Hallo an alle,
darf ich vielleicht einfach mal die Frage einwerfen, was freie-bildung sich denn unter einem Permagarten vorstellt? Mir scheint oft, Leute verwechseln Permakultur mit Mulchen statt Umgraben und einer Kräutersprale mittendrin und dann lassen wir mal alles wachsen wies will... Geht natürlich auch. Ich verstehe was anderes darunter.
Was solls denn werden?
Ein bunter Gemüsegarten mit einjährigen Kulturen? -> Da wäre es schon mal hilfreich, sich mit Pflanzenfreundschaften zu beschäftigen.
Mehrjährige Kulturen? Soll Wasser in irgendeiner Form eingebracht werden? Ist es notwendig/sinnvoll? Wie versorge ich den Boden? Denn ganz von selber tut ers nicht, da ich ihm im Gemüsebau ja immer wieder Nährstoffe entziehe (Ernte). Für mich klingt das, was du willst, eher nach einem möglichst schönem, halbwegs naturbelassenem Garten, aus dem man gesundes Gemüse ernten will. Das geht auch ohne Perma.
Für mich bedeutet Permakultur vor allem das LANGFRISTIGE schließen von Kreisläufen. Das geht nicht am Reißbrett und auch nicht in ein, zwei Jahren. Dafür brauchts Zeit, Zeit, Zeit. Beobachtung und Nachdenken. Ich würde viel lesen (für mich ein sehr guter Einstieg war "Permakultur für alle") und einfach mal anfangen. Da gehört auch Scheitern dazu. Gerade in der PK, denn dann kann man Scheitern als Chance betrachten und versuchen, es besser zu machen.
Und ja, GERADE in der PK sind Tiere ein Thema. Sie gehören nun mal zu uns feldbauenden Menschen dazu, auch wenn man sie nicht isst. Damit meine ich nicht, daß man sie selber halten muß. Ein wesentlicher Grundgedanke ist für mich halt, mit dem zu arbeiten was da ist. Da hilfts dann schon, wenn ich eigenen Mist habe, statt den zukaufen zu müssen oder die mineralischen Keulen aus dem Gartencenter auszubringen.
Vielleicht hast du ja wirklich konkrete Fragen zu einzelnen Kulturen oder Problemstellungen, denn wie du auf deinen 1000m2 einen PK-Garten anlegen kannst (und ja sicher geht das, lass dir da nix anderes einreden), wird dir glaub ich niemand seriös sagen können. Das tolle an der PK ist ja, daß es da keine Patentrezepte gibt.
Bohnen auf Bäumen? Sicher geht das. Ich wäre mir aber über den Ertrag nicht sicher, die Bohnen wollen volles Licht. Wenn du aber nur einen begrünten Stamm willst, mit ein paar Bohnen drauf, hau rein!
Sorry, wenn ich jetzt ein bißchen schnoddrig klinge, aber ich weiß aus deinem Eingangspost einfach nicht, was du willst für deinen Garten und bin mir auch nicht sicher, ob du es wirklich weißt. Ich mein das nicht bös, sondern als Anstoß, dir das konkret zu überlegen. Du könntest zum Beispiel eine Gartenskizze machen und die hier reinstellen. Dann wärs um eine Spur konkreter.
Wie auch immer, viel Spaß und

gleich mal vorneweg
Sebastian