Hier eine Sammlung historischer Rezepte und Kochbücher:
http://www.dasmittelalterkochbuch.de/
Hier ist eine Sammlung von Büchern über die Ernährung im Mittelalter (musst auch mal links im Menue weiterblättter)
http://www.geschichte-des-kochens.de/index_amazon.html
Ansonsten war die Ernährung im Winter sicherlich nciht sehr abwechslungsreich. Von Freunden aus Rußland, die sich auch weitestgehend selbstversorgt haben, weiss ich, dass es viel Kartoffeln, Kohl, Möhrrüben, Rote Beete und Zwiebeln gab, also alles Gemüse, was sich einlagern läßt. Oder es gab milchgesäuertes, wie Kraut, Gurken, Tomaten. Äpfel gab es noch den Winter über, im Frühjahr waren sie dann schon recht schrumpelig und gingen zur Neige. Anderes Obst gab es halt einfach nicht. Preisselbeeren lassen sich auch noch sehr lange kühl lagern. Meine Mutter hatte mir welche im Sommer aus Schweden mitgebracht, die ich ohne was in einer Dose im Kühlschrank stehen hatte und erst vorletzte Woche verarbeitet hatte. Preisselbeeren enthalte auch Benzoesäure, die konservierend wirkt, so dass man sie auch ohne Zucker einkochen kann, sind aber sehr sauer.
Was gab es denn früher alles? Die Auswahl war ja sicherlich nicht so groß wie heute.
Obst: Äpfel lassen sich eine ganze Weile lagern, Birnen und Pflaumen konnte man trocknen oder zu Mus einkochen, Beeren wurden sicherlich nur frisch gegessen, da es auch mühsam war, riesige Mengen zum Einlagern zu sammeln.
Gemüsse: Verschiedene Kohl-, Rübensorten lassen sich einlagern oder einsäuern, Erbsen und Bohnen konnte man trocknen
Ich denke, Salz wurde wahrscheinlich mehr oder weniger nur zum Einpökeln von Fleisch genutzt, weil es doch auch kostbar war. Sprich milchgesäuertes gab es wohl auch weniger.
Zucker zum Einmachen:
Du kannst Marmelade auch ohne Zucker kochen und heiß in Twist-Off- oder Weckgläser füllen (Gab es früher natürlich noch nicht.). Solange sie geschlossen sind, halten sie auch mindestens ein Jahr, sollten nur innerhalb von wenigen Tagen aufgegessen werden, wenn das Glas geöffent wird. Mache ich schon länger so, die Marmelade ist halt nicht süß und darf sich sicherlich auch nciht so schimpfen. Den Zucker zum Haltbarmachen braucht man erst, wenn man unverschlossen lagern möchte.
Zucker zum Backen:
Wir haben eh schon immer wenig Zucker verwendet, höchstens die Hälfte von dem, was in Rezepten angegeben wird.
Ich habe oft pürierte Banane in den Teig getan. Ist recht süß, hat aber einen etwas fruchtigen Eigengeschmack, muss man mögen, bzw passt nicht überall. Man kann auch getrocknete Früchte ein paar Tage in Wasser einweichen, klar, sind dort Rosinen und Datteln bestens geeignet, aber Äpfel und Pflaumen tuns auch.