Re: Nationalpark Teutoburger Wald vor dem Aus
Verfasst: Fr 26. Okt 2012, 11:51
@ina: Über deinen letzten Beitrag bin ich einfach nur entsetzt.
Das Forum für Selbstversorgung und Permakultur
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Manfred hat geschrieben:Zum Verständnis, was das wirlich abgeht und damit du nicht alles glaubst, was dir aus interessierten Kreisen aufgetischt wird.
das, was schützenswert ist, das ist doch genau das, was durch Jahrhunderte lange Bewirtschaftung gewachsen ist bzw. in dieser Form durch eine sinnvoll Bewirtschaftung existiert. Wieso also sollte man ausgerechnet diese nun untersagen und etwas daran ändern wollen, obwohl es doch so wunderbar funktioniert? Und was soll falsch daran sein, wenn diejenigen, deren Beruf es nun mal ist, durch die sinnvolle Bewirtschaftung und die Pflege des Waldes dadurch Profit machen, was nicht anderes heißt als dass sie dadurch ihren Lebensunterhalt bestreiten?ina maka hat geschrieben:Die natürlich (gemeinsam mit "natürlichen Menschen") gewachsene Landschaft allerdings liegt mir am Herzen - und die ganzen Wildtiere- und pflanzen (ja, ich gebs zu, ich sammel gern)
Wie kann man das schützen?
Alternativen zu einem Nationalpark: ??
Daran ist gar nichts falsch.Tanja hat geschrieben: Und was soll falsch daran sein, wenn diejenigen, deren Beruf es nun mal ist, durch die sinnvolle Bewirtschaftung und die Pflege des Waldes dadurch Profit machen, was nicht anderes heißt als dass sie dadurch ihren Lebensunterhalt bestreiten?
Das unterstellt, dass dies in der Vergangenheit nicht der Fall gewesen sei. Aber der seit Jahhunderten gewachsene Beweis, dass das Gegenteil der Fall ist, steht ja nun zur Debatte.Reisende hat geschrieben: Aber die Betonung liegt verstärkt auf "sinnvoll" und "Pflege"
Öhm nö, das unterstelle ich damit nicht. Damit man etwas schützen kann, muss ja erstmal was schützenswertes da sein. Dass das so ist zweifel ich gar nicht an. Bitte nicht mißverstehen, ich bin weder pro noch contra Nationalpark dort. Ich versuche nur sachlich aufzugliedern, und wollte deutlich machen, dass durch einen solchen Status der Landstrich nicht entvölkert wird, oder alle in die Arbeitslosigkeit getrieben werden.Tanja hat geschrieben: Das unterstellt, dass dies in der Vergangenheit nicht der Fall gewesen sei. Aber der seit Jahhunderten gewachsene Beweis, dass das Gegenteil der Fall ist, steht ja nun zur Debatte.
Was diese "Umwidmung" tatsächlich bedeutet ist: mehr Bürokratie, noch mehr Gängelung der Bürger durch mehr Zwänge, mehr Gesetze, mehr Verordnungen. Und das ausgerechnet in einem Bereich, der seit langen Zeiten wunderbar funtioniert. Das ist vollkommen unnötig und sinnfrei. Und es schnürt uns Bürger an einer weiteren Stelle in ein enges Korsett, welches die Möglichkeiten zur freien Entfaltung, zu eigenverantwortlichem Handeln und Möglichkeiten zu einem tatsächlichen naturnahem Leben noch mehr einschränkt als es eh schon der Fall ist. Touristenströme ins vermeintliche Paradies zu locken degradiert den Menschen zum Zoobesucher.
Letztendlich ist es eine philosophische Frage: begreifen wir uns als Teil dieser Welt oder als ein Fremdkörper in ihr?
Nicht mehr Bürokratie brauchen wir, sondern weniger!
Vielleicht liegt der Knackpunkt darin, daß jeder "die Welt" anders betrachtet. Für mich bedeutet "die Welt" in erster Linie im wahrsten Sinne Mutter Erde, von der wir leben, als Teil von ihr.Tanja hat geschrieben: Letztendlich ist es eine philosophische Frage: begreifen wir uns als Teil dieser Welt oder als ein Fremdkörper in ihr?