Re: Eternitdach
Verfasst: So 30. Dez 2012, 20:47
heist also ich kann mein eternit selber verbuddeln und dann ist es nicht mehr gefährlich??? 
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und das bedeutet jetzt: wir sind von vielen, potentiell gefährlichen Stoffen alltäglich umgeben, da kommt es auf Einen mehr oder weniger nicht mehr an?emil17 hat geschrieben:Inerte Stoffe sind bezüglich Deponien solche, die, wenn sie einmal deponiert sind, keinerlei Probleme verursachen, d.h. weder Grundwasser gefährden, noch irgendwelche Gase oder sonstige Stoffe an die Luft abgeben, noch instabilen Untergrund verursachen können. Dazu gehört Abbruchmaterial, das nicht kontaminiert ist.
Das Hauptproblem bei stark gebundenen Asbestfasern sind die Bearbeitung und der Transport.
Panik bei Asbestzementdächern ist fehl am Platz. Einfach den Grundsatz beachten: das Zeug in Ruhe lassen, nicht transportieren und nicht bearbeiten.
Ich möchte darauf hinweisen, dass z.B. gewöhnliches Motorenbenzin ähnlich probelmatisch ist wie Asbest und einer Ausnahmeregelung untersteht; chemische Substanzen mit vergleichbarem Gesundheitsgefährdungspotential wie benzolhaltiges Benzin wären nur mit Giftschein erhältlich.
Die heutige Analysetechnik kann problemlos erhöhte Benzolgehalte in Lebensmitteln nachweisen, die an Tankstellen verkauft worden sind. Dennoch darf man 15 Meter neben der Zapfsäule einen Currywurst- und Frittenstand betreiben.
Aus praktischen Gründen lässt man es beim Benzin damit bewenden, dass auf jeder Tanksäule mit gutem Grund steht, man dürfe es nur als Motorentreibstoff verwenden. Wäre man gleich streng wie beim Asbestzement, dürfte nur aromatenfreier Treibstoff in den freien Handel kommen. Das wäre technisch machbar, aber teuer und es wären umfangreiche Zusätze erforderlich, um technische Eigenschaften wie Klopffestigkeit usw. sicherzustellen. Konsequenterweise dürfte man nur mit Giftschein und all dem administrativen Aufwand tanken, der mit dem Bezug von Stoffen mit Giftklasse 1 einhergeht (wer das schon mal getan hat, weiss worum es geht). Deshalb tut man an der Tankstelle so, als wäre es kein Problem, und offenbar ist es ja auch keins.
Asbest ist ein Silikatmineral und verwittert wie andere Stoffe dieser Substanzgruppe auch.
Es lohnt sich, die Geschichte der Verwendung von Asbest nachzulesen. Es gibt auch Geisterstädte, z.B. Wittenoom in Westaustralien.
sind eben nur so lange stark gebunden, wie das sie umgebende Material seine Stabilität behält.stark gebundenen Asbestfasern
Hallo emil17,emil17 hat geschrieben:Ich finde für Asbestzement einen thermischen Audehnungskoeffizienten...
Gleichfalls, danke!frodo hat geschrieben: erst mal ein gutes Neues!![]()