Salü Zorrozoro hat geschrieben:Hallo und hertlich Willkommen
gruss zoro
Danke für die Willkommensgrüsse - scheinen doch noch andere Schweizer hier unterwegs zu sein......
Salü Zorrozoro hat geschrieben:Hallo und hertlich Willkommen
gruss zoro
Wie kommt man(n) denn aus dem Wallis nach Schweden...- oder besser weshalb....?DerElch hat geschrieben:als echter walliser muess ich mich nit bimejiuund mit de apizeller und de basler hani eu kej mji
ps:stiefelgeissen hatte ich auch malunserer hexe trauern wir noch heute nach ...dazu noch pfauenziegen
Hihi.......das die "Welschen" einem bei ausgestrecktem Arm verhungern lassen bevor sie's mit Deutsch versuchen ist eine alte Weisheit.......emil17 hat geschrieben: Ich bin ein in den welschen Teil des Wallis ausgewanderter Baselbieter und kann den Oberwalliser Dialekt nicht. Hier spricht man französisch, und zwar nur. Das heisst, auch wenn der Kanton offiziell zweisprachig ist, bist du bei allem, was mit Ämtern zu tun hat, ohne Französisch in Wort und Schrift hilflos.
Im Oberwallis kommt man mit Französisch hingegen einigermassen durch.
Die amtlichen Formulare und Webseiten des Kantos sind vorbildlich, man kann jederzeit die Sprache umschalten.
Ober- und Unterwallis sind von der Mentalität zwei Welten. Für die Deutschschweizer existiert nur das Oberwallis, obwohl das welsche untere mehr als doppelt so gross ist. Ich kenne jemanden aus dem Lötschental, der war schon in der Türkei, in Amerika, aber noch nie im Unterwallis ("ich wüsste nicht, was ich dort zu tun hätte").
Die Nordostschweiz, vor allem die Gegend um Frauenfeld und St-Gallen, wurde ja vom lieben Gott unverdienterweise mit einem Dialekt heimgesucht, der von fast allen anderen Deutschschweizern als Halskrankheit empfunden wird. Dabei sind sie ganz nett. Manche Zürcher reden allerdings für meine Ohren noch schlimmer.
Das mit der Bauerei ist schlicht eine Katastrophe.
Es hat wohl auch mit der Mentalität zu tun - in der Deutschschweiz ist auch im Berggebiet alles Grünland recht gut unterhalten, sauber und bis in die Ecken ausgemäht. Hier wachsen viele Wiesen und Weiden vom Rand her zu - irgendwann setzt man einen neuen Zaun weiter innen, weil der alte im Gebüsch verschwunden ist, oder geht, wo man Zufahrt hat, mit einem grossen Mulchbalken über alles.
Hier kann ein Politiker bei der Diskussion über die Revision des Raumplanungsgesetzes behaupten, "les terrains non constructibles sont sans aucune valeur" - eine Beleidigung für jeden Landwirt.
Man zeigt auf allen Prospekten Bilderbuchlandschaften mit alten Holzhäusern - und versaut grossflächig alles mit modernen Renditebauten. Es gibt eine Wanderausstellung eines Vereins, der die Zersiedelung bekämpft, indem sie einfach die bekannten Landschaftsbilder von irgendwo anders fotografiert zeigen, wo sie dann deutlich weniger schön sind. Die gelten hier als Nestbeschmutzer.
Dass die Haupteinnahmequelle des Kantons, der Tourismus, damit kräftig am eigenen Ast sägt, haben viele noch nicht begriffen. "On ne se laisse rien imposer de Berne" - dafür aber von ausländischen ImmobilenspekulantenDa wird auch schon mal ein Naturschutzgebiet aufgehoben, um das Projekt von russischen Baulöwen nicht zu gefährden (Aminona ob Siders) - es lebe die Gemeindeautonomie.
Die einzige wirksame Abwehr kommt vom Berg selbst; einfach weil es zu viele Flächen gibt, die zu steil und zu abgelegen sind, als dass man sie erschliessen und überbauen könnte.
Das ist keine Stadt, das ist eine Retorten-Tourismus-Destination - "une pompe à fric". Da kannste jetzt hunderte von Edelpelzen spazieren sehen und echte Krokoledertaschen und Luxus-Uhren kaufen. Nun, diese Leute haben wohl genauso eine oder keine Existenzberechtigung wie wir. Der Vorteil von Destinantionen wie Crans oder Verbier liegt darin, dass diese Leute anderswo weniger häufig anzutreffen sind.RheintalRancher hat geschrieben: => Kommt mir grad in den Sinn wie ich vor vielen Jahren perplex und erschrocken war als ich versehentlich in Crans-Montana gelandet bin......; dachte ich hätte mich verfahren - denn in eine Stadt aufm Berg wollte ich eigentlich nicht
Du nimmst die Worte aus meinem Munde........! Gepriesen seien also die Segnungen der modernen Tourismusindustrie.......; auf dass wir den Rest der Berge für uns alleine habenemil17 hat geschrieben: Der Vorteil von Destinantionen wie Crans oder Verbier liegt darin, dass diese Leute anderswo weniger häufig anzutreffen sind.