Habe letztes Jahr Haferwurzel als Versuch angebaut. Ist aber leider gescheitert. Die Ausbeute war minimal - die Wurzeln sind einfach nicht groß geworden. Und das, obwohl ich sie auf mehr oder minder "jungfräulichen" Boden gesetzt habe. Habe mit der Ernte auch bis weit in den Herbst hinein gewartet, aber leider ... nichts (naja, fast nichts). Vielleicht waren es falsche Bodenverhältnisse - jungfräulich hin oder her. Bei mir ist es sehr trockene, sandige Erde. Vielleicht mögen sie's eher feucht und tiefgründig. Das werde ich nächstes oder übernächstes Jahr erfahren, wenn wir übersiedelt sind und ich unser neues Gemüsebeet auf lehmigem Boden bewirtschaften kann. Freu, freu
Erdmandeln: Ach das beruhigt, dass die Vermehrungsrate nicht nur bei mir so bescheiden ist. Habe fast nichts von der Vorjahresernte genascht, um möglichst viel wieder anbauen zu können, und hoffe jetzt in diesem Jahr auf einen besseren Ertrag. Aber allzu große Hoffnung mach ich mir nicht. Naja, dafür bleibt es halt eine gaaanz besondere Spezialtität, die es nur einmal im Jahr zum Kosten gibt

. Hab sie übrigens in Töpfen angebaut, damit sie sich nicht invasiv ausbreiten - ha, ha
Knollenziest hatte ich auch mal. Ja, der Vergleich mit dem Michelinmännchen passt sehr gut

. Sieht wirklich so aus. Aber auch da war die Ausbeute unter meinen Erwartungen. Schon wieder falscher Boden

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Toll gewachsen ist voriges Jahr dafür mein Spargelsalat. Der war echt ein Traum - Sorte "Grüner Stern". Bin mehrmals von Parzellennachbarn angesprochen worden, was denn das für eine schöne Pflanze ist. Ja, ja, war sehr stolz darauf. Und geschmeckt hat er auch. Allerdings hab ich es irgendwie verabsäumt die Sprossstangen zu ernten. Die sollen nämlich wie Spargel zubereitet auch so ähnlich schmecken. Muss ich dieses Jahr unbedingt ausprobieren.
Meine absolute Lieblingspflanze in der vergangenen Saison war aber Yakon. Ich weiß zwar nicht wieso, aber für mich ist das die schönste Gemüsepflanze, die ich kenne. Gegessen werden ja die Knollen (schmecken ziemlich süßlich und sind vermutlich nicht jedermanns/jederfraus Sache), aber die Blätter...

Nein, die habe ich nicht gegessen, aber die sind so schön. Groß und samtig weich - musste sie immer wieder streicheln

. Zum Schluss haben meine Pflanzen sogar noch geblüht, obwohl das in unseren Breiten eher unüblich sein soll. Jetzt hoffe ich, dass mein Vermehrungsversuch (steht gerade auf der Fensterbank) klappt und ich mich dieses Jahr wieder so sehr an dieser Pflanze erfreuen kann. Sorry, gehe normalerweise nicht nach dem Äußeren, aber bei Yakon werde ich schwach

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Neu im Programm sind dieses Jahr bei mir "Yin-Yang-Bohnen". Habe ich in einem Bioladen in England entdeckt.Sind schwarz-weiß-gefleckt. Hab aber noch keine Erfahrungswerte. Da fällt mir ein, ich habe noch von einem Urlaub auf Kap Verde ein Säckchen mit gemischten Bohnen. Vielleicht sollte ich die jetzt auch mal anbauen - ob die wohl noch keimen

. Ist doch schon so 8 Jahre her

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Ja, die Verlockung, "unbekannte" oder "in Vergessenheit geratene" Sorten anzubauen, ist wirklich groß. Ich glaube, das macht zum Teil den Reiz an einem eigenen Gemüsegarten aus. Man kann etwas anbauen, dass man so nie im Geschäft bekommen würde. Es macht einfach ein Stück unabhängiger und außerdem ist es einfach spannend, was Neues (Altes) kennenzulernen. Wenn's nicht zu den vorhandenen Umweltbedingungen passt, ist es halt schade, aber die eine oder andere Gemüserarität wird wohl bei jedem was werden

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Alles Liebe
Sonnenschein, die sich freuen würde, wenn wir am Ende der Saison vielleicht ein paar Erfahrungsberichte mit den unterschiedlichen Gemüseraritäten hier sammeln könnten (würde mich natürlich beteiligen

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