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Re: wieviele Hühner für wieviel Personen.

Verfasst: Fr 4. Jan 2013, 15:04
von Thomas/V.
weil auf meinen Futtersäcken das Bio Siegel prangt
&2. sicherlich auch weil ich fürn 10 Pack nur 2.50 € nehme.
Ja, das ist der Grund. Bio-Futter ist ca. doppelt so teuer (zumindest das Fertigfutter) und man müßte 5€ für die Packung nehmen, um Geld damit zu verdienen. Aber die bezahlt hier keiner. In teuren Großstädten mag das noch bezahlt werden, auf dem Dorf sicher nicht.

Mein Kompromiß: GVO-frei und ohne Regenwaldzerstörung angebautes Futter (angeblich, obs stimmt? keine Ahnung) und 2,50 für die Packung, dann tragen sich die Hühner selber, wenn man keine Unmengen an Geld z.B. in den Stallbau gesteckt hat.

Re: wieviele Hühner für wieviel Personen.

Verfasst: Fr 4. Jan 2013, 15:29
von Zacharias
Die Angaben über Bresse stimmen eigentlich. Die sind inzwischen aber in Deutschland so gemixt, überzüchtet, auf Schönheit gezüchtet oder was weiß ich alles, dass das mit der Legeleistung nicht mehr hinhaut, mit dem Fleisch vermutlich auch nicht. Meine ersten Bresse habe ich vor ein paar Jahren selbst gezüchtet. Extreme Frühreife, extreme Gewichtszunahme und trotzdem sehr fitte und robuste Hühner, einfach tolle Tiere (leider die Hennen Fuchsfutter). Das Fleisch der Hähne war nicht mein Ding, was aber an falscher Zubereitung lag, wie ich später gelesen habe. Es schmeckte definitiv aber ganz anders als das anderer Hähne.
Was auch ein Unterschied war: die Küken bekamen schon nach wenigen Tagen blaue Beine und hatten sofort einen Blauschimmer.
Die Eier stammten aus der Nachzucht dieser Geflügelbrüterei: http://www.hetzenecker-kueken.de/index. ... -lesbleues. Die Bresse werden dort LesBleues genannt, weil Bresse ja ein geschützter Name ist.
Was man heute kriegt an Bresse ist nicht mehr das selbe. Besonders die Legeleistung ist nicht mehr dolle. Wie die Küken bei Hetzenecker heute sind weiß ich nicht, da ich nicht mehr die Gelegenheit zur Aufzucht habe. Aber vielleicht mag es ja jemand probieren.

Re: wieviele Hühner für wieviel Personen.

Verfasst: Fr 4. Jan 2013, 15:38
von zaches
Wir haben derzeit ca 20 Hühner für 4-10 Personen, verkaufen das Ei zu 30 cent oder tauschen es gegen Milch beim Nachbarn.
Die 30 cent werden anstandslos bezahlt und teils n och aufgerundet.

lg, zaches

Re: wieviele Hühner für wieviel Personen.

Verfasst: Fr 4. Jan 2013, 15:50
von stoeri
Hallo Zaches,

20 Hühner (ich nehme an Legehennen) für 4 bis 10 Personen und da bleibt noch was übrig für andere?

Ich könnte bis auf 9 Zwerghühner erhöhen aber abgeben würde ich keine Eier ich würde halt mehr Nudeln oder Eierlikör machen. Meine Nachbarin ist die einzige die hi und da mal 10 Eier bekommt aber nie mehr als 20 Eier im Jahr, die kümmert sich auch mal um die Hühner wenn ich ein paar Tage weg wäre in der Zeit kann sie sich auch alle Eier nehmen als Zugabe.

Einmal habe ich bei einer anderen Nachbarin 4 Eier für ein Päckchen Backpulver getauscht ;-).

Re: wieviele Hühner für wieviel Personen.

Verfasst: Fr 4. Jan 2013, 16:07
von hobbygaertnerin
Hallo Birgit,
ich kenne diesen Betrieb, bisher war der immer vorbildlich. Mal sehen, ob vom stolzen Bruno und seinen 2 Damen auch ein paar Küken heranzuziehen sind. Ansonsten hole ich mir beim Hetzenecker Küken.
Beim herumsuchen bin ich auf die andere Fütterung der Bresse gekommen, Molke, Buchweizen, hab mir einiges rauskopiert und so gut aufgehoben, dass ich es momentan nicht mehr finde. Zumindest hab ich gelesen, dass die früher so gefüttert wurden.
Die Franzosen haben für die Orginalbresse ja eine besondere Philosophie von Fütterung und Haltung.
Müsste man wohl in diese Gegend fahren und sich kulinarisch inspirieren lassen.
@Erika, Eierlikör aus dem Thermomix, das war bis jetzt immer ein sehr gerne angenommenes Geschenk, :) ebenso könnte ich viel mehr Nudeln machen, wenn die lieben Tierlein im Winter mehr wären.

Re: wieviele Hühner für wieviel Personen.

Verfasst: Fr 4. Jan 2013, 16:16
von Zacharias
Hallo Maria,

Mais, Buchweizen, Molke und viel frisches Gras im Auslauf- das ist das Rezept der Franzosen. Buchweizen wäre mir zu teuer, aber wenn ich noch mal die Gelegenheit bekomme, werde ich die Hähne mal mit Mais, Weizen und Molke mästen.

Re: wieviele Hühner für wieviel Personen.

Verfasst: Fr 4. Jan 2013, 17:15
von Adjua
Gute Zwiehuhnrasse mit geschätzter Fleischqualität haben auch welche hier im Forum - aus Österreich, Sulmtaler.

Re: wieviele Hühner für wieviel Personen.

Verfasst: Fr 4. Jan 2013, 18:47
von smallfarmer
Nach meiner Meinung ist das BresseHuhn für uns SV ler erste Wahl. Hetzenecker ist ein Profi, der hat sich nicht umsonst für diesen Schlag entschieden. Das die Bresse Leistungen mit denen aus den französischen Selektionszentren nicht mithalten können ist mir klar. Hier in Deutschland meint ja jeder er wäre der große Geflügelzüchter wenn er mal 20 Bresse Küken aufzieht. Dies ist aber nach meiner Sicht nur ein Vermehren, kein Züchten. Wer macht sich hier die Mühe die Legeleistung seiner Hühner mittels Fallnesterkontrolle zu kontrollieren. Ich kenne nicht viele. Es gibt nach meinen Informationen, immer wieder Bruteiertransfers aus diesen französischen Zentren die unter anderem auch in Bayern landen. Es ist also auch bestes Ausgangsmaterial in D vorhanden.
smallfarmer

Re: wieviele Hühner für wieviel Personen.

Verfasst: Fr 4. Jan 2013, 19:01
von Sabi(e)ne
Moin,
ich liebäugele mit Welsumern, Dorking, Sussex, und Cochins (keine Zwerge) - in zwei Wochen weiß ich, ob ich anfangen kann, Züchter zu suchen. Mir sind Hühner mit was dran (auch geschmacklich) deutlich wichtiger als reine Legeleistung.

@Jörg: 99,9% der Imker sind auch nur Vermehrer, ohne objektive Leistungskontrolle außer der reinen Honigleistung, aber ohne die gäb es vermutlich schon gar keine oder nur ganz wenig Bienenvölker....
Wenn der Spaß für die Besitzer es ihnen wert ist, danke ich ihnen doch dafür, weil ohne sie die Genetik noch besch**** wäre als sie ist.

Re: wieviele Hühner für wieviel Personen.

Verfasst: Sa 5. Jan 2013, 02:09
von utebo
Sabi(e)ne hat geschrieben:Moin,
ich liebäugele mit Welsumern, Dorking, Sussex, und Cochins (keine Zwerge) - in zwei Wochen weiß ich, ob ich anfangen kann, Züchter zu suchen. Mir sind Hühner mit was dran (auch geschmacklich) deutlich wichtiger als reine Legeleistung.
Ich habe Barnevelder und Orpingtons sowie Kreuzungen aus den beiden Rassen und auch ein paar Barnevelder X Croad Langshan. Ich finde die Barnevelder (Zwiehühner) von der Legeleistung her ganz ok (so 170-180 im 1. Jahr), aber was die Fleischnutzung angeht, kann ich wärmstens Barnevelder X Orpington empfehlen. Die kriegen die kräftigere Brust der Orpingtons (breiteres Brustbein mit mehr Fleisch) und bringen nach kürzerer Zeit ein höheres Gewicht auf die Waage als die Ausgangsrassen - mit 5 Monaten so um 2.5-3 kg ofenfertig. Vermutlich lässt sich der Effekt (Heterosis) auch mit entsprechenden anderen Rassen erzielen.