@kraut_ruebe
wir können Dir von unseren Wildäpfeln und -birnen noch Samen schicken, sobald der Schnee weg ist....
Aussaatanleitungen Wildobst (+Laubbäume)
- emil17
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Re: Aussaatanleitungen Wildobst (+Laubbäume)
Guckt mal, ob es in der Nähe eine Forst- oder Heckenabumschule gibt, da bekommt man recht günstig ein- oder zweijährige Setzlinge. Spart Zeit und Frust wenn man vergebens auf das Auflaufen der Sämlinge wartet. Manche Arten liegen ein bis zwei Jahre über, andere wie Stechplame trödeln ewig herum.
Wer es findet, das Buch Olbrich, Vermehrung und Schnitt der Ziergehölze, Ulmer Stuttgart 1910 hat von praktisch allen Arten Vermehrungsanleitungen.
Unter alten Büschen in Grünanlagen und Pärken findet man oft Keimlinge und Jungpflanzen, die dort keine Chance zum Aufkommen haben und die man oft ausgraben darf, wenn man zum Gärtner nett ist. Bedingung ist, dass man die Gehölze im blattlosen Zustand erkennt, denn belaubt lassen sie sich nicht gut verpflanzen. Tut man es doch, müssen sie in einen Topf in den Halbschatten, bis sie angewachsen sind.
Wenn man säen will: Fast alle einheimischen Arten haben eine Sicherung eingebaut, damit die Keimlinge nicht in einer Wärmeperiode im Winter aufgehen und dann erfrieren. Gemäss Olbrich soll man solche Arten deshalb nach Fruchtreife in eine Kiste mit nassem Sand einschichten und diese draussen mit Laub bedeckt bis Ende Februar stehen lassen. Dann können die Samen ausgesät werden. In die Kühltruhe reicht gemäss Auskunft des Obergärtners des Botanischen Gartens nicht, weil es eine längere Zeit der für unser Klima typischen nasskalten Frostwechselbedingungen braucht, damit die keimhemmenden Substanzen in der Samenschale abgebaut werden.
Wer es findet, das Buch Olbrich, Vermehrung und Schnitt der Ziergehölze, Ulmer Stuttgart 1910 hat von praktisch allen Arten Vermehrungsanleitungen.
Unter alten Büschen in Grünanlagen und Pärken findet man oft Keimlinge und Jungpflanzen, die dort keine Chance zum Aufkommen haben und die man oft ausgraben darf, wenn man zum Gärtner nett ist. Bedingung ist, dass man die Gehölze im blattlosen Zustand erkennt, denn belaubt lassen sie sich nicht gut verpflanzen. Tut man es doch, müssen sie in einen Topf in den Halbschatten, bis sie angewachsen sind.
Wenn man säen will: Fast alle einheimischen Arten haben eine Sicherung eingebaut, damit die Keimlinge nicht in einer Wärmeperiode im Winter aufgehen und dann erfrieren. Gemäss Olbrich soll man solche Arten deshalb nach Fruchtreife in eine Kiste mit nassem Sand einschichten und diese draussen mit Laub bedeckt bis Ende Februar stehen lassen. Dann können die Samen ausgesät werden. In die Kühltruhe reicht gemäss Auskunft des Obergärtners des Botanischen Gartens nicht, weil es eine längere Zeit der für unser Klima typischen nasskalten Frostwechselbedingungen braucht, damit die keimhemmenden Substanzen in der Samenschale abgebaut werden.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Lemontree
Re: Aussaatanleitungen Wildobst (+Laubbäume)
Hallo
Stecklinge im Sommer haben den Nachteil, dass sie leicht vertrocknen und Schatten geschaffen werden muss. Die Winter- oder Frühjahrsstecklinge, die mit dem Austrieb bzw. kurz davor gesteckt werden, haben noch nicht das Problem und mehr Zeit sich für den So und Winter zu rüsten. Ich meine immer, es macht weniger Mühe, da im Winter gärtnerisch eh weniger zu tun ist und Hölzche schneiden und stecken ja ratzfatz passiert ist..
Wovon, was und wieviel besser angeht habe ich noch nicht verglichen ...
LG Lemontree
Stecklinge im Sommer haben den Nachteil, dass sie leicht vertrocknen und Schatten geschaffen werden muss. Die Winter- oder Frühjahrsstecklinge, die mit dem Austrieb bzw. kurz davor gesteckt werden, haben noch nicht das Problem und mehr Zeit sich für den So und Winter zu rüsten. Ich meine immer, es macht weniger Mühe, da im Winter gärtnerisch eh weniger zu tun ist und Hölzche schneiden und stecken ja ratzfatz passiert ist..
Wovon, was und wieviel besser angeht habe ich noch nicht verglichen ...
LG Lemontree
- emil17
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Re: Aussaatanleitungen Wildobst (+Laubbäume)
Einen Apfelsämling kannst Du im zweiten oder dritten Jahr veredeln (oder auch nicht, wenn Du Wildobst oder eine neue Sorte willst, viele Landsorten sind aus Zufallssämlingen entstanden) und so in etwa 5 Jahren hast du die ersten Früchte, wenn der Standort gut ist. Auf altem tiefgründigem Gartenland gehen die ab wie Raketen! An mageren, flachgründigen Stellen oder wenn sich der Jungbaum gegen eine Grasnarbe behaupten muss, dauert es natürlich länger. Deshalb würde ich eine reichlich bemessene Baumscheibe von Gras freihalten und regelmässig mulchen. Verbissschutz muss sein.mima hat geschrieben: Ich finde es toll, wenn man aus einem Kern was ziehen kann, auch wenn sich wahrscheinlich erst meine Enkel dran erfreuen können.
Wenn Du die Sämlinge in ausreichend grossen Töpfen ziehst, gibt es keinen Verpflanzungsschock.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Re: Aussaatanleitungen Wildobst (+Laubbäume)
Also bei einheimischen Obstbäumen und Sträuchern (Apfel, Birne, Zwetschke, Kirsche, Kornellkirsche,...) mach ich es so, dass ich den Baum, von dem ich Sämlinge haben will im Herbst nach der Ernte einzäune (einfacher Weidezaun ohne Strom-nur um Wild beiläufig abzuhalten) und dann ca 1 Jahr lang einfach nichts tue. In dem Bereich um den Mutterbaum findet man dann zahlreiche Sämlinge, auf die man veredeln kann.
Meiner meinung nach eine arbeitsparende und effektive Methode um zu sämlingen zu kommen. Funktioniert natürlich nur mit einheimischen Arten, die an das Klima angepasst sind....
Meiner meinung nach eine arbeitsparende und effektive Methode um zu sämlingen zu kommen. Funktioniert natürlich nur mit einheimischen Arten, die an das Klima angepasst sind....
