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Re: Elektroauto selber bauen?
Verfasst: Di 2. Okt 2012, 08:46
von Dagmar
Hallo,
bioke hat geschrieben:unbeheizbar
da ich ja ein Weichei bin und im Winter nicht gerne frieren möchte, würde ich mir einfach eine kleine Luft-Standheizung (Dieselbetrieben) einbauen. Braucht natürlich dann auch Strom, aber den Luftstrom könnte man dann so leiten, daß man keine kalten Füsse und Hände hat und vor allem die Scheiben nicht beschlagen sind.
Dagmar
Re: Elektroauto selber bauen?
Verfasst: Di 2. Okt 2012, 12:26
von Manfred
Ein gebrauchter EL mit neuen Li-Ion Akku dürfe wohl die günstigste Einstiegsvariante sein. Aber da ist man auch schnell bei 5000 Euro.
Aber da kriegt man ein nettes gebrautes Moped und viel Sprit für.
Die Steigfähigkeit des EL ist mit nur 16% angegeben. Da wird es bei uns in den Mittelgebirgen sehr mühsam. Meine zukünftige Fahrstecke hat z.B. eine längere Rampe mit 17%. Gewichtsmäßig würde ich das Ding an die Grenze bringen, falls ich überhaupt rein passe. Etwas mehr Platz und Leistung wären schon nett.
Scheint mir eher eine Fahrzeug für sportliche, schlanke Leute und überwiegend ebene Fahrtstrecken zu sein.
Hier seh ich ab und zu einen vorbeirollen. Der fährt aber immer das gleich Tal rauf und runter, zur Arbeit.
Dazu kommt: Ich fahre viele matschige Feldwege. Dafür sind die Dinger einfach nicht gemacht.
Der Volteis X4 würde bei mir besser passen. Aber der Preis ist für ein Gebrauchsfahrzeug jenseits von Gut und Böse.
Re: Elektroauto selber bauen?
Verfasst: Mi 3. Okt 2012, 19:01
von Narrenkoenig
Ein Freund von mir hat in den 90ern des vergangenen Jahrhunderts Elektroautos in Kleinserie gebaut.
Ausgang waren die kleinen Ligiers die sonst mit entsprechenden Verbrennern ausgestattet als Krankenfahrstuhl oder Kleinstwagen mit Versicherungskennzeichen auf die Straße gekommen sind.
Und statt Verbrenner haben die dann eben Elektromotor und Elektronik und Batterie eingebaut bekommen.
Irgendeinen Weltmeister Titel im Serienelektroautofahren hat Wolfgang damals auch abgeräumt.
Ich bin einmal das ,zugelassene, Wettbewerbsfahrzeug von seinem Kollegen gefahren. Macht doch heftig Laune son Ding.
Kaum Geräusch, kein Schaltrucken aber Golf Gti und Konsorten versemmelst du bis etwa 60 km/h gnadenlos.
Knackpunkt sind nur die Batterien, der NiCd Satz hat damls die Kleinigkeit von ~ 30.000 DM gekostet.
Bleibatterien deutlich billiger aber sauschwer und von der Kapazität nicht der Renner.
Lebensdauer der Batteriesätze wurden damals mit 4-5 Jahren beim Bleisatz und 8-10 bei NiCd angegeben.
Allerdings nur bei entsprechender Pflege. Wer nur aufgeladen hat und gefahren ist und eventl Wasser nachgefüllt hat bei den Bleisätzen hat auch schonmal nach 2 Jahren neue gebraucht.
Grüße
Robert
Re: Elektroauto selber bauen?
Verfasst: So 7. Okt 2012, 03:24
von WernervonCroy
Ich sehe das Problem auch darin die Enrgie zu Speichern. Es gibt im Moment noch keine halbwegs vernünftige methode. Ansonsten sehe ich das Problem weniger im bauen und zulassen. Einfach beim TÜV vorstellig werden, vorher absprechenw as man alles beachten muss und schon klappt das.
Hatte auch mal mit dem Gedanken gespielt, allerdings hätte ich es auf Basis eines Kitcars gemacht. Allerdiungs gibt es kein Massenspeichermedium das ausgereicht hätte und ksotengünstig gewesen wäre.
Gruss Frank
Re: Elektroauto selber bauen?
Verfasst: Mi 10. Okt 2012, 13:05
von roland
Manfred hat geschrieben: Meine zukünftige Fahrstecke hat z.B. eine längere Rampe mit 17%. Gewichtsmäßig würde ich das Ding an die Grenze bringen, falls
Dazu kommt: Ich fahre viele matschige Feldwege. Dafür sind die Dinger einfach nicht gemacht.
Der Trick mit dem Sparsam fahren ist ein angepasstes Fahrzeug. Wenn du was willst, das mit Last

gut am Berg und auf Feldwegen ist, aber max 50 km/h fährt, ok. Wenn es aber auch Langstreckentauglich und schnell sein soll, wird Energie verbraten (siehe Geländewagen auf Autobahn

). Und das geht halt mit Batterie noch nicht, weil keine Reserven. Ich würd bei großem kraftbedarf auf Öl und für Langsrecken auf Elektro/Gas-Hybrid gehen - wenns das zu kaufen gäbe.
Tüv: weis ich nicht, hab mich gescheut, da schon ein 45km/h-Pedelec als Selbstbau recht schwierig/teuer zu zu lassen ist.
Roland
Re: Elektroauto selber bauen?
Verfasst: Do 8. Nov 2012, 13:57
von Gelöschter Benutzer 54
WernervonCroy hat geschrieben:Ich sehe das Problem auch darin die Enrgie zu Speichern
wenn ich das recht verstanden hab (da geb keine garantie dafür, technisch bin ich unbegabt), dann ist das energiespeichern mittels laptopakkus (die kann man nehm ich an kaufen?) gar nicht so ein grosses problem?
so klingt es zumindest beim
tesla roadster 
Re: Elektroauto selber bauen?
Verfasst: Do 8. Nov 2012, 17:43
von Buchkammer
Interessante Lösung bei dem Tesla Roadster.
Quelle: Tesla Roadster
Bei den Lithium-Ionen-Akku-Zellen handelt es sich um den Typ 18650, der jährlich in mehreren Millionen Exemplaren hergestellt wird. [...] Jede Akkuzelle ist 65 mm lang und hat einen Durchmesser von 18 mm. Das gesamte Paket aus 6831 Zellen wiegt etwa 408 kg.
Wenn man mal davon ausgeht, dass es sich um
diesen Akku handelt und man bei 6831 benötigten Zellen 5,- € bezahlen muss, kommt man aber auch auf 34.155,- Euro.

Versandkosten sind mal nicht mit einkalkuliert. Aber möglicherweise gibt es diese Akkus auch billiger in Hong Kong einzukaufen.
Noch etwas macht mir bei dem Roadster Sorgen. Wenn die Dinger alle in Reihe geschaltet sind, und ein Akku fällt aus; ist dann nicht der komplette Saft weg oder war das nur bei Parallelschaltung so?

Re: Elektroauto selber bauen?
Verfasst: Mo 26. Nov 2012, 17:42
von bioke
Solche Zellen sind für Traktionszwecke natürlich völlig ungeeignet. Geeignete Zellen heißen z.B. Calb (
http://en.calb.cn/) und kosten auch nicht wie die oben angegebene Zelle 350€ pro Kilowattstunde sondern um die 250€. Das wichtigste ist aber die verwendete Chemie, es ist nicht Lithium-Cobalt sondern Lithium-eisenphosphat und die halten ungefähr zehn mal so lange wie die normalen Zellen.
Aber da jetzt massenhaft Autos auf Lithium umgerüstet werden gibt es sehr billig gebrauchte Nickel-Cadmium Akkus. Ein Block mit 100Ah bei 6V ist schon unter 200€ zu haben. Das ist zwar teurer als Lithium , aber die Zellen sind extrem widerstandsfähig, man kann sie z.B. ohne Schaden auf null Volt tiefentladen (die mögen das sogar) oder begrenzt überladen. Die Lebensdauer ist nicht mal Ansatzweise vergleichbar mit Blei, da liegt ebenfalls ein Faktor 10 dazwischen. Wer so etwas für z.B. stationäre Basteleien verwenden will findet sie unter dem Namen Saft STM. Da man keine Überwachungselektronik braucht und die Zelle auch unter Last tiefentladen werden kann ist sie für den elektronisch nicht versierten Bastler sehr gut geeignet.
Re: Elektroauto selber bauen?
Verfasst: Mi 28. Nov 2012, 11:18
von AlterSchwede
Ich war neulich in GEO auf einen Beitrag gestoßen wo es um "Selbstbau-Traktoren" als Ansatz für die III.Welt ging... War insofern sehr aufschlußreich weil ich gerade selbst am Überlgen war ob ich mir einen kleinen Traktor kaufen soll. Da ich aber durchaus über einige Erfahrung in Wald und Flur verfüge... kam ich aber zu dem Ergebnis daß solche Lösungen nichts für die Praxis sind.
Ich denke biem Elektroauto ist das ähnlich. Selbst die großen Autokonzerne wissen ja im Moment nicht so richtig wie sie es machen können. Was wir im Moment sehen ist eine Art "normales Auto" mit anderem Motor und irgendwo ein Haufen Akkus... Wobei die Akkus auch noch die ungelöste Frage darstellen.
Ich denke das E-Fahrzeug so wie wir es uns heute vorstellen hat keine Zukunft. Wir befinden uns da gerade auf so einer gedanklichen Stufe wie "Fluggerät muß um zu fliegen mit den Flügeln schlagen"... Mit anderen Worten: Uns fehlt im Moment die eigentliche Lösung für unseren "frommen" Wunsch.
Hätte sich das Automobil an die Strukturen der Pferdekutschenzeit angelehnt - dann würden wir heute Autos fahren bei denen man an Gasthöfen Motor und Tank austauscht :D
Unser ganzes Denken kreist derzeit um das "Benzinvertraute" Mitnehmen der Energie... und ich denke man muß kein Genie sein um zu erkennen daß dieser Ansatz einfach nicht zu elektrischer Energie paßt. ((Sogar das Pferdezeittypische Tauschen ganzer Batteriepacks wäre naheliegender...))
Re: Elektroauto selber bauen?
Verfasst: Do 29. Nov 2012, 08:25
von WernervonCroy
Das Problem beim Pferdetausch bzw Energietausch sehe ich im Aufbau der Strucktur. Ausserdem hatte man früher einfach mehr Zeit und alles war vor Ort und man braucht kaum ein Fortbewegungsmittel.
Ich für meinen Teil, habe mir einen Ort gesucht, wo ich möglichst viel ohne Fahrzeug erledigen kann.
Leider sägt das Sägwerk nicht mehr selbst, obwohl alles noch vorhanden, es ist zu unwirtschaftlich

naja vielleicht kann ich etwas arangieren.
Aber Bäcker, Laden, Baumarkt, Schule, Kiga, Frisuer, Tanke usw. alles am Ort. Hier sollte ein Umdenken stattfinden, nicht geiz ist geil, sondern ist es ökoligisch sinn voll, hier oder dort zu kaufen?
Aber um mal zum Elektroauto zurück zu kommen. Ich hatte damals einen Lastesel(Pickuo, Kombi) auf Basis eines Leiterrahmens bzw Gitterrahmens im Kopf. Alle Räder einzel angetrieben. Reichweite 100-200km, Geschwindigkeit vmax 130km/h. eventuell einen kleinen Motor zum aufladen der Batterie. Alternativ eben Brennstoffzelle, aber leider ist diese nicht soweit.
Naja so meine gedanken.
Gruss Frank