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Re: Nochmal was zu Roundup

Verfasst: Di 11. Sep 2012, 11:16
von Rati
@aduja

Die Hoffnung stirbt zu letzt oder?

Also stirbt sie nach mir und ich kann weiter auf sie bauen. ;)

Grüße Rati

Re: Nochmal was zu Roundup

Verfasst: Di 11. Sep 2012, 11:16
von luitpold
ich denke so schnell werden die round up nicht verbieten....

http://www.ages.at/ages/landwirtschaftl ... glyphosat/

Re: Nochmal was zu Roundup... und Boutolismus!

Verfasst: Mo 17. Sep 2012, 16:52
von Erzgebirgler
Einen Zusammenhang scheint es auch von Glyphosat mit der neuen Rinderseuche (nicht offiziell anerkannt, aber die Fallzahlen sind einer Seuche würdig) *chronischer Boutolismus* zu geben. Auffällig hohe Glyphosatwerte wurden bei ALLEN an chr. B. erkrankten Rindern (mittlerweile auch Gehegewild) nachgewiesen.

Re: Nochmal was zu Roundup

Verfasst: Di 18. Sep 2012, 09:26
von emil17
luitpold hat geschrieben:überlegt mal,
round up wird verboten.
was dann, flächendeckende biolandwirtschaft???
Wie nur konnte die Landwirtschaft vor der Einführung von Glyphosat-Herbiziden in den 1970er Jahren Korn produzieren?
Es geht, genau wie bei Antibiotika als Futterzusatz, um den flächendeckenden Einsatz für an sich unnötige Zwecke. Man kann Korn vor der Ernte rounduppen und dann tut sich der Mähdrescher leichter, bzw. man kann dadurch den Erntezeitpunkt festlegen und ist nicht so sehr aufs Wetter angewiesen. Vom Brot aus diesem Korn stirbt keiner, also was solls. Friss, Hauptsache billige Lebensmittel.
Nebenwirkungen an unerwartetem Ort sind vom Antibiotika-Einsatz bekannt: Breitband-Resistenzen krankmachender Keime. Die Konzerne kümmerts nicht, denn man kann keinen kausalen Zusammenhang nachweisen.
Ich habe Roundup auch schon eingesetzt, um hartnäckige Stockausschläge an Stellen abzutöten, wo man anders nicht beikommt, aber dann werden Blätter ausgewählter Pflanzen einzeln behandelt und es ist eine Ausnahme. Das Zeug flächendeckend quadratkilometerweise auszubringen ist was grundsätzlich anderes.

Gesetzgeberisch liegt das Hauptproblem darin, dass man bis zum kausalen Nachweis der Schädlichkeit jede beliebige Substanz in jeder beliebigen Menge in die Umwelt bringen darf. Kurzfristige kommerzielle Interessen sind noch nie ein guter Ratgeber für den Umgang mit Lebensgrundlagen (Luft, Wasser, Boden) gewesen. Landwirtschaft und Bauwesen sind besonders kritisch, weil es um grosse Flächen und grosse Materialmengen geht.

Es ist ein grundsätzlicher Übelstand, dass die Nachweise der Abbaubarkeit und des Umweltverhaltens von den Produzenten selbst und nicht von unabhängigen Firmen erbracht werden müssen, die am Ergebnis der Untersuchungen keine finanziellen Interessen haben. Da wird verharmlost und schöngerechnet, was nur geht. Die Lobbyisten bringen sich ein, damit der Gesetzgeber die Gesetze nicht allzu bissig formuliert. Biologische Abbaubarkeit ist sowieso ein Gummikriterium, denn es bedeutet nur, dass das Zeug im Boden durch Mikroben und Pilze chemisch verändert wird. Dabei ist es oft so, dass die Abbauprodukte problematischer sind als die Ausgangssubstanz, falls irgendwo in der Abbaukette kein passendes Enzym mehr vorhanden ist oder ein essentieller Stoffwechselweg blockiert wird, wie z.B. bei DDT oder Fluorocarbonsäuren.

Re: Nochmal was zu Roundup

Verfasst: Mo 24. Sep 2012, 12:36
von Buchkammer
Letztens an einer Bushaltestelle direkt neben dem Baumarkt mit den 3 Buchstaben, wo dieses Gebräu vom "Fachpersonal" dem Kleingärtner als Unkrautvernichtungsmittel empfohlen wird, dieses Plakat gesehen.
Roundup Werbung.JPG
Roundup Werbung.JPG (159.55 KiB) 2718 mal betrachtet
:hmm:

Aktuelles zu Roundup

Verfasst: Mo 1. Okt 2012, 20:45
von AnamPrema

Re: Nochmal was zu Roundup

Verfasst: Di 2. Okt 2012, 08:52
von stoeri
Hallo Freunde,

ich kenne privat ein paar Ärzte (Hausarzt und Tierarzt) die von diesem Round up total begeistert sind. Mir stellt es immer die Haare auf wenn ich das Wort höre sowie bei allen anderen Unkrautvernichtungsmitteln.

Ich bin froh das es in meinem Garterl a Unkraut gibt, jedesmal wenn ich Filme sehe wo Wolkenkratzer neben Wolkenkratzer stehen, wo Brücken für die Autos über Brücken führen, wo ausser Betonklötzen nur Betonklötzen stehen, da geh i so gern in den Garten und zupf a bisserl Unkraut.

Auch wenn es mir einfach mal mies geht und i anfang nur a bisserl Unkraut zu zupfen, mein PFlanzen somit mehr Kraft und Licht haben geht es mir besser, grad da sind mir schon so ioft gute Ideen eingefallen.

Re: Nochmal was zu Roundup

Verfasst: Sa 6. Okt 2012, 11:15
von edaphon
Was für Glyphosat spricht:
  • günstige Anschaffung = Massive Kostensenkung (Personalkosten!); Kunden, Genossenschaften oder Händler würden Mehrkosten nicht zahlen!
    leichte, schnelle Anwendung
    Produkte dürften nach der Wartezeit verkauft werden
    kurzsichtig gesehn ein rasches Ergebniss. spritzen = unkraut tot
Was dagegen spricht
  • Rückstände in den Früchten
    Zuführen in einen Kreislauf wo man noch nicht genau weiss ob, wie und in welchem Masse es daraus wieder verschwindet
    Finanzierung von Monopol-Konzernen die einem Vorschreibungen machen und Politik durch Lobbieing beeinflussen

Re: Nochmal was zu Roundup

Verfasst: Sa 6. Okt 2012, 11:43
von Sabi(e)ne
Du hast deinen Beitrag aber jetzt drastisch geändert.... :pfeif:

Komisch, daß Demeter-Höfe/Gärtnereien ohne Roundup und anderes auskommen, was andere für unabdingbar halten.....und eine Menge Bio-Leute anderer Verbände auch.
Ich finde es ein Totschlagsargument, wenn jemand schreibt "die Kunden bezahlen das aber nicht" - hast du es probiert und stehst selbst voll hinter deinem Konzept?

Re: Nochmal was zu Roundup

Verfasst: Sa 6. Okt 2012, 12:40
von AnamPrema
DAS hier ist aus dem Jahre 2004, also erst ;) 8 Jahre her und leider habe ich keine explizierte Aufstellung der
gesuchten/gefundenen Stoffe:

http://www.sueddeutsche.de/panorama/blu ... r-1.854686

AnamPrema

Vielleicht sollte man solche repräsentativen Reihenuntersuchungen fest ins Programm mit aufnehmen :)