Little Joe hat geschrieben:Knecht hat geschrieben:
.... das die Situation für die Frau schlimm ist steht ausser Frage. Was mich aber mindestens genau so beschäftigt ist wie man sich dagegen wehren kann dass einem sowas nicht auch mal irgendwann passiert.
ich glaube, das kann jeder nur für sich alleine klären. die frau wird sicher mit wehmut an ihren garten zurückdenken. vielleicht hat sie das glück und findet jemand, wie knecht, den "sie" adoptiert.
beide geschichten haben mich sehr berührt.
bin ich doch selber freiwillig von meinem hof in die stadt gezogen.
ich mache lange nicht mehr soviel ein, wie früher. ganz meinem bedarf angepasst.
ich mache aber immer noch genug, um zu tauschen.
mir hat es auch sehr weh getan, dass die käufer meines hofes, fast alles, was ich in fast 20 jahren an biotopen geschaffen habe, platt gemacht haben.
nun tut es nicht mehr weh. ich habe einen großen erfahrungsschatz, einen großen fundus, den ich auch gerne weitergeben möchte.
mache ich auch...immer am liebsten eins zu eins...also nicht im großen stil.
momentan freue ich mich jeden morgen am hummelerntefest.
ich habe massenhaft klatschmohn und verschiedene schlafmohnpflanzen im garten.
morgens , wenn die sonne die blüten geöffnet hat, kommen die hummeln und bienen zum ernten. manchmal sind 5-6 bienen und hummeln gleichzeitig in einer blüte.
das ist wunderschön anzusehen und vor allem das gesumme, schön anzuhören.
das bedeutet für mich glück.
das ganze dauert immer ca. 2 stunden. dann sind alle blüten geerntet und die mohnblütenblätter abgefallen.
ich sammel die mohnsamen für die nächsten hummelerntefeste .
ich wohne nun ja im hause meines sohnes. er freut sich auch über den schönen garten...hat aber überhaupt keine zeit, irgendetwas einzukochen, oder zu ernten.
manchmal geniesst er einfach hier zu sein. so war das auch , als wir den bauernhof noch hatten.
er hat mir immer bei den groben arbeiten geholfen. als zimmermann beim hausumbau, beim hochbeetbauen ,und eben mit radlader und minibagger, wenn mir mal wieder alles über den kopf gewachsen war.
bei der heuernte natürlich und bei den pferden.
nun hoffe ich, mein wissen über die zusammenhänge der natur, meinem im september erwartetem enkelkind , weitergeben zu können.
mein sohn ist zwar im garten und landschaftsbau selbständig, reißt aber solche gärten nicht freiwillig um, wie den von der alten frau.
alles hat seine zeit.