Was für Wildpflanzen kann man finden und nutzen?

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fuxi
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Re: Was für Wildpflanzen kann finden und nutzen?

#11

Beitrag von fuxi »

Windbraut hat geschrieben:Verwechslungen gibt es auch bei Bärlauch, der sieht so ähnlich aus wie Maiglöcken
Wer Bärlauch mit Maiglöckchen verwechselt, hat allerdings was an der Nase ;)
Aber das ist ein gutes Beispiel dafür, was man nicht durch ein Buch lernen kann: Den Geruch!
We have normality. Anything you still can’t cope with is therefore your own problem.
Manfred

Re: Was für Wildpflanzen kann finden und nutzen?

#12

Beitrag von Manfred »

Meine Bücher-Favoriten zum Thema Wildpfanzen sammeln:

Seffen Guido Fleischhauer: Enzyklopädie der Essbaren Wildpflanzen (für daheim, zum Nachschlagen)
Steffen Guido Fleischhauer: Essbare Wildpflanzen (als Bestimmungsbuch für Unterwegs zum Sammeln)
Nicki

Re: Was für Wildpflanzen kann finden und nutzen?

#13

Beitrag von Nicki »

Vielen Dank! Das waren bis hierhin schon eine ganze Menge brauchbarer Anregeungen.
Werde mir auf jeden Fall mal ein Bestimmungsbuch für unterwegs zulegen und mich nach
jemaden in meiner Nähe umschauen, der (oder die) Kräuterwanderungen oder ähnliches anbietet.

:michel: Da freu ich mich!
Aproximata

Re: Was für Wildpflanzen kann finden und nutzen?

#14

Beitrag von Aproximata »

Noch eine interessante Buchreihe:
Deliktatessen am Wegesrand
Delikatessen am Wiesenrand
Delikatessen am Waldesrand

alle von Brigitte Klemme

Schön erklärt (z. B. in Reimform: Ist der Stängel kantig rau, ist es der Wiesen- Bärenklau :pft: ) mit super leckeren und einfachen Rezepten, Naturgartentipps und Verwechslungshinweisen.
Benutzer 72 gelöscht

Re: Was für Wildpflanzen kann finden und nutzen?

#15

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

hallo!
fuxi hat geschrieben:Wer Bärlauch mit Maiglöckchen verwechselt, hat allerdings was an der Nase
Achtung!
Nach einiger Zeit des Bärlauchpflückens duften die Finger anch Knoblauch und man kann so nicht mehr sicher feststellen, dass Maiglöckchen und Herbstzeitlose nicht nach Knoblauch riechen!
Die Blattform ist aber schon anders - vor allem da, wo das Blatt aus der Erde kommt.
Wir haben uns einfach Maiglöckchen im Blumengeschäft sehr genau angeschaut, dann kennt man den Unterschied besser!
Und an den Herbstzeitlosen ist doch im Frühling immer (oder nur fast? *shock*) die Frucht in der Mitte der Pflanze?

liebe Grüße!
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fuxi
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Re: Was für Wildpflanzen kann finden und nutzen?

#16

Beitrag von fuxi »

Hmm.. stimmt. An die Möglichkeit habe ich gar nicht gedacht. Danke.
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Minze
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Re: Was für Wildpflanzen kann finden und nutzen?

#17

Beitrag von Minze »

ina maka hat geschrieben:Und an den Herbstzeitlosen ist doch im Frühling immer (oder nur fast? *shock*) die Frucht in der Mitte der Pflanze?
Die Herbstzeitlose treibt im Frühjahr nur Blätter, diese vergehen im Sommer. Im Herbst treibt sie dann ausschließlich die Blüte.
Liebe Grüße
Minze
Aproximata

Re: Was für Wildpflanzen kann finden und nutzen?

#18

Beitrag von Aproximata »

und wenn sie anfängt zu blühen (und das geht demnächst los) ,dann ist der Frühherbst gekommen..... :ohoh: wie schnell das Jahr vergeht...
nur so als info....
Benutzer 72 gelöscht

Re: Was für Wildpflanzen kann finden und nutzen?

#19

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

hallo!

@Minze: Uuuah! Jetzt werde ich mal genau nachschaun, ab wann man die Früchte der Herbstzeitlose sehen kann!
Bei uns in der Wiese gibt es recht viele davon - aber bis jetzt ist mir nur die Blüte aufgefallen, sonst sieht man sie ja kaum im hohen Gras.
Gott sei Dank aber wächst der Bärlauch woanders, nämlich im Wald bzw. unter den Sträuchern am Waldrand.
Hier sind die Unterscheidungsmerkmale zwischen Bärlauch und seinen giftigen "Doppelgängern" recht gut beschrieben - oder?

liebe Grüße!
BernhardHeuvel

Re: Was für Wildpflanzen kann finden und nutzen?

#20

Beitrag von BernhardHeuvel »

fuxi hat geschrieben:..Schierling (vorsicht bei allen weißen Doldenblütlern, die man nicht 100%ig sicher bestimmen kann), ...
Ich kann diese Warnung nur wiederholen und damit hervorheben.

Beim Gefleckten Schierling ist die Verwechselung mit der Wilden Möhre möglich - durch den Geruch! Denn die Wurzel des Schierlings riecht stark nach Möhre.

Ich habe mich selbst schon dutzende Male selbst vergiftet mit Wildpflanzen und dass ich keine bleibenden Schäden (Organschäden, Tod) habe, liegt an meiner Vorsicht, die ich stets im Umgang mit neuen eßbaren Pflanzen walten lasse.

Wenn möglich, empfehle ich zunächst die korrekte Pflanzenbestimmung zu erlernen. Durch Kurse und Bücher. Als Buch kann ich wärmstens empfehlen:

Grundkurs Pflanzenbestimmung: Eine Praxisanleitung für Anfänger und Fortgeschrittene von Rita Lüder, ISBN: 978-3494014500

Erst dann langsam an die eßbaren Sachen herantasten. Der beste Weg ist, sich die Pflanzen durch die Kräuterhexen unter uns zeigen zu lassen.

Diese Regeln sollte jedoch immer im Hinterkopf bleiben:

1) Nur essen, was Du sicher und korrekt bestimmen kannst!
2) Nur essen, wenn Du weißt, wie es korrekt zubereitet wird!

Denn viele Pflanzen sind nur dann eßbar, wenn sie zum Beispiel gekocht werden. Oder wenn das erste Kochwasser abgeschüttet wird und so weiter.

Die Wirkungen der Pflanzen sind teilweise sehr schwerwiegend. Auch wenn Du oft mit einem blauen Auge davonkommst, ich kenne Beispiele, wo Menschen sich damit umgebracht oder schwerste Schäden davongetragen haben. Vorsicht aber keine Panik sind daher angebracht.

Ich habe zuhause das folgende Nachschlagewerk, dass ich oft nutze, um mich über Gifte zu informieren (mein zweites Hobby):

Giftpflanzen-Pflanzengifte von Lutz Roth, Max Daunderer und Kurt Kormann, ISBN: 978-3933203311

Das oben Gesagte gilt im übrigen nicht nur für Wildpflanzen, sondern auch für die Gemüsepflanzen. Es ist erstaunlich, welche Giftigkeit da teilweise vorliegt. Da hilft nur oben genannte Regel 1 und Regel 2. :wink:

Viele Grüße
Bernhard
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