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Re: Weinernte
Verfasst: Do 4. Okt 2012, 21:24
von Haldir
Wir haben weisse Trauben...
Vielen Dank, das hat mir schon mal viel weitergeholfen...dann werde ich mal die nötigen Sachen besorgen gehen...
Re: Weinernte
Verfasst: Fr 12. Okt 2012, 17:37
von Olaf
Moin,
also mein Wein hat recht schnell nur noch schwächlich gegoren. gestern hab ich noch mal ein bisschen recherchiert, in einem Weinforum.
Wie ich schon schrieb, normalerweise wird der Wein nicht aufgezuckert, dass er alles mitbringt, sei Sache des Winzers, stand dort auch. Nun bin ich ja auch der Winzer, und das in einer nicht als Weingegend verschrienen Lage, was soll ich machen.
Dort in den Thread ging es einem ebenso, und dann wurde doch aufgezuckert. Nun besitze ich (und ärgere mich) kein Oechslemeter und kann nur auf Verdacht agieren und hab erst mal 300 g dazugetan.
Der, als glücklicher Besitzer eines solchen Gerätes, hatte auf 55 l 3,6 kg Zucker ausgerechnet, da käme ich auf so ca. 900 g, wenn meine Ausgangsbasis ähnlich wäre.
Jedenfalls, es war kaum Alkohol drin, es schmeckte, äh, mir fehlen die Worte

, vielleicht wie angegorene Apfelschorle? Versauen kann ich nichts. Langsam rantasten, vielleicht noch schnell ein Vinometer kaufen, um nicht zu übertreiben.
Jetzt blubst er wieder fröhlich.
LG
Olaf
Re: Weinernte
Verfasst: Fr 12. Okt 2012, 20:34
von 65375
Einfach immer mal, wenn er weniger blubbert, einen Löffel Zucker reinschütten. Wenn's schäumt, kann die Hefe noch was vertragen. Du bist ja nicht an das deutsche Weingesetz gebunden.
Übrigens zuckern die Winzer auch auf. Ist nur in den höheren Qualitätsstufen verboten. Allerdings berechnen sie die Menge exakt, aber für daheimrum kommt's nicht so drauf an.
Re: Weinernte
Verfasst: Sa 13. Okt 2012, 08:54
von Olaf
Moin Eli,
das sieht ja beeindruckend aus. Ich möchte auch mal Wein mit den Füssen stampfen, aber ich möchte das unbedingt barfuss machen.
Ihr habt natürlich klimatisch einen Riesenvorteil. 10 km nördlich von uns ist ein Weinberg, die behaupten das nördlichste Weinbaugebiet Europas zu sein. Ich las aber sogar von jemandem in Schweden, der mit einigen Tricks und günstigem Microklima mehr wein als für den Eigenbedarf produziert. Also geb ich nicht auf
Ich hab hier auch noch ne helle Traube, die deutlich süßer ist, aber die trägt jammervoll. Ist aber auch jünger. Mir bleibt wohl fürs erste nichts, als Zucker dazu zu panschen.
Das die Hefe als Backhefe taugt ist ja interessant.
Das mit dem profisorischen Gäraufsatz hab ich auch schon praktiziert, nur hatte ich ein viel kleineres Zweitgefäß, und bei noch nicht in Gang gekommener Gärung hat mir der Ballon bei Temperaturschwankungen das Gefäß leergesaugt. So aber mag es gehen....
Danke für die Bilder!
und @ 65375: Ich warte erst mal, zuckere dann noch mal mit 300 g auf, dann warte ich wieder und koste, ob er noch einen vertragen kann oder besitze bis dahin ein Vinometer. So hab ich gedacht.
LG Olaf
Re: Rebwein / Traubenwein
Verfasst: Sa 13. Okt 2012, 09:40
von greymaulkin
Jetzt hat es mich rausgeworfen und meinen Beitrag gleich mit
Also, ich wollte erzählen, dass wir die roten Trauben entstielen, kleinmatschen und in einem reichlich großen Gärballon mit Nährsalz, Antigel und Hefe (dieses Jahr Bordeaus, letztes Jahr war´s Burgund) 8 Tage gären lassen. Täglich ordentlich schütteln. Dann abziehen, aus der Maische Marmelade kochen, den Wein halt in einem kleineren Ballon blubbern lassen bis er damit aufhört. Vom Trub abziehen auf Flaschen und diese stehen lassen, da setzt sich nochmal Trub ab.
Schwefeln und schönen haben wir mit unserem Erstling letztes Jahr auch nicht gemacht, abgezogen erst dieses Jahr.
Schwefeln muss man, wenn man die Flaschen länger lagern will, so haben wir jedenfalls die Kurzanleitung in der Kitzinger Broschüre verstanden. Wir werden einfach eine kleine Flasche stehen lassen, mal schauen wie er schmeckt.
Gruß, Bärbel
Re: Rebwein / Traubenwein
Verfasst: Sa 13. Okt 2012, 09:44
von greymaulkin
Ach, noch was.
In der Broschüre steht ja, man solle Rotwein auf 90°Oechsle hochzuckern.
Da man das wie gesagt weder mit der Nase noch mit der Innenseite vom Handgelenk testen kann, einfach nachzuckern, wenn´s nicht blubbern will.
Vielleicht bringt das Christkindchen ja eine Weinwaage....
Aber so süß wie letztes Jahr der Traubenmost nach den 8 Tagen schmeckte, haben es ein paar beherzte Esslöffel Zucker tatsächlich getan. Vielleicht Anfängerglück
Gruß, Bärbel
Re: Rebwein / Traubenwein
Verfasst: Sa 13. Okt 2012, 14:04
von die fellberge
Danke für die Anleitungen- ich könnte in Versuchung kommen ...
... bei uns sind es übrigens nicht die Mäuse die miternten, sondern die Hühner!
Sie klettern sogar eine Eisentreppe hoch, um an die Trauben zu kommen

Re: Rebwein / Traubenwein
Verfasst: Sa 13. Okt 2012, 18:24
von luitpold
y olaf,
ich hab da gerade eine darstellung gefunden die nach meinem verständnis brauchbar sein könnte.
http://mise-en-place.de/Rubrik/kueche/w ... griffe.htm
Re: Rebwein / Traubenwein
Verfasst: Sa 13. Okt 2012, 18:49
von Olaf
Danke Luitpold. Das mit der Temperatur ist besonders interessant, leider nicht umsetzbar für mich.
n allen Weinbauzonen kann eine Anreicherung zugelassen werden, wenn es die Witterungsbedingungen erfordern.
Bei Prädikatsweinen ist eine Anreicherung grundsätzlich nicht erlaubt.
Gut, dann hab ich eben keinen Prädikatswein
LG
Olaf
Re: Rebwein / Traubenwein
Verfasst: Sa 13. Okt 2012, 18:56
von luitpold
Olaf hat geschrieben:Gut, dann hab ich eben keinen Prädikatswein
LG
Olaf
aus deinen beschreibungen schätze ich du hast direktträgertrauben (erdbeeraroma im wein), das würde ohnehin kein prädikatswein.