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Re: Getreidemühle - Erfahrungen?

Verfasst: So 3. Jun 2012, 07:32
von Anya
si001 hat geschrieben:Ich hab ne Kenwood-Major Küchenmaschine und will mir einen Getreidemühle dazu kaufen. (Meine Bosch machts nicht mehr)
Nun ist die Frage Stein- oder Stahlmahlwerk??? Ich will Reis, Buchweizen, Hirse, Leinsamen usw. mahlen.
Für Reis, Buchweizen und Hirse ist es wohl egal, ob Stein oder Stahl. Aber bei Leinsamen sollte man wegen des Öls keinen Stein nehmen, Stahl geht dort wohl ganz gut, habe ich gelesen.
Wenn du Leinsamen nur zu den anderen Getreidesorten druntermischt beim Mahlen, dann geht auch Stein. Ich mache mache hin und wieder mal eine Handvoll Leinsamen auf ein Kilo Getreide (allerdings Roggen oder Weizen) und mein Steinmahlwerk hat sich noch nicht beschwert oder ist verklebt.

Re: Getreidemühle - Erfahrungen?

Verfasst: So 3. Jun 2012, 09:02
von si001
Ich habe mich inzwischen für die Steinmühle entschieden. Sie funktioniert ganz gut. (Nur ganz wenig)Leinsamen habe ich unter die anderen Körner gemischt. Das funktioniert auch. Der Tipp stand irgendwo in der Beschreibung. Mit Sesam traue ich mich das allerdings nicht.

Die Steinmühle ist wirklich langsamer, das die Stahlmühle (hatte ich vorher), aber sie ist bei weitem nicht so laut.

Re: Getreidemühle - Erfahrungen?

Verfasst: So 3. Jun 2012, 22:00
von Anya
Hab auch schon Sesam unter die anderen Körner gemischt, war auch kein Problem.

Re: Getreidemühle - Erfahrungen?

Verfasst: Mo 3. Sep 2012, 18:52
von Adjua
Schaut mal, ist das ein gutes Angebot?

http://www.getreidemuehlen.de/Getreidem ... /1050.html

Re: Getreidemühle - Erfahrungen?

Verfasst: So 5. Feb 2017, 19:04
von anja
Hallo! :) Nach schier endloser Recherche bin ich gaaanz kurz davor, die KOMO Handmühle zu kaufen.
+ echt starke Leistung (80g fein / 120g grob pro Minute) für eine Handmühle im Vergleich zu anderen Handmühlen
+ Kegelmahlwerk
+ Mahlwerk aus Korund-Keramik (haltbarer als Naxosbasalt)
+ kann alle Getreide mahlen, sogar Mais und Kichererbsen

Das Mahlwerk ist in einem durchsichtigen Kegel gelagert, der vermutlich aus Plexiglas besteht. Abgesehen davon, dass wir grundsätzlich versuchen so wenig wie möglich Kunststoff neu anzuschaffen, ist hier auch die Frage ob es beim Gebrauch zu Abrieb kommen kann, der ja dann letztendlich im Mahlgut landen würde. Idealerweise wär das Ding aus Glas, aber so sah es irgendwie nicht aus...

Unsere Alternativen waren die HAWOS Molere (und ferner die Kornkraft Farina), die uns auch von der Oberflächenbehandlung des Holzes (geölt/gewachst statt lackiert wie die KOMO) besser gefallen würden. Aber gegen die spricht ganz klar die Leistung(20g fein, 40g grob bzw 35g fein, 90g grob). Wir wollen nicht sooo viel mahlen aber da kann vielleicht doch zu schnell die Lust vergehen...

Hat jemand die KOMO und kann was zu dem (Plexi-)Glas sagen?

LG Anja

Re: Getreidemühle - Erfahrungen?

Verfasst: Mo 6. Feb 2017, 19:45
von Till
Schon lustig, wie sich die Mahlleistung auf magische Weise erhöht... http://www.google.de/search?q=komo+hand ... sanleitung
1. Anschlag, Runterscrollen und das pdf der Bedienungsanleitung runterladen, dort steht auch die Antwort auf deine Frage drin ;)

Re: Getreidemühle - Erfahrungen?

Verfasst: Fr 17. Feb 2017, 13:11
von anja
Hallo Till, danke für deine Antwort. Sorry, ich war mal wieder ewig nicht hier. Die 80g/min waren wahrscheinlich mein Schreibfehler, es sei denn die haben es ganz schnell auf der Seite geändert ;) Glaub ich ja nicht, also Asche auf mein Haupt.

Deinen Link hab ich gelesen, bestätigte die Vermutung - Plexiglas. Wir haben uns jetzt trotzdem drauf eingelassen und das schreibe ich jetzt für alle die sich künftig die gleiche Frage wg Kunststoffabrieb stellen.

Die Mühle ist genauso wie beschrieben. Hochwertige Qualität, technisch sehr einfach, was es ermöglicht, sie komplett auseinanderzunehmen. Sowas mag ich sehr, frei von jeglichem Schnickschnack und im Zweifelsfall kann man sich weitgehend selbst helfen, wozu es bei bestimmungsgemäßem Gebrauch vermutlich nicht allzubald kommt.

Das Manko ist der Plexiglaszylider. Es ist eben ein transparentes Material gewählt, damit man Einblick in die Vorgänge im Inneren hat. Sehr schön. Wir haben uns vorab gefragt, ob das Mahlwerk im Inneren vielleicht ständig einen leichten Abrieb im Zylinder verursachen könnte. Danach sieht es eigentlich nicht aus. Aber natürlich muss eine Öffnung da sein um Schrot und Mehl rauszulassen. Diese Öffnung ist ein schmaler (~5mm) Schlitz parallel zum Mahlwerk. Dieser Schlitz war grob ausgesägt und völlig gratig. Etliche Plastikteilchen hingen halbfest dort, bereit nach und nach im Laufe der Nutzung ins Mahlgut zu rieseln. Ich sah keine andere Lösung als diesen Schlitz mit feinem Schleifpapier nachzubehandeln. Das war machbar aber in Anbetracht des doch stolzen Preises hätte man definitv mehr erwarten dürfen. Ganz abgesehen, dass ich den Schliff ja entfernen musste, was zuverlässig nur durch Abspülen möglich war. Also ein Mikroplastikeintrag in unsere Pflanenkläranlage. Minimal, klar. Aber ein kleiner Beitrag zu einem im größerem Massstab betrachtet sehr erheblichem Problem.

Der Zylinder sollte definitiv aus Glas bestehen. Zumindest eine einwandfreie Bearbeitung des Plexiglases wäre obligatorisch gewesen! Dann hätten die das Mikroplastikabriebproblem schon am Werk gehabt. Haben sie eh, denn der Zylinder musste ja wie tausende seiner Art schon gesägt, gebohrt, was weiß ich was werden. Ich hasse es, mit meinem Kauf das unterstützt zu haben. Klar ist KOMO ein kleiner Fisch, verglichen mit anderen Mikroplastikquellen. Aber gerade so ein Unternehmen was Nachhaltigkeit und bewusste Lebensweise als Aufhänger hat. Naja :hmm: Ich werde dem Hersteller diesen Punkt rückmelden, vielleicht passiert irgendwann was. Kann unmöglich die einzige sein, die das stört.

Re: Getreidemühle - Erfahrungen?

Verfasst: Fr 17. Feb 2017, 21:05
von Tascha
Hi bin auch am überlegen welche Mühle ich mir holen soll. :hmm:
Anja magst du mal von deinen mahl Erfahrungen berichten.
Hatte auch schon überlegt die Komo zu holen, aber das mit dem Plexiglas ist echt doof. :nudel:

Re: Getreidemühle - Erfahrungen?

Verfasst: Sa 18. Feb 2017, 02:05
von poison ivy
ich hab lang rumgetan,
ich wollte ja kein Getreide mahlen sondern hauptsaechlich Huelsenfruechte,
sprich Linsen-, Bohnen-, Kichererbsen-, Erbsen- ...Mehl produzieren
nach viel lesen und meditieren bin ich vor einem halben Jahr endlich ueber meinen sparsamen Schatten gehuepft
und hab einen Vitamix Pro 750 low profile erstanden und gleich den dry grains container dazu

Huelsenfruechte zu Mehl easy, getrocknetes Gemuese zu Mehl (ja, ich back tatsaechlich mit sowas) easy,
Leinsamen easy, getrocknete Tomaten zu Pulver easy ...
quasi als Bonus kann ich zB Sesam zu Tahin verhacken
und ich hab noch nix gefunden, was der nicht kleinkriegt und zwar KLEIN,
nicht in Brocken und Broeckchen variablen Groesse wie der alte Blender

Re: Getreidemühle - Erfahrungen?

Verfasst: Sa 18. Feb 2017, 16:51
von anja
Hallo Tascha, zunächst mal unsere Kriterien, warum wir zu dieser Mühle gefunden haben. Wir wollten unbedingt ein Keramik-Mahlwerk. Das war das wichtigste. Die Mühle selbst sollte aus (möglichst unbehandeltem) Holz bestehen.
Dann wollten wir gern eine Handmühle. Wir mahlen nicht sooo viel, backen nicht jede Woche Brot oder so. Es geht mehr um den täglichen Frischkornbrei und andere Kleinigkeiten. Dann hab ich gelesen, dass ein Mahlwerk aus Korund-Keramik besser ist als eins aus Naxos-Basalt. Da blieben fast nur noch die KOMO und die Hawos Molere. Dann hat die Leistung entschieden. KOMO 50g/min fein; 120g/min grob / Hawos: 20g/min fein; 40g/min grob. Das liegt glaub daran, dass die KOMO ein Kegelmahlwerk hat und die Hawos ein Scheibenmahlwerk.

Man könnte die KOMO auch noch mit einem E-Motor nachrüsten, sollte ich doch noch darauf kommen, Brot selber zu backen. Ich glaub das geht dann aber nicht schneller, man muss nur nicht selber kurbeln. Aber das ist ja eigentlich gar kein Thema, wir wollten ja bewusst ne Handmühle. Und ich hab sehr fleissige Kinder :)

Im Gebrauch find ich die KOMO jetzt absolut super. Ich finde das Mahlen geht ziemlich schnell. (Ich kenn aber auch keine andere Mühle.) Wenn man will kann man richtig superfein mahlen. Die KOMO sieht schick aus, die Verarbeitung ist hochwertig und es ist wie gesagt toll, dass sie so einfach und verständlich aufgebaut ist. Man kann sie komplett auseinander nehmen. Das geht sehr schnell und einfach. Es macht alles nen super Eindruck. Bis auf das blöde Plexiglas. Das finde ich richtig ärgerlich und dann ist es auch noch nichtmal gut verarbeitet. Nunja, man kann Plexiglas ja sehr gut schleifen, es ließ sich also leicht ausbügeln. Aber das ist ja mal nicht Sinn der Sache. Ich würde aber jetzt nicht gegen ne andere Mühle tauschen einfach weil die KOMO so ne starke Mahlleistung hat verglichen mit den anderen Handmühlen.

Man kann aber nur Getreide in einem Keramik-Mahlwerk vermahlen. Die KOMO schafft im Gegensatz zu der Hawos zB auch Mais. Aber man darf keine Nüsse, keine Ölsaaten reintun! Das muss einem klar sein.


Poison Ivy, das ist ja so ein Standmixer. Sowas hab ich auch noch irgendwo. Ich wär nie draufgekommen, den für sowas einzusetzen. Ich hab immer nur irgendwelche Shakes da drin gemacht. Aber bestimmt hat auch nicht jeder Mixer diese Leistung, deiner kostet ja soviel wie ein gebrauchter Kleinwagen :eek: Das hat meiner wohl kaum. Das mit dem Gemüsemehl find ich ja spannend!!!