Eure Erfahrungen zu Frostschäden am Huhn?

Hühner, Wachteln, Puten, Fasane, Pfauen
sybille
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Re: Eure Erfahrungen zu Frostschäden am Huhn?

#11

Beitrag von sybille »

zonia hat geschrieben:meiner Erfahrung nach geht das wieder weg.
Ansonsten bin ich immer wieder erstaunt, wie gut die Hühner trotz nicht isoliertem Stall und den ganzen Tag draußen rumrennen mit der Kälte klarkommen- bis auf angefroren Kammspitzen hatte ich selbst bei - 15°C keine Frostschäden. Ich glaube, man unterschätzt oft, wie robust Haus- und Nutztiere sind...
Die Erfahrungen habe ich auch gemacht. In meinem Hühnerstall ist es ähnlich kalt wie draußen.
Grüße
Monika
Hühner sind Menschen wie Du und ich, nur das sie zur Hausordnung Hackordnung sagen.
Montbard de Bethune

Re: Eure Erfahrungen zu Frostschäden am Huhn?

#12

Beitrag von Montbard de Bethune »

Little Joe hat geschrieben:Meine haben jetzt bis Mittags die Wärmelampe auf niedrigster Stufe an, und gehen tatsächlich zwischendurch rein um sich aufzuwärmen.
Ist bei uns auch so! Sie bevorzugen windgeschützte Ecken, davon gibts im Freigehege ein paar und im überdachten Scharrgehege am Stall. Natürlich am liebsten ein sonniges Plätzchen und da haben wir genau richtig gebaut, so dass im Winter die Sonne tatsächlich fast den ganzen Tag auf den Stall schaut :grinblum:
Bunz
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Re: Eure Erfahrungen zu Frostschäden am Huhn?

#13

Beitrag von Bunz »

Hallo Spottdrossel,
den elektrischen Strom solltest Du in den Stall legen.
Übergangsweise kann man auch ein langes Verlängerungskabel nehmen.
Bei mir läuft bei diesen Temperaturen Tag und Nacht ein Frostschutzgerät (200 Watt), und die Kiste bleibt zu.
Deshalb kann ich Dir von keinen Frostschäden berichten.
lg
Bunz
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Spottdrossel
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Re: Eure Erfahrungen zu Frostschäden am Huhn?

#14

Beitrag von Spottdrossel »

Ja Bunz, Strom ist auf der Wunschliste, da der Stall aber ein gutes Stück vom Haus weg ist, möchte ich das lieber "einmal richtig" machen, mit Kabel unter der Erde und extra Sicherung dafür - aus meiner Wohnwagenzeit habe ich genug Erfahrungswerte, was nächtliche Ursachenforschung wegen ungnädigen Sicherungen bei abenteuerlichen Kabelkonstruktionen angeht :mrgreen: (und je länger die Strippe, umso mehr Fehler kann die Sicherung finden).
Und tagsüber möchte ich sie auf jeden Fall rauslassen, der Mensch findet die Sonne ja auch angenehm, nur der blöde Wind müßte nicht sein...

Die hauptamtlichen Meßwerte von heute Nacht: tiefste Außentemperatur: - 18,2°C, im Hühnerstall: -16 (somit wäre der Nachweis für "unisoliert" wohl erbracht)
Das Hygrometer hat mich dann echt verblüfft: sage und schreibe 80 % Luftfeuchtigkeit hat es über der Sitzstange angezeigt - da sieht man mal, wie weit Gefühl und Meßgerät auseinanderliegen können!
Die Theorie mit der Luftfeuchtigkeit als Ursache für Kammschäden halte ich zwar immer noch nicht für plausibel - schließlich ist der Kamm die wärmste Stelle an der Hühnchenoberfläche, warum sollte sich da Feuchtigkeit niederschlagen? Nach allen Regeln der Physik beschlagen doch die kältesten Stellen? - aber ich wollte die Daten mal erfassen, um im nächsten Winter mit (zwecks Schallschutz) isoliertem Stall und planmäßiger Lüftung mal Vergleichswerte zu haben.
Die Debatte pro und contra Stallisolierung wird ja bisher auch eher "gefühlsmäßig" geführt, wobei ich während dem milden Winterwetter auch schon ehrlicherweise feststellen mußte, daß die gefühlt "gute Lüftung" im letzten Winter wohl eher auf den Frost zurückzuführen war - jetzt roch es beim Stallaufmachen doch recht ländlich... ich bin jedenfalls gespannt, ob und wie sich Isolierung und kalkulierte Schwerkraftlüftung in Zahlen ausgedrückt auswirken.
Bunz
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Re: Eure Erfahrungen zu Frostschäden am Huhn?

#15

Beitrag von Bunz »

Liebe Spottdrossel,
als ich noch keinen Strom im Stall hatte, tat ein robustes Verlängerunskabel seinen Dienst. Und so eine Rolle braucht man immer.
Und was die Isolierung angeht: Hat nur Sinn, wenn ein Wärmegefälle existiert. Also...wenn Du den Stall nicht heizen willst, brauchst Du auch keine Isolierung, ansonsten schon. Also ICH habe eine.
Viel Erfolg beim Stromlegen!
lg
Bunz
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ahora
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Re: Eure Erfahrungen zu Frostschäden am Huhn?

#16

Beitrag von ahora »

hallo liebe hühnerhalter,

mein hühnerstall in deutschland hatte ein abzugrohr im dach, das immer geöffnet war, damit die feuchtigkeit entweichen konnte. dass die entlüftung im dach war, an der höchsten stelle, halte ich für wichtig.

die kämme der hühner mögen im sommer die wärmste stelle sein. aber bei -18° sind sie es mit sicherheit nicht mehr. sie sind der kälte ungeschützt ausgesetzt - kein schützendes gefieder. folglich sammelt sich hier die feuchtigkeit, wenn sie nicht oberhalb der hühner entweichen kann.

meine hühner hatten keine kammerfrierungen, trotz der sehr kalten winter im mittelgebirge.

ahora
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