt gebracht :holy:
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