Kannst du nicht, oder willst du nicht verstehen?
In unserem Rechtssystem gelten Regeln, die allgemein bekannt sind und die für alle gelten.
Eine davon ist, dass der Eigentümer frei über sein Eigentum verfügen kann, wenn nicht übergeordnete Gesetze dies einschränken.
Bei Grundbesitz gibt es zwei Arten von Einschränkungen. Das eine sind Dienstbarkeiten (Wegrechte usw.) das andere sind Zonenvorschriften, Bebauungspläne und so weiter. Alles andere ist freie Entscheidung des Eigentümers.
Wenn die Bäume, die noch hundert Jahre leben könnten, vor Eingriffen Dritter schützen willst, dann musst du eben das Land erwerben, worauf sie stehen, falls dieser Schutz nicht durch eine der oben genannten Sachverhalte schon gewährleistet ist.
Das andere ist die eigene wirtschaftliche Unabhängigkeit.
Spellon hat geschrieben:Die Kritik an den bestehenden Verhältnissen war erst der Grund , eine alternative Lebensweise zu beginnen.
Wenn du am Tropf anderer Leute oder staatlicher Institutionen hängst, dann musst du dir gefallen lassen, dass die dir in die Lebensführung dreinreden. Warum sollen die für Spellon eine Ausnahme machen? Weil das, was du willst, viel sinnvoller ist als alles, was die anderen wollen, die sich ihr Hobby selber finanzieren?
Ich habe etwas Mühe mit alternativen Lebensweisen der Form: Ich mache es viel besser, ihr seid alles Ignoranten und Umweltfrevler, und wo bleibt das Geld von Euch, damit ich was zu futtern habe.
Im deinem Falle von Landbesitz und Sozialhilfebezug ist die Logik dieselbe wie die, wenn du in einer Ferienkolonie etwas von den Fresspaketen der anderen abbekommen willst, den eigenen Kuchen aber für Dich behältst. Das funktioniert eben nicht so.
Daran ist nicht der böse Staat schuld, und dagegen helfen auch keine Verschwörungs- und Bestechungstheorien. Es sind dies grundsätzliche Regeln des Zusammenlebens, und diese Muster sind in der Tat seit vielen Jahren gleich.
Dass Bäume gefällt werden, die noch hundert Jahre leben würden, ist normal. Ich töte mit jedem Brot, das ich esse, Tausende von hoffnungsvollen Weizenkörnern ab, aus denen schöne Pflanzen erwachsen könnten. Ich lebe in einem Holzhaus und habe kein schlechtes Gewissen, obwohl jeder der dafür gefällten Bäume wohl gerne weitergewachsen wäre.
Du kennst sicher den Spruch:
Gib mir Kraft, zu ändern, was ich ändern kann
Gib mir Geduld, zu ertragen was ich nicht ändern kann
Gib mir Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden
Lies den dritten Satz noch mal.