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Re: alte Rezepte

Verfasst: Di 1. Jan 2019, 12:43
von Maisi
Hat jemand ein Rezept, was man mit Rüben für Rübengeister machen kann? Mich haben gestern Freunde danach gefragt, sie hätten noch ein paar im Keller, und wollen sie nicht verkommen lassen. Weiß jetzt aber nicht genau, ob es Zuckerrüben sind oder Futterrüben.

In einem meiner alten Bücher ist nur ein Rezept für Rübenmus, so ähnlich wie Pflaumenmus/Powidl.

Dieses Rübenkraut, wo man im bayerischen macht, ist das aus Herbst-/Steckrüben, oder könnte man das auch mit diesen großen orangenen Rüben machen?

Re: alte Rezepte

Verfasst: Di 1. Jan 2019, 13:07
von Minze
Maisi hat geschrieben:Dieses Rübenkraut, wo man im bayerischen macht, ist das aus Herbst-/Steckrüben, oder könnte man das auch mit diesen großen orangenen Rüben machen?
Das bayrische Rübenkraut ist (war) aus der bayrischen Rübe, die heute fast ausgestorben ist, deshalb findet man im Bayrischen auch kein Rübenkraut mehr auf den Märkten. Ich habe es schon aus der Herbstrübe und auch aus Rettich gemacht, nichts davon ist dem Geschmack des Rübenkrauts aus meiner Kindheit ähnlich.
Im Grunde kann ich nur sagen, Versuch macht kluch :lol:

Re: alte Rezepte

Verfasst: Di 8. Jan 2019, 06:34
von hobbygaertnerin
Samen von der Bayer. Rübe hab ich leider bis jetzt nicht mehr gefunden. Mir fehlt in Richtung Rübenkraut leider das Geschmacksgedächtnis, so was hat es bei uns nie gegeben, meine Eltern waren rübengeschädigt aus der Notzeit.

Ich hab die letzten Tage den grossen Wecktopf zum Suppenkochen verwendet. Die gekochte Suppe wird heute eingeweckt und damit ist dann immer der Grundstock für eine gute Suppe schnell greifbar.
Heute koche ich noch Taubensuppe- hab die Rezepte in alten Kochbüchern gefunden.

Re: alte Rezepte

Verfasst: Di 8. Jan 2019, 07:17
von si001
Zwar nicht in diesen Dimensionen (Wecktopf), aber Brühe auf Vorrat kochen tu ich auch. Anschließend eingeweckt steht sie immer griffbereit im Keller. Das ist ein wahrer Schatz. :)

Re: alte Rezepte

Verfasst: Di 8. Jan 2019, 08:57
von strega
[quote="hobbygaertnerin"
Heute koche ich noch Taubensuppe- hab die Rezepte in alten Kochbüchern gefunden.[/quote]

mit echten Tauben oder ist das so was wie arme Ritter oder falscher Hase?

Re: alte Rezepte

Verfasst: Di 8. Jan 2019, 09:15
von Maisi
Brühe einwecken ist ne gute Idee! Ich frier sie sonst immer einer, aber dann kann man sich den Platz im Gefrierer ja für andere Sachen aufsparen :)

Re: alte Rezepte

Verfasst: Di 8. Jan 2019, 10:04
von hobbygaertnerin
Taubensuppe aus echten Tauben, hab mir vorgenommen, Gefrierschrank die nächste Zeit etwas auszuräumen.

Die eingeweckte Suppe hat für mich den Vorteil, dass sie sehr schnell greifbar ist, bis die sonst auftauen würde, dauert.
Dafür hab ich ein ganzes Fach im Gefrierschrank mit fertigen Suppeneinlagen - die sind für mich unverzichtbar, wenn es mal schnell gehen muss, die sind realtiv schnell in der heissen Suppe aufgetaut.
Muss die nächste Zeit wieder einiges an Suppeneinlagen für die Vorratshaltung im Gefrierschrank machen.
Pfannkuchen, Kaspressknödel, Leberspätzle...........

Re: alte Rezepte

Verfasst: Do 10. Jan 2019, 11:44
von Buchkammer
Was ich mich gestern so fragte: Warum sind eigentlich viele Sterne-, Star- oder Fernsehköche oder -Innen so kugelrund? Also nicht alle, aber doch ein großer Teil. Bei einem mir unbekanntem Teil mag das auch gesundheitlich bedingt sein. Aber einen Rohkostsalat mit einer Wampe zu empfehlen, ist nicht gerade authentisch.

Dann fällt mir auf, dass die auch öfters mit viel oder wenig Sahne kochen. Muss da unbedingt Sahne an ein Gericht, wenn schon die möglicherweise eigens angebauten Zutaten geschmacklich passen oder eben geschmacklich nicht überzeugen können, weil sie gekauft und daher manchmal keine Erde (soll ja geschmacksfördend sein) sondern nur noch in irgendeiner Hydro-Flüssigkeit standen?

Manche machen ihren Namen auch zur Marke und verkaufen dann Gewürze oder anderes Zeug's, wo nicht mal klar ist was da alles drin ist und das der Konsument da auch ziemlich betrogen wird mit der Menge der Inhaltsstoffe. Gab es mal eine gute Doku dazu. Wen es interessiert: such ich die gerne mal raus. Ging glaube ich um den Alfons Schuhbeck und sein Tun und Handeln.

Re: alte Rezepte

Verfasst: Do 10. Jan 2019, 17:33
von si001
Ja, Herr Schubeck ist´s wohl. Ich habe einen Wintertee aus der Schubeck-Kollektion zu Weihnachten bekommen. Später habe ich diesen Tee beim A_di stehen sehen. Ich glaube es waren knapp 3 Euro für 12 Teebeutel "Winterkräutertee", der hauptsächlich aus Kamille bestand und auch so schmeckte. Hey, Kamille habe ich im Sommer selbst gesammelt. Hat mich keinen Cent gekostet und entspannend war das auch noch. Andere machen daraus einen Reibach. (Der Tee war nicht schlecht, aber das Geld war er meiner Meinung nach nicht wert.)

Re: alte Rezepte

Verfasst: Fr 11. Jan 2019, 07:42
von hobbygaertnerin
Entweder die Herren- weniger Damen- Sterneköche- kochen mit teuren und von weitest herangeschafften Superluxuszutaten- hab vor längerer Zeit aus Zufall eine Kochshow gesehen, wo jeden Tag von Laien gekocht wird und jeden Tag muss einer nach der kritischen Begutachtung von Sternekoch ausscheiden- und einer der angesagten Sterneköche palavert in der Kochsendung rum- ich hab nur staunend gesehen, dass ich von den in 35 Minuten gekochten Gerichten kein einziges kannte bzw. hätte zubereiten können und die ganz besonderen Zutaten und Gewürze mir vollkommen unbekannt waren.
Der Herr Schubeck vermarktet sich - und vermutlich auch die anderen mit Sterne gekrönten Köche- und vermutlich sind die Kochsendungen von den Kosten her relativ preiswert, denn anhand der Masse und Fülle derselben- kann ich es mir nicht anders vorstellen.
Muss auch keine Gewürze vom Schubeck kaufen, mich stört, dass der in jedes Gericht seinen Knoblauch-Ingwer reintun muss und überall Vanille und seine Chilliflocken bzw. -salz. Vanille ist ein sehr teures Gewürz, ich verwende es, wo es hingehört, aber nicht in jedem Gericht.
Irgendwie ist das mit den Kochsendungen auch so eine Modeerscheinung, mal war es überall der Essig aus Modena, der fast jedes Gericht krönte- derzeit sind es andere Moden.

Ich hab mir schon eine Weile angewöhnt, alle Gemüseabschnitte, Zwiebelschalen,........... zu sammeln, hab einen ganzen Wecktopf lange mit den Zutaten und Gewürzen simmern lassen und kann heute einiges an sehr gut schmeckendem Gemüsefond einwecken. In alten Kochbüchern hab ich da noch viele Anregungen für gute Fonds, Suppen, Kraftbrühen gefunden.
Klar braucht man heute nicht mehr, gibt alles zu kaufen, aber der Geschmack von dem gekochten Fond ist unvergleichlich und billig sind die Gläser mit den gekauften Suppen- oder Sossengrundlagen auch nicht gerade. Ich möchte auch nicht behaupten, dass die ganzen Suppenwürfeln und Sossenpackerl schlecht sind, aber es sind viele Billigmacher und Aromen enthalten- ich empfinde meine selbstgekochen Sachen ehrlicher. Hat aber eine ganze Zeit gedauert, bis ich Suppen und Sossen ohne diese Würze usw. hinbekommen habe. Zumindest hat meine ganz Brut am Anfang gestreikt.

Was mir bei meiner alten Kochbuchherumleserei aufgefallen ist, im Gegensatz zu den vielen modernen Kochbüchern, mein Gaumen reagiert auf Genussrezepte.