Re: Krise-Auskommen ohne Einkommen (Kreta)
Verfasst: Di 20. Dez 2011, 19:16
wer nichts hat, kann auch nichts verlieren 
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das zeigt den Unterschied unserer Betrachtung. Du beurteilst die Dinge nach moralischen Kategorien, ich will erstmal wissen, wie sie funktionieren.Bunz hat geschrieben:Daß es Zins bereits vor Einführung des Geldes gab, macht ihn nicht besser.
Es ist unmoralisch, einen Sack Korn zu verleihen und anderthalb zurückzuverlangen.
Sorry, aber so funktioniert kein Markt. Es gibt immer Dinge, die knapp sind, die aber alle haben wollen. Dann steigt eben der Preis.Bunz hat geschrieben:Der Verleiher soll seine Kosten offenlegen. Fertig. Und die sind eben unabhängig von der Höhe des Kredites.
Aber bei den Steuern ist das gerecht?Bunz hat geschrieben:Hat zwar damit wenig zu tun, aber mal ein Beispiel, was Prozente für Quark sind:
Der Bürger A kriegt 400 € Rente. Der Bürger B kriegt 2000. Gut. Jetzt wird die Rente um 1% erhöht (das ist ein richtiges Beispiel).
Also kriegt A eine Erhöhung um 4 Euro und B, der sowieso schon viel hat, kriegt 20 Euro.
Naja, für MICH ist sowas Quark.
Eigentlich ist das Steuersystem so gedacht, dass jeder "nach Massgabe seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit" zum Funktionieren des Staates beizutragen hat.Theo hat geschrieben:Aber bei den Steuern ist das gerecht?
Also ist es auch gerecht, wenn "reiche" Rentner eine größere Erhöhung bekommen als "arme". Schließlich haben sie auch viel höhere Beiträge gezahlt. Entweder in beide Richtungen prozentual, oder in keine.emil17 hat geschrieben:Wenn Reiche mehr Steuern zahlen müssen als Arme, ist das ein kleiner Teil von ausgleichender Gerechtigkeit für die Tatsache, dass der Teufel stets auf den grössten Haufen scheisst.
Nein, die Rechnung ist falsch. Zuerst sehe ich, wieviel ich verdienen kann, dann weiß ich, wieviel ich ausgeben kann.emil17 hat geschrieben:Ein Rechenbeispiel:
Lebenshaltungskosten für Familie seien 30'000 im Jahr: Miete, Essen, Kleidung ... was man halt so braucht ...
Das erste halbwegs vernünftige von DIr heuteTheo hat geschrieben:Von mir aus könnte Rente auch eine Grundsicherung sein und wenn jemand mehr will, muss er eben privat vorsorgen.
Das müssen alle gewöhnlichen Leute so oder so. Es geht um die Steuerberechnung, nicht um das Einkommen - vergessen? Es geht darum, wo der Staat das holen soll, was er braucht, nicht darum, wieviel er braucht und auch nicht darum, wer warum wieviel verdienen soll. Das sind auch wichtige Fragen, aber wenn Du das dauernd durcheinanderbringst oder es nicht auseinanderhalten kannst oder willst, dann kommen wir in der Tat nicht weiter.Theo hat geschrieben:Nein, die Rechnung ist falsch. Zuerst sehe ich, wieviel ich verdienen kann, dann weiß ich, wieviel ich ausgeben kann.
Sowieso? Womit denn?Theo hat geschrieben:Für die Grundbedürfnisse sorgt ja sowieso der Staat, also spielen die keine Rolle.
Nein, das tue ich nicht.Theo hat geschrieben:Du findest, dass jeder Mensch den gleichen Lebensstandard haben sollte
Genau das tue ich auch. Das Stichwort hier ist seine Fähigkeiten - und eben nicht, weil sich jemand ins gemachte Nest setzen konnte oder/und andere für sich arbeiten lassen kann.Theo hat geschrieben:ich finde, dass jeder den Lebensstandard haben sollte, den er sich durch seine Fähigkeiten sichern kann.
Wenn Du mal liesest, was ich schreibe, statt zu beschliessen, was ich finde, wäre es in der Tat einfacher.Theo hat geschrieben:Da können wir uns jetzt durch Diskutieren nicht annähern.