Es kommt nicht auf das Gefälle, sondern auf die Fliessgeschwindigkeit in der Treibleitung an. Das Wasser wird dann plötzlich gestoppt, der sich daraus ergebende Druckanstieg wird dazu ausgenützt, den Windkessel des Widders aufzupumpen und dieser wiederum treibt das Wasser ins Steigrohr nach oben.Lourky hat geschrieben: Mein Problem ist das geringe Gefälle im Bach. Ich dachte das ließe sich durch längere Leitungen lösen, dabei komme ich aber nicht immer ohne Steigung über "Staustufen" hinweg. Wenn das Rohr des Zulaufs komplett mit Wasser gefüllt ist, dachte ich, könnte man das vernachlässigen solang es insgesamt abwärts geht.
Entlüftungsleitungen sowie Luft in der Treibleitung würden nach meinem Verständnis den Wirkungsgrad der Sache verschlechtern, weil sie einen grossen Teil des Druckstosses abfangen oder entweichen lassen, der ja den Windkessel aufladen soll.
Es ist die Ausnutzung des Effekts, der den Gartenschlauch zappeln lässt, wenn man das Wasser zu plötzlich abstellt.
Man kann also Wasser höher fördern als das Gefälle der Treibleitung ist, das ist ja der Witz an der Sache.
Weil nun aber ohne Gefälle nichts fliesst, braucht es eben Gefälle, damit das Wasser in der Treibleitung in Bewegung kommt.
Da aber nicht Energie aus dem Nichts kommen kann, ist der Volumenstrom der Treibleitung multipliziert mit dem Höhenunterschied in dieser stets grösser als das Entsprechende im Steigrohr.
Wie lange und wie dick die Treibleitung (in welcher das Wasser durch den Widder ruckartig abgebremst wird) sein soll und ob es für eine gegebene Situation besser ist, die Treibleitung lang zu machen oder das Wasser zuerst ein Stück drucklos zu führen, das können dir Leute wie der oben verlinkte Norbert Samweber sagen. Wichtig scheint mir aber zu sein, ein glattwandiges Rohr zu nehmen und kleine Krümmungsradien sowie Reduktionsstücke, die Verwirbelung erzeugen, zu vermeiden.

