Rati hat geschrieben:könnte ja sonst passieren das ich dich aus deiner Welt argumentiere.
Ich lass mich nicht aus meiner Welt argumentieren, denn meine Welt ist flexibel...
will sagen: ich kann auch mal meine Meinung ändern, ohne dass es (mir) weh tut. Etwas, was ich übrigens jedem empfehle und was ich auch bei anderen Menschen sehr bewundere!
Nur leider seh ich gravierende Unterschiede zwischen Mensch und Tier. Also täte es mir gar nichts bringen, eine Tierart zu finden, bei der das Junge abstillt und nicht die Mama.
"Das Menschenjunge" ist frühgeboren (wegen dem großen Kopf, der sonst nimmer durchs enge Becken gehen könnt) und er hat eine übertrieben lange Entwicklungszeit im Vergleich zu allen Tieren - eben, weil er sich dadurch weiter entwickeln kann (kann!!), was gewisse geistige Fähigkeiten angeht.
Diese langsame Entwicklung sollte man daher "in meiner Welt" aus verständlichen Gründen nicht beschleunigen.
Rati hat geschrieben:Unser erster Sohn würde jetzt noch MM trinken wenn nicht die zweite Schwangerschaft dafür gesorgt hätte das es keine Milch mehr gab.
"Nein, Mama

das ist für Babys" (Antwort meines zweiten Sohnes, 7, auf die Frage, ob er noch "teta" will. Der erste Sohn, 11 antwortete mir nicht mal auf so eine dumme, peinliche Frage).
Meine haben halb freiwillig, halb durch mich gedrängt mit ca. 3,5 oder 4 Jahren abgestillt und natürlich, ja! Wenn sie größer sind, "brauchen" sies nur mehr zum einschlafen oder wenn sie krank sind.
Mein Jüngster ist 2,5 - der trinkt immer wieder mal noch ein bisschen auch tasgüber.
Mit EINEM Jahr haben das alle gebraucht, und ich möchte echt gerne wissen, warum nicht?
Mit Sinnesleistungen eines Neugeborenen hat das ganze hier absolut nichts zu tun....
Die Fremdelphase ist übrigens, wie du sicher weißt, ein Resultat der Sinnesleistung des Babys, dass es "vertraut" von "fremd" unterscheiden kann. Vorher lässt sich Baby normalerweise von jedem hochheben.
Rati hat geschrieben:Ein einjähriges Kind kann durchaus verstehen das diese Erwachsenen und Kinder einfach nur neue Mitglieder der Sippe sind wenn Mama es in die Gruppe einführt.
Ja, sicher KANN es. (nicht alle können das, nur so nebenbei.)
Und trotzdem nochmal meine lästige Frage: warum, wozu? was bringt das dem Kleinkind??
Soll Mama schnell wieder funktionieren und ihre Rolle als außerhäusliche Arbeitskraft erfüllen können oder dürfen?
Noch einmal (und ich hoffe, ich provoziere bei dir Verständnis, kein "hä?"

)
meine Meinung ist:
Es schadet nicht jedem Kind, wenn es mit einem Jahr in die KITA kommt, aber es gibt viele Kinder, denen das nicht gut tut.
Und bitte, Rati, klär mich auf: wieso ist "Familie" für dich eine Institution?
weil du uns so gerne mit Tieren vergleichst: ist die Herde/das Rudel/die Gruppe bei den Tieren auch eine Institution?
Oder meintest du "Ehe"?
Mäusezähnchen hat geschrieben:Aber sie durften von klein auf in der Sandkiste spielen, am Boden krabbeln und vieleicht auch mal den Schnuller in den Mund nehmen, obwohl er gerade runter gefallen ist (ich weiß.... iiiiii....) Hat alles nicht geschadet.
nein, das hat ihnen GENUTZT!
und das dürfte einer der Vorteile sein, die die KITA hat: die Kinder lernen im jungen Alter (wenn sich ihr Immunsystem aufbauen), viele verschiedene Keime kennen. kann man aber auch Zuhause mit wenig Aufwand erreichen...
Ich hab einige ältere Damen im Bus aufgeklärt "ich weiß, das Weckerl war schon am Boden. Das ist eben seine Impfung. Meine Kinder haben fast nie Durchfall" Manche haben einen "verklärten" Blick bekommen: "ja. früher... da haben wir auch kein Stückchen Brot verkommen lassen. haben S eigentlich Recht"