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Re: Wie "planvoll" seid ihr?

Verfasst: Do 22. Aug 2013, 06:20
von marion
Hmmm...ich finde, dass ich schon ziemlich planvoll bin, aber meine Umwelt sieht das wohl ganz anders :lol:
Aber wenn die so unkreativ sind ... da kann ich ja nix für.

Was heißt denn genau "planvoll" ?
Bei mir heißt das z.B. dass ich daran denke, dass bei bahamabeigen Bädern die Wasser,-Abwasser,-und Stromleitungen auch das entsprechende Alter haben und beim aufhübschen des Bades mit ausgewechselt werden müssten.
ICH find das plan,- und vor allen Dingen sinnvoll, andere denken: hey, sie hat nur was von neuen Fliesen gesagt und jetzt haben wir eine Großbaustelle :sauenr_1: So eine Chaotin aber auch...

Ist warscheinlich wirklich Ansichtssache...
Was ist Chaos, was ist Plan ???

Lieben Gruß,
Marion

Re: Wie "planvoll" seid ihr?

Verfasst: Do 22. Aug 2013, 06:47
von Gelöschter Benutzer 54
greymaulkin hat geschrieben: Es wäre doch auch unangenehm, wenn unser Haus fertig wäre und noch soviel Leben über. Also verbringen wir unsere Zeit mit Leben.
du bringst die dinge immer so schön auf den punkt :)

Re: Wie "planvoll" seid ihr?

Verfasst: Do 22. Aug 2013, 08:45
von Spottdrossel
kraut_ruebe hat geschrieben:
greymaulkin hat geschrieben: Es wäre doch auch unangenehm, wenn unser Haus fertig wäre und noch soviel Leben über. Also verbringen wir unsere Zeit mit Leben.
du bringst die dinge immer so schön auf den punkt :)
Da mußte ich auch grinsen.
Meine Eltern haben diesen Problem mit regelmäßigen Anbauten gelöst :mrgreen: .

Re: Wie "planvoll" seid ihr?

Verfasst: Do 22. Aug 2013, 09:17
von greymaulkin
Danke schön. :)

Gruß, Bärbel

Re: Wie "planvoll" seid ihr?

Verfasst: Do 22. Aug 2013, 10:31
von Landfrau
Hallo Joe,

eine interessante Frage, die du aufwirst.... .

Zeitweise habe ich mit Planen meinen Lebensunterhalt verdient - man kann wirklich jeck dran werden!
Einen Floh setzt mir der erste Arbeitgeber ins ohr "man muss doch ein Ziel haben". Bis dahin hatte ich keines und war glücklich. Nun habe ich Jahre gebraucht, diesen Irrsinn wieder loszuwerden und im Jetzt anzukommen..... .

- warten, bis der BAuch sagt "das" ist es, "so" muss es sein. Wir haben grad ein Umbauprojekt hinter uns und es ist gelungen, in jeder HInsicht. Wir haben aber kaum geplant, nur grob, sondern einfach abgewartet und die perfekte Idee kam immer um die Ecke, wenn sie gebraucht wurde, das Material übrigens ebenfalls. "Zue alles so spät wie möglich" ist der oberste Leitsatz der Logistik und er hat sich bewährt.

- Ist - Zustand, der nicht änderbar ist zur zeit, einfach ausblenden - wir haben auch soe in Bad, muss aber 15 JAhre älter sein als deines, den Fliesenfarben nach. Warum sich schlecht fühlen? Fühlt sich doch sch*** an.

- To - Do - Listen haben nur einen ZWeck. einem ständig vor Augen zu führen, dass man "hinterm Ziel zurück bleibt" und Grund hat, unzufrieden zu sein. Das ist Unfug und die Lebenszeit zu schade, um sie in diesem Bewusstseinszustand zu verbringen.
Priorität haben alle Dinge, die, wenn sie nicht erledigt werden, zu Schaden führen, dessen beseitigung noch mehr Mühe macht bzw. Lebendes in Mitleidenschaft zieht. Wir nennen das feuerwehrprojekte. Garten wässern, Tiere versorgen, Holz reinholen....Reifes ernten und verarbeiten, Geburtshilfe lesiten, Dach abdichten etc. Danach kommt, was man gerne möchte......immer mal wieder unterbrochen von wiederkehrenden Arbeiten - Misten, Futter holen und schroten, umkoppeln, Garten mulchen ......

Das sind also Weisheiten nach viereinhalb Jahren Hardcore - Landleben vom Zäunesetzen bis zum Einbau einer Käseküche....

Zu schaffen ist das eh nicht ....."früher " waren viel mehr Leute auf so nem Hof und hatten ein viel niedrigeres Anspruchsniveau und waren ständig auf den beinen, trotzdem (,man lese Anna Wimschneider dazu...)

Was man aber schaffen kann, ist Frieden zu finden. Und dann ist alles gut. Auch potthässliche Bäder.

Gruß, L.

Re: Wie "planvoll" seid ihr?

Verfasst: Do 22. Aug 2013, 13:05
von Little Joe
Landfrau hat geschrieben:Priorität haben alle Dinge, die, wenn sie nicht erledigt werden, zu Schaden führen, dessen beseitigung noch mehr Mühe macht bzw. Lebendes in Mitleidenschaft zieht. Wir nennen das feuerwehrprojekte. Garten wässern, Tiere versorgen, Holz reinholen....Reifes ernten und verarbeiten, Geburtshilfe lesiten, Dach abdichten etc. Danach kommt, was man gerne möchte......immer mal wieder unterbrochen von wiederkehrenden Arbeiten - Misten, Futter holen und schroten, umkoppeln, Garten mulchen ......
... das hast du gut auf den Punkt gebracht. Die Proritäten werden ganz klar durch das Umfeld geschaffen, auf welches man sich eingelassen hat. Die Viecher versorgen sich nicht selber und die Ernte springt auch nicht von allein in die Einmachgläser. Das zu organisieren verlangt schon ein gewisses Maß an Planung. Wär schon blöd wenn man grad die Küche neu gestaltet wenn man gerade mitten drin im Einkochen ist.
An zweiter Stelle steht wohl die Erhaltung, wenn das Dach vom Heuunterstand undicht ist muss das zeitnah erledigt werden ist einfach so.
Erst danach kommen die Dinge die zwar funktionstüchtig aber dem eigenen ästhetischen Empfinden entgegen stehen. Wozu wohl auch gruselige Bäder gehören. Aber auch da kommt der Punkt, wo man den Anblick einfach nicht mehr aushält.

Re: Wie "planvoll" seid ihr?

Verfasst: Do 22. Aug 2013, 13:15
von Olaf
Wo ich das grad so lese,
ich gehöre auch zu den planlosen, oder zumindest läuft vieles parallel und was ich heute nach Feierabend mache, beschließe ich heute nach Feierabend, nach Wetter, Laune, vielleicht hat meine Frau was, was wichtig ist, oder - sie will was pflastern - , vielleicht machen wir erst "Baubesprechung".
Über LFs Ausspruch "Tue alles so spät wie möglich" (sollte doch nen T sein?) muss ich mal nachdenken. Der hat was. Manchmal schäm ich mich nämlich regelrecht, dass ich manche Dinge erst mache, kurz bevor die Kacke am Dampfen ist.
Aber es gibt was, wo ich ToDo-Listen mache:
Wenn wir langer als 2 Tage verreisen.
EIne, was ich hier noch vorbereiten muss, in Ordnung bringen muss, jemanden einweisen muss, damit der/ diejenigen, die sich hier um das Zeug kümmern nicht in Schwierigkeiten kommen, eine, was ich für uns vorbereiten, mitnehmen, organisieren muss. Wenn ich die so 2 Wochen vorher anfange, abarbeite, erweitere , abarbeite und zum Schluss alles durchgestrichen ist weiss ich dass ich an alles gedacht habe. Ohne das habe ich sonst immer ein mulmiges Gefühl, auch im Urlaub, und so kann ich sofort abschalten.
LG
Olaf

Re: Wie "planvoll" seid ihr?

Verfasst: Do 22. Aug 2013, 13:25
von Little Joe
Olaf hat geschrieben:Ohne das habe ich sonst immer ein mulmiges Gefühl, auch im Urlaub, und so kann ich sofort abschalten.
... kommt drauf an wer dann in Abwesenheit Haus und Hof versorgt. Ich fahr ungern länger wie ein WE weg. Kannn mich nur an soe Fragen erinnern "Wie Hühner brauchen Wasser, davon stand nichts auf der Liste. :roll:

Re: Wie "planvoll" seid ihr?

Verfasst: Do 22. Aug 2013, 13:33
von Reisende
:aeug: is nicht dein ernst... behindern listen das denken, oder was?

Re: Wie "planvoll" seid ihr?

Verfasst: Do 22. Aug 2013, 13:55
von emil17
Little Joe hat geschrieben: (...) es sei denn man sieht die Tatsache, dass man jeden Morgen Depris bekommt, wenn man das Bad bestritt.
ein klassischer Freudscher Verschreiber ???

"Pläne behindern das Denken" -ja, weil sie dazu verleiten, alles als erledigt anzusehen, wenn man die Liste abgearbeitet hat. Der die Liste geschrieben hat ist schuld wenn was vergessen geht.

Listen, zum Einkaufen, damit man die Butter nicht vergisst, damit man ein wichtiges Werkzeug für die Wochendbaustelle nicht mitzunehmen vergisst, damit man bei der Rechtsberatung alle Fragen stellt, die man stellen will, damit man nicht bei der Urlaubsreise die Hälfte doppelt mit hat und die andere Hälfte gar nicht.

Pläne sind eigentlch nur dann wichtig, wenn man andere Leute bei sich arbeiten hat.