Re: Bioanbau: Ueberlegen auf ganzer Linie
Verfasst: Sa 8. Okt 2011, 08:42
Danke. Das war der Schlüsselhinweis.
Die "Broschüre" bezeichnen die leider als full report und geben auf der Website sonst kaum was Preis.
Ich habe in der Literaturliste aber einen älteren Report über die Versuche gefunden:
http://eap.mcgill.ca/MagRack/AJAA/AJAA_3.htm
Es hadelt sich also um einen Betrieb, der Futter für eine konventionelle Rindermastanlage produziert und wo die Flächen auf 4 verschiedene Arten bewirtschaftet werden. Bio/nicht bio/pfluglos/ohne pflug.
Der Gag bei der ganzen Sache: Es wird außer mit den Rinderausscheidungen auch mit massenweise zugekauftem Hühnermist zusätzlich gedüngt.
D.h. der Versuch ist am ehesten mit den Gütern in Wien, nicht aber mit den Bedingungen durschnittlicher Biobetriebe (die diese Fremdquelle für Stickstoff und organisches Material nicht haben) zu vergleichen.
Das sollte in dem Full Report deutlich hervorgehoben werden.
Es gibt nicht genug Hühnermist, um alle Biobetriebe der Welt mit zusätzlichem Dünger zu versorgen. Und biologischen Hühnermist schon gleich gar nicht.
Man kann die Ergenisse also so zusammenfassen:
Bei gleicher Intensität der Stickstoffdüngung haben Futterbaubetriebe nach biologischer Wirtschaftsweise durch den höheren Humusanteil im Boden (=bessere Wasser- und Nährstoffspeicherung) trotz eingeschränkter Pflanzenschutzmöglichkeiten in Trockenperioden Ertragsvorteile.
Das ist logisch. Spiegelt aber nicht die Realität des durchschnittlichen Bioangaus (stark reduzierte Stickstoffdüngung) wieder und ignoriert auch, dass man auch konventionell die Fruchtfolge so auslegen kann, dass der Humusanteil steigt.
Und es sagt nichts über den Marktfruchtanbau aus, wo der Pflanzenschutz einen großen Einfluss auf die Vermarktbarkeit der Produkte hat.
Die "Broschüre" bezeichnen die leider als full report und geben auf der Website sonst kaum was Preis.
Ich habe in der Literaturliste aber einen älteren Report über die Versuche gefunden:
http://eap.mcgill.ca/MagRack/AJAA/AJAA_3.htm
Es hadelt sich also um einen Betrieb, der Futter für eine konventionelle Rindermastanlage produziert und wo die Flächen auf 4 verschiedene Arten bewirtschaftet werden. Bio/nicht bio/pfluglos/ohne pflug.
Der Gag bei der ganzen Sache: Es wird außer mit den Rinderausscheidungen auch mit massenweise zugekauftem Hühnermist zusätzlich gedüngt.
D.h. der Versuch ist am ehesten mit den Gütern in Wien, nicht aber mit den Bedingungen durschnittlicher Biobetriebe (die diese Fremdquelle für Stickstoff und organisches Material nicht haben) zu vergleichen.
Das sollte in dem Full Report deutlich hervorgehoben werden.
Es gibt nicht genug Hühnermist, um alle Biobetriebe der Welt mit zusätzlichem Dünger zu versorgen. Und biologischen Hühnermist schon gleich gar nicht.
Man kann die Ergenisse also so zusammenfassen:
Bei gleicher Intensität der Stickstoffdüngung haben Futterbaubetriebe nach biologischer Wirtschaftsweise durch den höheren Humusanteil im Boden (=bessere Wasser- und Nährstoffspeicherung) trotz eingeschränkter Pflanzenschutzmöglichkeiten in Trockenperioden Ertragsvorteile.
Das ist logisch. Spiegelt aber nicht die Realität des durchschnittlichen Bioangaus (stark reduzierte Stickstoffdüngung) wieder und ignoriert auch, dass man auch konventionell die Fruchtfolge so auslegen kann, dass der Humusanteil steigt.
Und es sagt nichts über den Marktfruchtanbau aus, wo der Pflanzenschutz einen großen Einfluss auf die Vermarktbarkeit der Produkte hat.