Geniessbarkeit von Fliegenpilz

(Sammeln, Bestimmen, Anbau etc.)
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Tscharlie
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Re: Geniessbarkeit von Fliegenpilz

#11

Beitrag von Tscharlie »

Ich mag Fliegenpilze. Sie sind ein wunderbarer Farbfleck im Wald, daher lasse ich sie gerne stehen, damit andere sich auch noch an dem Anblick berauschen können.
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unkrautaufesserin
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Re: Geniessbarkeit von Fliegenpilz

#12

Beitrag von unkrautaufesserin »

Die Fruchtfliegen in meiner Küche sind nach Fliegenpilzbesuch definitiv tot und nicht nur berauscht.

Ich finde es wichtig, daß sich so langsam auch in der modernen Welt die Erkenntnis durchsetzt, daß Menschen unterschiedlich sind. Was dem einen hilft, tötet den anderen. Also warum soll Fliegenpilz nicht auch helfen können?
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Tscharlie
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Re: Geniessbarkeit von Fliegenpilz

#13

Beitrag von Tscharlie »

Vielleicht ist es hier professionell erklärt:
https://www.bfr.bund.de/mitteilung/flie ... efaehrdet/
Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. M.Gandhi
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Zacharias
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Re: Geniessbarkeit von Fliegenpilz

#14

Beitrag von Zacharias »

Ihr werft da jetzt ein paar Dinge durcheinander.
Muscimol in Gummibärchen verpackt in Verkehr zu bringen geht gar nicht, das würde ich auch sofort verbieten.
Essen kann man den Fliegenpilz unbedenklich, denn wer isst schon rohe Pilze? Ich jedenfalls nicht. Todesfälle wie in der eingescannten Seite sind aber nicht bekannt! In den Hüten der rohen Pilze ist sehr viel Ibutensäure und die tut gar nicht gut, gibt Bauchweh. Der Pilz schmeckt gebraten gut und ist dann auch bekömmlich, aber es gibt bessere, also lasse ich ihn auch lieber stehen und erfreue mich an seiner Schönheit.
Eine ganz andere Geschichte ist aber seine Heilkraft. Wenn man den Pilz trocknet und 3-4 Monate dunkel lagert verwandelt sich die Ibutensäure in Muscimol um. Damit kann man sich berauschen. Wenn man es tut, wird das Muscimol vollständig wieder abgebaut. Ein Rausch richtet keinerlei gesundheitliche Schäden an. Also wenn man meint, dass man Halluzinationen braucht, ist man mit Fliegenpilz deutlich besser beraten als mit allen anderen Drogen. Mich interessiert sowas nicht.
Was mich interessiert ist die Heilkraft. Man kann den Pilz äußerlich gegen Gelenkschmerzen einsetzen, was ich im Herbst testen werde, wenn ich ernten kann. Innerlich ist die Wirkung so vielfältig, dass das hier den Rahmen sprengen würde. Es lohnt aber, sich damit zur beschäftigen, denn er kann so manches Medikament mit harten Nebenwirkungen ersetzen. Soviel dazu, warum man damit "experimentieren" sollte, wobei das kein Experimentieren ist, sondern altes Wissen.
Die Mär mit der Giftigkeit gibt es nur um deutschsprachigen Raum. Im Baltikum, in Skandinavien, in Russland ist es völlig selbstverständlich den Pilz zu nutzen. Weniger zum Essen, aber seine Heilkraft ist sehr bekannt.
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Tscharlie
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Re: Geniessbarkeit von Fliegenpilz

#15

Beitrag von Tscharlie »

Vielleicht kann man sich hier einigen.

Da niemand weis wieviel der Inhaltsstoffe in einem wild gewachsenen Fliegenpilz steckt, sollte man den Gebrauch zu Heilzwecken den Fachleuten überlassen, die feststellen können mit was sie es genau zu tun haben.

Davon abgesehen, kann natürlich jeder für sich machen was er/sie will.

Nur pauschale "Freigabe" zum Verzehr? Das sollte hier im Forum nicht stehen bleiben.
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Zacharias
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Re: Geniessbarkeit von Fliegenpilz

#16

Beitrag von Zacharias »

Was heißt hier Freigabe? Es kann doch jeder selbst für sich entscheiden. Wenn man den getrockneten Pilz bei einem seriösen Anbieter kauft, ist er auch auch laborüberprüft, für die, die es ganz genau haben wollen.
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Tscharlie
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Re: Geniessbarkeit von Fliegenpilz

#17

Beitrag von Tscharlie »

Wer Drogen braucht wird seinen Weg finden.

Ich bin als Mensch, der in über 68 Jahren mit Drogen nichts am Hut hatte, hier raus.
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Zacharias
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Re: Geniessbarkeit von Fliegenpilz

#18

Beitrag von Zacharias »

Definiere das Wort Droge. Aber fein, wenn du hier raus bist, ich will dich nicht dran hindern.
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emil17
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Re: Wie soll das Forum sein?

#19

Beitrag von emil17 »

Zacharias hat geschrieben: Di 10. Mär 2026, 11:51 Ich ahne schon, dass du jetzt argumentieren wirst, dass der Konsum von Fliegenpilzen in der Schweiz verboten ist.
Wusste ich nicht.
Nein, ich befürchte, dass irgend ein Depp das KI-Ding im Internet findet und dann etwas isst, was keiner sollte. Gemäss der Regel: Was schief gehen kann, wird auch schief gehen. Aus dem Grund werden jetzt auch wieder Hinweise gegeben, dass man mit Bärlauch vorsichtig sein soll, weil es mit Herbstzeitlose und Maiglöckchen verwechselt werden könnte. Wer das nicht unterscheiden kann, der soll doch einfach nicht sammeln.

Zur Aussage, es gebe viele Knollenblätterpilze, davon einige essbar: Das bezieht sich auf die Gattung Amanita. die artenreich ist und wo gemäss dem deutschen Namen alle Arten dieser Gattung unten eine Knolle und oben Blätter (Lamellen) unter dem Hut haben. Nach deutscher Nomenklatur sind aber weder Fliegenpilz noch Kaiserling Knollenblätterpilze, genauso wie eine Zwetschge keine Kirsche ist, auch wenn sie zur gleichen botanischen Gattung Prunus gehört.
Ich halte es damit wie jeder mit allen Wildpilzen und Pflanzen tun sollte: Was man nicht sicher kennt, das lässt man stehen. Zur Kenntnis gehört auch, mit was es man verwechseln könnte und worauf man folglich schauen muss.
Beim Fliegenpilz, der ein sehr grosses zirkumboreales Areal hat, soll es unterschiedliche geographische Rassen mit sehr unterschiedlicher Wirkung geben (angelesenes Wissen). Was du da über die Wirkung schreibst, klingt sehr interessant, braucht aber zur Anwendung sicher fachkundige Personen.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Re: Geniessbarkeit von Fliegenpilz

#20

Beitrag von Zacharias »

Bis auf die Dosierung von...bis braucht man ja nicht viel wissen. Man wartet ab, was kommt, wirkt bei jedem etwas anders. Und verwechslungsgefahr besteht bei dem ja wirklich nicht.
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